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Verteidiger Daniel Ketter (EC Bad Nauheim) versucht hier, Falken-Stürmer Josh Nicholls (r.) vom Tor fernzuhalten. EC-Goalie Felix Bick hat die Scheibe im Auge. Am Ende unterliegen die Wetterauer mit 1:3 und verlieren im Rennen um Playoff-Platz acht weiter an Boden.

Eishockey

Dem EC Bad Nauheim fehlt in Heilbronn der letzte Biss

  • Christoph Sommerfeld
    vonChristoph Sommerfeld
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Die Bad Nauheimer bleiben beim 1:3 in Heilbronn über weite Strecken zu ungefährlich und müssen mehr denn je um den letzten Playoff-Platz in der DEL 2 bangen.

(cso). Keinen guten Tag erwischte der EC Bad Nauheim beim Gastspiel in Heilbronn. Die Falken gewannen die DEL 2-Partie am Dienstagabend gegen die Wetterauer mit 3:1 und feierten somit ihren sechsten Sieg in Folge. Damit schafften die Württemberger in der Tabelle den ersehnten Sprung auf den achten Platz, den auch Bad Nauheim noch angepeilt hatte, für den es aber nun immer schwieriger wird.

In einer mäßigen Eishockey-Begegnung waren die Gäste nie richtig im Spiel und hatten in den entscheidenden Szenen das Nachsehen. Die Hausherren agierten oft schneller und auch aggressiver. EC-Trainer Harry Lange stellte sich nach der Partie schützend vor seine Mannschaft: »Ich kann dem Team nichts vorwerfen«, bilanzierte der Österreicher.

Nach nur 45 Sekunden hatten die Roten Teufel gleich die Chance, ein Zeichen zu setzen. Falken-Stürmer Josh Nicholls musste wegen zu vehementem Einsatz mit dem Stock auf die Strafbank, und Bad Nauheim spielte zwei Minuten in Überzahl. Mit dem Powerplay eines Teams, das unbedingt noch in die Playoffs will, hatten die folgenden 120 Sekunden aber nur wenig zu tun. Dafür strahlten die Gäste zu wenig Gefahr aus. Besser machte es Heilbronn auf der anderen Seite. Nachdem Tomas Schmidt sich eine kleine Strafe eingehandelt hatte, tickten auf der Uhr nur ein paar Sekunden herunter, bis der Puck im Netz hinter Felix Bick lag. Im Slot setzten die Gastgeber einfach energischer nach und drückten die Scheibe in Person von Matthew Neal über die Linie. Der Treffer hielt auch dem Videocheck stand. Nicht der Schlittschuh von Justin Kirsch, sondern der Schläger von Neal hatte den Puck zuletzt berührt. Alles in Ordnung.

Der EC Bad Nauheim, bei dem David Aslin für seine gute Leistung in Kaufbeuren belohnt wurde und auf der Position des vierten Kontingentspielers erneut den Vorzug vor Mark Richardson erhielt, hatte Mühe, ins Spiel zu kommen und wirkte im ersten Abschnitt zu fahrig.

Wruck düpiert EC-Abwehr

Und so ging es auch im zweiten Drittel weiter. Huba Sekesi kassierte für einen hohen Stock die nächsten zwei Minuten. Und wieder schlugen die Falken in Überzahl zu. Dabei flogen die Pucks im EC-Drittel kontrolliert hin und her, bis sich Dylan Wruck den Schuss nahm. Im Nachsetzen vor dem Gehäuse zeigte sich Heilbronn abermals wacher und agiler, sodass Stefan Della Rovere das 2:0 erzielen konnte. Bei Bad Nauheim musste wie so oft Cason Hohmann die Kohlen aus dem Feuer holen. Als er schräg hinter dem Tor die Scheibe annahm, suchte und fand der US-Amerikaner seine Anspielstation in Verteidiger Daniel Ketter, der trocken ins lange Eck vollendete. Aber Heilbronn hatte eine Antwort parat. Mit seinem Treffer zum 3:1 düpierte Wruck die gesamte EC-Abwehr einschließlich Goalie Bick. Aus dem rechten Bullykreis kommend, fuhr er aufs Gehäuse zu, umkurvte den Wetterauer Torhüter im Slot und schob links unten ein - feine Einzelleistung.

Auch im Schlussabschnitt konnten die Roten Teufel nicht mehr zulegen. Zu Beginn des Drittels standen sich für 1:41 Minuten vier gegen vier Feldspieler auf dem Eis gegenüber. Aber selbst da hatte Heilbronn die bessere Chance, als Sekesi gegen Kirsch auf der Linie rettete (46.). In der Folge pressten die Gäste im Falken-Drittel, aber auch diese Aktionen wirkten irgendwie halbherzig. 1:15 Minuten vor dem Ende schickte Lange den sechsten Feldspieler aufs Eis. So richtig gefährlich wurde es aber nicht.

Heilbronner Falken: Mnich - Götz, Länger, Maginot, Philipp Preto, Dziambor, Mapes, Reisz - Nicholls, Gervais, Koch, Wruck, Valenti, Della Rovere, Kirsch, Neal, Pierre Preto, Klos, Knaub, Thiel.

EC Bad Nauheim: Bick - Sekesi, Glötzl, Schmidt, Reinig, Ketter, Bettahar - Hohmann, Tessier, Körner, Arniel, Aslin, Cabana, Reiter, Ratmann, Üffing, Leon Köhler, Cornett.

Stenogramm / Schiedsrichter: Kannengießer/Sicorschi. - Strafen: 4:8 Min. - Tore: 1:0 (8.) Neal (Kirsch, Koch / 5-4), 2:0 (25.) Della Rovere (Wruck, Maginot / 5-4), 2:1 (27.) Ketter (Hohmann, Körner), 3:1 (36.) Wruck (Della Rovere).

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