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Kein Durchkommen: Die Spieler der Frankfurt Universe (in lila) prallen oft nur an den Gegnern der Schwäbisch Hall Unicorns ab.

Debakel statt Revanche

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Universe-Cheftrainer Brian Caler wollte bei der Pressekonferenz nach der Partie nichts davon hören, dass der vor knapp 2800 Zuschauern gerade deutlich gewordene Klassenunterschied in dieser Saison nicht mehr aufzuholen sei. Mit 0:31 (0:17) unterlagen die Frankfurter dem deutschen Football-Meister Schwäbisch Hall Unicorns am Samstagabend. Von einem Duell auf Augenhöhe, wie es im Oktober 2018 noch das Finale um den German Bowl in Berlin gewesen war, konnte diesmal keine Rede sein. Die Dominanz des Spitzenreiters der Süd-Staffel schob der Amerikaner zu großen Teilen auf das Fehlen seines besten Verteidigers Fernando Lowery, der sich eine Woche zuvor beim Sieg in Ingolstadt verletzt hatte und vermutlich noch längere Zeit pausieren wird.

Zudem verpassten die "Men in Purple" einige Chancen, die sich ihnen zum Punkten boten, nur knapp. Wenn solche Möglichkeiten genutzt würden, so der Coach, "kann so ein Ding auch kippen". So oder so erschien ein Sieg nie in greifbarer Nähe. Der seit diesem Sommer beim Titelverteidiger engagierte Quarterback Jadrian Clark bewies mit langen Pässen und eigenen Tempoläufen seine besondere Qualität. Allen voran Receiver Tyler Rutenbeck ließ sich auch bestens in Szene setzen und machte drei Touchdowns perfekt. Den ersten vollendete der frühere Frankfurter Nathaniel Robitaille, während Kicker Tim Stadelmayr auch bei einem Field Goal das Ei sicher zwischen die Pfosten beförderte. Zudem überzeugte die Defensive der Unicorns. Die Gäste erzielten somit saisonübergreifend ihren 40. Sieg hintereinander - Rekord.

Die Verantwortlichen in Frankfurt hatten schon vor dem ersten Spiel davor gewarnt, dass man diesmal kleinere Brötchen wird backen müssen. Schließlich wurde nach der gerade überstandenen Insolvenz der Etat deutlich auf unter 800 000 Euro gesenkt. Die ersten vier Siege hatten schwer erkennen lassen, wo genau Universe steht. "Wir sind die Favoriten auf den zweiten Platz", sagte Geschäftsführer Alexander Korosek nun nach der ersten Niederlage. Mehr aber sicher nicht. Katja Sturm

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