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Coach Thomas Brendel und sein FSV Frankfurt müssen warten. Nach einigen Corona-Fällen droht die Team-Quarantäne. KSS

Corona-Fälle beim FSV Frankfurt

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(fri). Es ist eine bizarre Situation für den FSV Frankfurt. Binnen acht Tagen standen für die Bornheimer drei Spitzenspiele in der Fußball-Regionalliga Südwest auf dem Programm - und alle fanden oder finden nicht statt. Waren die Absagen der Partien gegen Steinbach Haiger und in Offenbach noch dem Wetter geschuldet, so wütete nun das Coronavirus im Team und führte zum Ausfall des für heute angesetzten Duells mit der zweiten Mannschaft des SC Freiburg.

»Wir haben sechs Fälle«, konstatiert Trainer Thomas Brendel. Bei zwei weiteren aus dem Team stünde das endgültige Ergebnis noch aus. Immerhin: Die Schnelltests seien laut Brendel negativ ausgefallen. Bis einschließlich Sonntag sei nun der Trainingsbetrieb am Bornheimer Hang für alle negativ getesteten Akteure ausgesetzt. Individuelles Fithalten steht auf dem Programm, »die Spieler sind mit Plänen ausgestattet«. Am Montag würden die nächsten Testungen durchgeführt.

Bereits zu Beginn dieser Woche hatte sich beim FSV die Lage zugespitzt. Zwei Spieler hätten, so Brendel, über Symptome berichtet und seien positiv getestet worden. Bei einem weiteren, der nicht in Kontakt zur Mannschaft gestanden und auch über Symptome geklagt habe, sei ebenso das Virus festgestellt worden. »Wie anfangs vermutet, hat sich das in der Woche fortgesetzt«, sagt der 44-Jährige. Am Donnerstag, vor Beginn des Trainings, seien noch mal Testungen durchgeführt worden und noch drei Fälle hinzu gekommen. Alle positiv Getesteten befänden sich in häuslicher Quarantäne.

Bisher hat die Regionalliga Südwest GbR nur das Freiburg-Spiel des FSV abgesetzt. »Es kommt darauf an, was das Gesundheitsamt anordnet«, sagt Jonas Ochs, Referent Geschäftsführung bei der GbR, zum weiteren Prozedere. Bei dieser Ausgangslage könnte es durchaus möglich sein, dass das Gesundheitsamt Frankfurt eine 14-tägige Quarantäne für die Mannschaft und Trainer ausgibt, die bei folgenden negativen Tests auf zehn Tage reduziert würde.

Um wieder am Spielbetrieb teilzunehmen, bedarf es laut Ochs einer mehrtägigen Trainingsvorlaufzeit, die auch individuell gestaltbar sei. Somit dürften zumindest die Partie in Alzenau (13. Februar) und das bereits wieder angesetzte Nachholspiel gegen Steinbach Haiger (16. Februar) ebenso abgesetzt werden.

»Es ist absolut blöd für alle Beteiligten, und wir haben die Arschkarte«, übt Brendel leise Kritik. Den Plan der Regionalliga Südwest GbR, die extrem lange Saison mit stolzen 42 Spieltagen durchzuführen, nennt er grenzwertig, durch Spielabsagen entstehe eine »total verzerrte Liga«. Aber, das fügt er süffisant wie kämpferisch an: »Unterbrechungen sind wir gewohnt.« Und die Schwarz-Blauen gehen daraus mitunter sogar gestärkt hervor: Seit dem November-Lockdown haben sie 19 von 21 Punkten einkassiert und große Stabilität und Flexibilität gezeigt. Spitzenspiele zeichnen sich für den FSV Frankfurt also wieder ab. Fragt sich nur, wann.

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