Patrick Heckmann (l.) und seine Ulmer lassen den Skyliners Frankfurt um Joseph Steven Rahon keine Chance. FOTO: DPA
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Patrick Heckmann (l.) und seine Ulmer lassen den Skyliners Frankfurt um Joseph Steven Rahon keine Chance. FOTO: DPA

Ulm deklassiert schwache Frankfurter

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(dpa). Dem FC Bayern droht im Heim-Turnier um die deutsche Basketball-Meisterschaft ein frühes Aus. Im Viertelfinal-Hinspiel ließen sich die Münchner von den MHP Riesen Ludwigsburg eine Elf-Punkte-Führung aus der Hand nehmen und verloren am Mittwoch mit 83:87 (42:36). Diesen Rückstand muss der Titelverteidiger im Rückspiel am Freitag (16.30 Uhr) aufholen. Den Gastgebern des Meisterturniers reichten im Audi Dome 20 Punkte von Topscorer Danilo Barthel nicht zum Erfolg. Bei den formstarken Gästen erzielte Hans Brase die meisten Zähler (18).

Zuvor hatte ratiopharm Ulm ein deutliches 101:61 gegen die Fraport Skyliners aus Frankfurt zum fast sicheren Einzug ins Halbfinale gefeiert. Nach dem höchsten Sieg bei diesem Turnier ist das Rückspiel für die Baden-Württemberger, bei denen Dylan Osetkowski die meisten Punkte (18) sammelte, am Freitag nur noch Formsache. Die Skyliners um Topscorer Yorman Polas Bartolo (10 Punkte) waren dem Titel-Mitfavoriten klar unterlegen. Ulm zeigte einen famosen Start mit aggressiver Abwehr, cleveren Offensivaktionen und einem 36:15 schon nach dem ersten Viertel. Bei einer 46-Punkte-Führung im dritten Viertel war die Mannschaft von Coach Jaka Lakovic sogar drauf und dran, den BBL-Rekord von 63 Punkten Vorsprung zu attackieren. "Dass wir gegen eine Mannschaft, die sich über ihre Defensive definiert, so viele Punkte gemacht haben, spricht sicher dafür, zu was wir fähig sind", resümierte der Ulmer Per Günther. "Gratulation an Ulm", meinte Frankfurts Marco Völler, "die haben unseren Scheißtag sehr gut ausgenutzt."

FCB verspielt Vorsprung

Die Bayern standen nach der verpatzten Vorrunde mit zwei Niederlagen unter Druck und gingen aufgeladen in die Partie. Nach zweieinhalb Minuten zeigte Barthel nach einem Drei-Punkt-Spiel die Muskeln und brüllte Richtung Ersatzbank. Dass Ludwigsburg ein echter Gradmesser ist, zeigten die Gäste, als sie kurz danach ein 2:9 in ein 16:10 drehten. Bayern versuchte die Kontrolle zurückzugewinnen, die MHP Riesen drehten immer wieder mit ihren schnellen Spielmachern auf.

Anders als noch in den Spielen zuvor feuerte sich der Meister von der Ersatzbank an, allen voran Alex King peitschte das Team an. Zur Pause führte München mit sechs Punkten.

Bayern zog dann auf elf Zähler davon. Aber das Team von Headcoach John Patrick ließ sich nicht abhängen und drehte in der Schlussphase die Partie. Bayern patzte am Ende zu oft.

Frankfurt - Ulm 61:101: Frankfurt: Bartolo 10, Mcquaid 9, Vargas 9, Rahon 8, Völler 8, Masiulis 6, Robertson 6, Freudenberg 3, Kayser 2. - Ulm: Osetkowski 18, Günther 15, Goodwin 14, Schilling 13, Klepeisz 10, Willis 9, Obst 8, Harvey 5, Heckmann 5, Bretzel 2, Philipps 2.

München - Ludwigsburg 83:87: München: Barthel 20, Bray 12, Lo 11, Radosevic 11, Zipser 9, Lucic 7, Flaccadori 5, Lessort 4, Koponen 2, Sisko 2. - Ludwigsburg: Brase 18, Knight 17, Wimbush II 16, Smith 13, Weiler-Babb 7, Wohlfarth-Bottermann 7, Myers 6, Jacob Patrick 2, Jackson 1.

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