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Leon Kratzer (Mitte) - hier im Zweikampf gegen gleich zwei Spieler der Crailsheim Merlins - verdient sich ein Sonderlob aufseiten der Frankfurt Skyliners. FOTO: IMAGO/EIBNER

Defensives Meisterstück

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(tim). Bis zu diesem zehnten Spieltag waren die Crailsheim Merlins das offensivstärkste der Basketball-Bundesliga. 91,4 erzielte das Überraschungsteam der BBL im Durchschnitt und war gegen personell angeschlagene Frankfurt Skyliners am Samstag der klare Favorit. Doch die Hessen haben mit einem defensiven Meisterstück den Merlins offensiv den Zahn gezogen. Beim 76:68 (37:34)-Sieg war das "der Schlüssel", sagte Cheftrainer Sebastian Gleim, der sein Team hervorragend eingestellt hatte. Nur gegen Meister Bayern München erzielten die Crailsheimer noch weniger Punkte (63).

Das größte Kompliment kam vom gegnerischen Coach, Tuomas Ilsalo: "Wir hatten große Probleme in unserer Pick an Roll-Offense und in der Pick and Roll-Defense." Die beiden Dinge haben die Skyliners im Gegensatz dazu hervorragend gemacht. Und das obwohl Defensivspezialist Akeem Vargas (Wadenzerrung) und Shaquille Hines (Außenbandriss) fehlten. Dafür gab Point Guard Joe Rahon (fünf Punkte) sein Debüt und gab dem Spiel mehr Struktur, entlastete Topscorer Lamont Jones und hat auch hartnäckig verteidigt. Vor allem Center Leon Kratzer bekam ein Sonderlob von Gleim für die Verteidigung, wenn es darum ging, die großen Spieler am Blockstellen zu hindern sowie die kleinen Guards vor sich zu halten.

Und die Skyliners hatten in jeder Phase des Spiels jemanden, der sie offensiv getragen hat. Zu Beginn der Partie war das Lamont Jones (20 Punkte). Im dritten Viertel traf Richard Freudenberg drei Dreier in Folge und stellte seinen Karrierebestwert von 21 Zählern ein. Und im Schlussviertel war plötzlich Center Adam Waleskowski zur Stelle und erzielte zehn der zwölf letzten Skyliners-Punkte. Acht davon waren schnöde Korbleger, die er mit all seiner Erfahrung butterweich ins Netz legte. Es war die beste Zählerausbeute für den 37-Jährigen im Trikot der Hessen.

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