Eine klare 81:106-Niederlage kassieren die Gießen 46ers gegen ratiopharm Ulm zum Bundesliga-Auftakt. Sein Debüt gibt dabei Aufbauspieler Jonthan Stark (l., rechts Brandon Bowman). FOTO: FRIEDRICH
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Eine klare 81:106-Niederlage kassieren die Gießen 46ers gegen ratiopharm Ulm zum Bundesliga-Auftakt. Sein Debüt gibt dabei Aufbauspieler Jonthan Stark (l., rechts Brandon Bowman). FOTO: FRIEDRICH

Chancenlose 46ers

  • vonred Redaktion
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(fd/tim). Den Start in die Saison hatten sich die Verantwortlichen bei den Gießen 46ers anders vorgestellt: Wegen der Corona-Quarantäne des Teams mussten die ersten beiden Spiele verschoben werden. Und nun, gegen ratiopharm Ulm in der leeren Sporthalle-Ost, haben die 46res nach einer katastrophalen ersten Halbzeit den Saisonauftakt in der Basketball-Bundesliga klar mit 81:106 gegen ratiopharm Ulm verloren.

Halbwegs freie Dreier fielen nicht, der Gegner schenkte beängstigende 60 Punkte ein. "Als wir die ersten Wechsel gemacht haben, haben wir den Rhythmus dann gänzlich verloren und zu viele Turnovers produziert", resümierte Gießenes Trainer Ingo Freyer. Tatsächlich waren es 12 Ballverluste im ersten Durchgang, nach 40 Minuten standen 17 in den Büchern. Am Ende - nach einer besseren Leistung in der zweiten Hälfte - waren es trotzdem 25 Punkte Differenz.

Dass auch in der Verteidigung noch zu viele Lücken im Spiel der Gießen 46ers waren, davon zeugten die Trefferquoten von Ulm: Allein knapp 45 Prozent ihrer Dreier trafen die Gäste.

Bei desn Gästen war einmal mehr Dylan Osetkowski schwer zu stoppen: Er legte 21 Punkte auf, gab zudem 5 Assists. "Wir wussten, dass Gießen nach zwei Wochen Quarantäne in einer schwierigen Situation war. Doch wir haben das Spiel von Anfang an so gespielt, wie wir es spielen wollten", erklärte Ulms Trainer Jaka Lakovic nach dem Spiel. Unter den Körben hielt Brandon Bowman dagegen: Er lieferte den 46ers 17 Punkte und 5 Rebounds. Auch Brandon Thomas knüpfte in der Offensive mit 17 Punkten an bessere Zeiten an.

Tatsächlich lief es dann auch runder für die Gießen 46ers: "In der zweiten Hälfte sah das Ganze etwas besser aus, als wir sowohl in Offensive als auch in Defense teilweise mehr Selbstvertrauen gefunden haben. Darauf kann man dann aufbauen. Ich möchte das alles ungern auf die Quarantäne-Zeit schieben, sondern auf die sichtbaren Statistiken", sagte Freyer.

Frankfurt nicht konkurrenzfähig

Schon vor dem Saisonstart war klar, dass es für die Skyliners enorm schwer werden würde. Erst Meister Berlin, dann Branchenprimus Bayern München und am Samstag ging es gegen Oldenburg zu einem weiteren Top-Team der Basketball-Bundesliga. Doch dass die Skyliners gegen keinen der Gegner auch nur in die Nähe gekommen sind, um die Spiele ansatzweise knapp zu halten, zeigt, dass die Hessen momentan nicht konkurrenzfähig sind. In Oldenburg zogen die Skyliners mit 69:87 den Kürzeren.

Das hat vielfältige Gründe. Erstens ist der Kader durch die wirtschaftlichen Sparmaßnahmen nicht stark genug. Zweitens kämpft der Klub mit Verletzungsproblemen. Zudem fehlt seit zwei Wochen Spielmacher Emmanuel Lecomte wegen muskulärer Probleme.

Drittens hat die knapp einwöchige Quarantäne wegen vermeintlich positiver Corona-Fälle die Hessen in ihrem Entwicklungsprozess zurückgeworfen. Viertens, und das ist viel gravierender, scheint es auch interne Störungen zu geben. "Man muss klar sagen, dass einige nicht verstanden haben, was das Wort Team bedeutet", sagte Cheftrainer Sebastian Gleim.

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