+
Die Basketballer der Okarben Defenders um Trainer Sebastian Menzel (M.) warten bezüglich ihrer Ligazugehörigkeit noch auf eine Antwort.

Nach dem Saisonabbruch

Darum warten die Okarben Defenders noch auf den Ligaerhalt

  • schließen

Die Okarben Defenders hängen zwischen den Ligen. Als die Basketball-Saison abgebrochen wurde, stand der Bezirksligist auf einem Abstiegsplatz. Die zukünftige Liga ist aktuell noch völlig offen.

Das wäre schon ein harter Schlag", sagt Sebastian Menzel. Er ist Trainer des Basketball-Bezirksligisten TV Okarben. Am 12. März hat der Hessische Basketball-Verband (HBV) die Saison 2019/20 im Zuge der Coronavirus-Pandemie abgebrochen. Sein Team belegte zu diesem Zeitpunkt den vorletzten Tabellenplatz und wäre damit wieder dort angekommen, von wo aus man vor zwei Jahren einen steilen Aufstieg startete.

Zwischen 2016 und 2018 gelang den Okärber der Durchmarsch aus der Kreisliga bis in die Landesliga. Diese war allerdings eine Nummer zu groß, in der jüngst abgebrochenen Saison wollten sich Menzel und sein Team neu formieren. "Wir haben nach dem Abstieg viele Spieler verloren, sind holprig gestartet und hatten viele Personalprobleme", nennt Menzel die Gründe, warum die Okarben Defenders, wie sie im Spielbetrieb heißen, nach zwei Aufstiegen in Folge vor dem gleichen Kunststück rückwärts stehen.

Dabei kassierten sie nur eine Heimniederlage, und diese gegen Eintracht Frankfurt II auch nur mit einem Punkt. Sogar der unangefochtene Tabellenführer TV Hofheim wurde in heimischer Halle bezwungen.

Zwei Spiele wären in der abgebrochenen Saison der Bezirksliga Frankfurt noch zu spielen gewesen. Okarben war zwar als Rangneunter Vorletzter, doch drei weitere Mannschaften hatten ebenfalls erst 14 Punkte gesammelt. Auf Platz vier hatten die Defenders nur zwei Zähler Rückstand. Das obere Tabellendrittel war das Ziel, Und das wäre zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs auch durchaus noch möglich gewesen. "Dass die Liga so ausgeglichen ist, haben wir nicht erwartet", sagt Menzel rückblickend. Nun warten die Defenders auf ein Signal: Daumen hoch oder Daumen runter.

"Wir wissen nicht, wie die offizielle Regelung ist. Egal, welche Entscheidung nun getroffen wird, es wird immer Gewinner und Verlierer geben", sagt Menzel. Noch gibt es keine finale Entscheidung des Verbands, wie der Auf- und Abstieg geregelt wird. Sollte der HBV seinen Plan aber umsetzen, könnte in diesem Plot aus einem Tiefpunkt für die Okarben Defenders ein zumindest gefühlten Höhepunkt werden.

"Paragraph 18 der DBB-Spielordnung sagt: Bei nicht rechtzeitiger Beendigung des Spielbetriebs ist der Veranstalter berechtigt, seine Teilnehmer für die weiterführenden Wettbewerbe - in diesem Fall die Saison 2020/21 - zu benennen ", sagt der Butzbacher Michael Rüspeler, der seit 16 Jahren Präsident des HBV ist, gegenüber unserer Redaktion.

Der Plan: Absteiger sind die Mannschaften, "die zurückgezogen haben und die mit Wertungspunkten kleiner gleich null sind", erklärt Rüspeler. Aufsteigen dürfen soll jeweils der Tabellenführer und gegebenenfalls ein punktgleicher Zweitplatzierter einer Liga. Erst wenn dadurch mehr als zwölf Teams in einer Liga spielen würden, müsste die punktschlechteste Mannschaft absteigen. Demnach würde der TVO die Klasse halten.

Solange dies in der Schwebe ist, liegen die Planungen für die kommende Saison in Okarben auf Eis. "Mit den Spielern habe ich noch nicht darüber gesprochen, wie es weitergehen könnte", sagt Menzel. Auch eine Sitzung der Abteilung, bei der auch die zweite Mannschaft und die drei Nachwuchsteams Thema sind, ist unbestimmt verschoben.

Auch für die gesamte Abteilung wäre ein Verbleib in der Bezirksliga nicht unwichtig. Schließlich feiert die älteste durchgängig im Spielbetrieb aktive Basketball-Abteilung der Wetterau im Jahr 2021 ihren 50. Geburtstag. Einst unter Mitwirkung von Holger Geschwindner, dem persönlichen Coach von Basketball-Legende Dirk Nowitzki, gegründet, würde sich eine Feier als Bezirks- statt als Kreisligist doch deutlich besser moderieren lassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare