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Debakel verschlechtert Dortelweiler Lage massiv

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Entsetzen in den Reihen des SC Dortelweil: Nach einer durchgehend indiskutablen Vorstellung unterlag die bis dato auf Relegationsplatz zwölf rangierende Elf von SCD-Spielertrainer Markus Beierle, der gestern Nachmittag verletzungsbedingt passen musste, dem ebenfalls abstiegsgefährdeten Tabellennachbarn Viktoria/Preußen Frankfurt trotz Heimvorteils mit sage und schreibe 0:6 (0:2) und musste den Gegner in der Tabelle passieren lassen.

Ein spielerischer Offenbarungs-Eid, der für die Fußballer aus dem Bad Vilbeler Stadtteil gravierende Folgen haben dürfte, denn die SCD-Chancen auf den Klassenerhalt sind nach der mit Abstand schlechtesten Saisonleistung rapide gesunken. Kommentare seitens der Dortelweiler Klubführung zum desaströsen Kick der Mannschaft erübrigten sich: Alle Spieler präsentierten sich weit jenseits ihrer Normalform, konnten den hellwach wirkenden Gäste-Akteuren weder in der Abwehr, noch im Mittelfeld oder im Angriff irgend etwas Konstruktives entgegensetzen und durften am Ende gar froh sein, nicht noch mehr als ein halbes Dutzend Gegentreffer kassiert zu haben.

David Beljans Schuss aus 16 Metern, den Frankfurts Keeper Vrdoljak in der fünften Minute gekonnt parierte, war bis zur 77. Minute (Kopfball Hakan Kilic - Vrdoljak klärt) das einzige offensive Lebenszeichen der Platzherren. Dazwischen lagen furiose Preußen-Aktionen mit durchschlagender Wirkung: Kristijan Zubac besorgte nach Krishnathas‘ Flanke per Kopfball die frühe Gäste-Führung (11.), die Kotarac (18./Flanke Levy) auszubauen verstand.

Gab’s bereits zur Pause auf Dortelweiler Seite ausnahmslos lange Gesichter, so wurden diese später dann noch länger. Das Team von Preußen-Coach Paul Petrina ließ nämlich nicht locker und schenkte dem Wetterauer Gruppenligisten weiter tüchtig ein. Kristof Petrina verwandelte einen von Daniel Gutberlet an Mourad Massi verursachten Foulelfmeter um bereits vorentscheidenden 0:3 (48.) und stand vier Minuten später beim 0:4 goldrichtig (Flanke Kotarac). Kotarac selbst war in der 55. Minute der Nutznießer einer punktgenauen Petrina-Hereingabe (0:5), während der eingewechselte Kai Watanabe das einseitige Scheibenschießen in der 75. Minute mittels eines 25-Meter-Knallers ins linke Eck bereits eine Viertelstunde vor dem Abpfiff mit dem Treffer zum 0:6 beendete. Und damit war Dortelweil noch gut bedient, denn Frankfurts Stürmer Zubac ließ in der Schlussphase drei tolle Gelegenheiten ungenutzt verstreichen.

SC Dortelweil: Sascha Marscheck - Bunzel (46. Vogel) - Herch, Sven Marscheck - Tekle (46. Alexander Ghebrezghi), Gutberlet, Topal (46. Vogel), Bilen, Beljan - Hakan Kilic, Ljujic.

Viktoria/Preußen Frankfurt: Vrdoljak - Piva - Ahmed, Krishnathas - Japec, Petrina (68. Watanabe), Kotarac (69. Mujagic), Schmanke, Levy - Massi (60. Stoss), Zubac.

Tore: 0:1 (11.) Zubac, 0:2 (18.) Kotarac, 0:3 (48.) FE Petrina, 0:4 (52.) Petrina, 0:5 (55.) Kotarac, 0:6 (75.) Watanabe. - Schiedsrichter: Jan Kloka (Eddersheim). - Zuschauer: 200. Uwe Born

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