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Nejmeddin Daghfous wechselt von Zweitligst SV Sandhausen nach Offenbach in die Regionalliga.

Fußball

Daghfous wechselt zum OFC

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Auch im als sehr schnelllebig geltenden Profi-Fußball dauern Dinge ab und zu etwas länger. Im Fall Kickers Offenbach und Nejmeddin Daghfous waren es fast elf Jahre. Im August 2008 hatte der seinerzeit beim FSV Mainz 05 unter Vertrag stehende Offensivspieler schon mal kurz vor einem Wechsel zum OFC gestanden. Es gab Gespräche, jedoch keine Einigung. Am Mittwoch fand erneut ein Treffen statt - und diesmal klappte der Transfer. Daghfous unterschrieb einen Vertrag bis 2021 beim OFC. Er ist der 14. und vorerst letzte Zugang.

Daghfous, inzwischen 32 Jahre alt, ist für Offenbacher Verhältnisse ein echter Hochkaräter, brachte es seit 2007 für Mainz (ein Erstligaspiel), den SC Paderborn, den VfR Aalen, die Würzburger Kickers sowie zuletzt den SV Sandhausen auf 144 Einsätze in der 2. Bundesliga (sieben Tore, 16 Vorlagen). "Vor einem Jahr war noch nicht daran zu denken, so einen erfahrenen Zweitligaspieler zu holen", heißt es aus dem neuen OFC-Präsidium.

Am Mittwoch habe man sich das erste Mal getroffen, so Mehic. Nur einen Tag später war bereits alles fix. "Das sind die schönsten Transfers. Wir sind überrascht und froh, dass alles so schnell geklappt hat. Mit seiner Geschwindigkeit und Qualität hätte er noch zwei, drei Jahre höher spielen können", betont der Sportdirektor. Daghfous kann auf beiden Außenbahnen spielen (bevorzugt links), aber auch zentral hinter den Spitzen. OFC-Trainer Daniel Steuernagel freut sich sehr, "dass sich Daghfous für uns entschieden hat. Er wird unser Offensivspiel mit seiner Kreativität, Effektivität und großen Erfahrung beleben."

Die Vita des 1,80 Meter großen Angreifers würde noch mehr Zweit- und Drittliga-Einsätze umfassen, hätte er sich in seiner Karriere nicht zweimal das Kreuzband gerissen: im Januar 2015 und im August 2018. Für Sandhausen kam er daher nur in den letzten sechs Spielen der abgelaufenen Saison zum Einsatz, trug jedoch mit einem Treffer und zwei Vorlagen seinen Teil zum Ligaerhalt bei. Seinen bis 30. Juni 2019 gültigen Vertrag mit dem SV Sandhausen hätte per Option um eine Saison verlängert werden können. Warum also der Wechsel? "Das Rhein-Main Gebiet ist mein zweites Zuhause. Hier habe ich viele Freunde, hier fühle ich mich wohl. Ich habe in der 2. Liga gegen den OFC noch unter Jürgen Klopp gespielt." Das war am 9. März 2008 beim Mainzer 1:0-Heimsieg. Wenige Wochen später fragte der OFC erstmals an.

Heute Abend (18:30 Uhr) testet der OFC im Sportzentrum Martinsee in Heusenstamm gegen Zweitliga-Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden.

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