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David Friedrich zeigt sein Können auch über der Lausitz

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Im 500 Kilometer entfernten Rothenburg bei Görlitz bewies der 18-jährige David Friedrich vom Aero Club Bad Nauheim einmal mehr sein Talent im Segelkunstflug und belegte in der sogenannten Einsteigerklasse den dritten Platz.

Im Segelkunstflug zählt die Präzision der geflogenen Figuren, die in einem wenige Minuten dauernden Programm aus einer Höhe von 1.000 Metern abgeflogenen Figuren, zu denen nicht nur der allgemein bekannte Looping oder eine Rolle gehören, sondern weitaus kompliziertere Manöver.

Diese sind in einem international gültigen Regelbuch definiert, dem Aresti-Figurenkatalog. Bewertet wird das Können von Wertungsrichtern am Boden, die jede noch so kleine Ungenauigkeit mit Punktabzug bestrafen. Das Prinzip erinnert also an andere Sportarten wie das Turmspringen, bei dem auch die Genauigkeit und Schönheit der Vorstellung wichtig sind.

David Friedrich, der im vergangenen Jahr bereits den dritten Platz im Bundes-Jugendvergleichsfliegen belegt hatte, musste beim »Lausitzpokal« drei Flüge absolvieren, zwei davon in der sogenannten »unbekannten« Disziplin, bei der erst kurz vor dem Start bekannt gegeben wird, welche Figuren in welcher Reihenfolge geflogen werden sollen. An allen drei Tagen erreichte er die vorderen Plätze im Teilnehmerfeld von 14 Piloten, und sicherte sich damit den dritten Rang in der Gesamtwertung.

Kunstflug betreibt Friedrich erst seit kurzem, dafür aber intensiv, unter Anleitung von Martina Kirchberg vom Aero Club Bad Nauheim, selbst erfahrene und erfolgreiche Kunstflug-Pilotin mit nationaler und internationaler Wettbewerbserfahrung. Eine Besonderheit beim Lausitz-Pokal in Rothenburg war das Startverfahren: Anstelle der Flugzeugschlepps wurde energiesparend mit einer Seilwinde auf einer Länge von 3 000 Metern gestartet. Nach dem Ausklinken wurden Höhen von über 1 000 Metern erreicht, so dass die Piloten direkt mit ihrem Programm starten konnten. Flugzeug-Schlepps hätten deutlich mehr Zeit und Sprit in Anspruch genommen. Wer die Schönheit des lautlosen Segel-Kunstfluges selbst hier in der Region erleben möchte, kann dies an diesem Wochenende beim »Tag der Offenen Tür« auf dem Flugplatz Ober-Mörlen tun. Auch Martina Kirchberg wird dort am Samstag und Sonntag ihr Programm vorführen.

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