Crailsheim Merlins verzaubern

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(dpa) Bayern München? Na klar. Die EWE Baskets Oldenburg? Auch zu erwarten. Aber die Hakro Merlins Crailsheim? Nein, mit dem kleinen Club aus Baden-Württemberg hatte nach drei Spieltagen niemand in der Spitzengruppe der Basketball-Bundesliga gerechnet. Doch die "Zauberer" aus Crailsheim zählen zu dem Trio, das bislang alle drei Begegnungen gewonnen hat. Am Samstag feierte der Fast-Absteiger der Vorsaison einen 114:82-Kantersieg bei den Telekom Baskets Bonn und zeigte dabei phasenweise Basketball vom Feinsten.

"Es war ein unglaubliches Spiel von uns", sagte Crailsheims Trainer Tuomas Iisalo. "Der Fokus, die Energie und die Intensität war über 40 Minuten sehr gut, daher bin ich natürlich sehr zufrieden mit unserer Leistung", sagte der Finne. "Wir arbeiten in der Woche einfach sehr hart und das lohnt sich", sagte Crailsheims Sebastian Herrera, mit 26 Punkten bester Werfer seines Teams, bei Magentasport. Vor allem aus der Distanz trafen die Gäste hochprozentig. Am Ende fanden 21 Dreierversuche ihren Weg in den Korb. Nach Informationen der Basketball-Bundesliga der zweitbeste Wert von der Dreierlinie seit der Einführung der digitalen Datenbank 1998. Nur der FC Bayern traf 2015 noch zwei Distanzwürfe mehr, damals in Tübingen.

Für die Bonner war es dagegen die höchste Heimniederlage in ihrer Vereinsgeschichte. "Wir waren mental nicht auf der Höhe und haben nicht ansatzweise das gemacht, was wir machen möchten", sagte Bonns Trainer Thomas Päch entsetzt. "Zum Glück haben wir am Montag die Chance zu zeigen, dass wir besseren Basketball spielen können." Dann geht es für die Rheinländer allerdings nach München, wo bei den Bayern das Nachholspiel im BBL-Pokal-Achtelfinale ansteht. Der deutsche Meister stimmte sich mit einem ungefährdeten 75:62 gegen die Basketball Löwen Braunschweig auf diese Partie ein.

Die Gießen 46ers waren bereits am Freitagabend unterlegen. In der Sporthalle Ost kassierte die Mannschaft von Ingo Freyer eine Niederlage gegen die Hamburg Towers.

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