Eishockey

DEL2-Chef fordert eine Ausländerreduzierung

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(dpa). Eishockey-Zweitligachef René Rudorisch hat die Proficlubs in der Debatte um eine Reduzierung der Ausländerstellen aufgefordert, sich mehr mit dem deutschen Nachwuchs zu beschäftigen. Zudem sprach sich Rudorisch klar für weniger Ausländerlizenzen aus. "Ich glaube schon, dass es ein positives Zeichen wäre, wenn man kurzfristig reagieren könnte", sagte der Geschäftsführer der DEL2 im Interview des Fachmagazin "Eishockeynews" (Dienstag).

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) fordert eine Reduzierung der Ausländerstellen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Das Nationalteam soll langfristig gestärkt werden, indem mehr deutsche Spieler auf höchstem nationalen Niveau spielen. Viele DEL-Manager und Nationalspieler begrüßen den Vorstoß.

Allerdings gibt es auch Kritiker, die mit den angeblichen höheren Preisen für deutsche Spieler und negativen Folgen für die Zweitliga-Clubs argumentieren. Um mehr deutsche Profis in die erste Liga zu holen, würden sich ie Clubs demnach bei den besten deutschen Spielern aus der 2. Liga bedienen. "Aber ich finde das nicht schlimm", sagte Rudorisch. "Es ist wichtig, dass wir künftig den deutschen Spielern mehr Möglichkeiten bieten, sich besser zu platzieren und mehr Eiszeiten zu sammeln."

Den Standpunkt etwa von DEL-Aufsichtsratschef Jürgen Arnold (Ingolstadt), es gebe nicht genügend junge deutsche Spieler auf DEL-Niveau, wies Rudorisch entschieden zurück. "Ich bin mir manchmal nicht sicher, ob wir das Niveau, das wir im Nachwuchs in den einzelnen Spielern haben, auch wirklich erkennen. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir relativ wenig Scouting-Aktivitäten im eigenen Nachwuchs haben", sagte Rudorisch zudem.

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