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Carnevale doppelt und spät in Unterzahl

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(dbf/mw) Als Sean McMonagle 125 Sekunden vor dem Ende eine Strafzeit erhielt, hatten die Lausitzer Füchse beim Stand von 0:0 den Sieg in der Deutschen Eishockey-Liga 2 gegen den EC Bad Nauheim vor Augen. Doch es kam anders. Binnen 79 Sekunden traf Teufel-Top-Torjäger Taylor Carnevale doppelt und führte damit sein Team zum wichtigen 2:0 (0:0, 0:0, 2:0)-Sieg im direkten Duell mit dem Tabellennachbarn um den achten Rang.

Bad Nauheim bleibt damit auf dem letzten Playoff-Platz, distanzierte die Füchse auf vier Punkte und blieb zum ersten Mal in dieser Saison ohne Gegentor.

Neben den längerfristig fehlenden Chris Heid und Dennis Reimer mussten am Sonntag auch die Bad Nauheimer Daniel Ketter und Michael Dorr wegen Unterkörperverletzungen passen, so dass Frank Carnevale lediglich fünf etatmäßige Verteidiger zur Verfügung standen. Dan Ringwald übernahm neben seinem Part mit Alexander Baum zumeist auch die Position im dritten Verteidigerpärchen. In der Offensive wechselten sich Sven Schlicht und Tim May im dritten Block ab. Mitgenommen hatte Carnevale die Junioren Pantic und Spröttel, die jedoch keine Eiszeit erhielten.

Garant des Sieges war neben Doppelpacker Taylor Carnevale auch Thomas Ower. Der Torhüter hatte am Freitag gegen Landshut pausiert und präsentierte sich bestens erholt. Weil auch Dustin Strahlmeier einen sehr guten Tag erwischte, blieb die zunächst schwache, später aber an Fahrt deutlich aufnehmende Partie lange torlos.

Im ersten Drittel hatten beide Teams kaum gute Möglichkeiten, die Torhüter wurden selten geprüft. Bei einer 2:1-Situation mit Lange und Pinizzotto vergab Bad Nauheim die beste Möglichkeit, Strahlmeier parierte.

Nach der ersten Pause wurde die Partie intensiver und temporeicher. Vor 1854 Zuschauern gab es auf beiden Seiten große Möglichkeiten, doch die beiden Torleute waren stets auf dem Posten. Eine 3:1-Situation spielten die Roten Teufel schlecht aus, später blieb der von Carnevale abgefeuerte Puck auf der Linie liegen – Götz kratzte ihn im letzten Moment runter. Der Füchse-Stürmer hatte wiederum die beste Chance für sein Team, doch Ower blieb fehlerfrei.

Auch das letzte Drittel war gekennzeichnet von guten Situationen auf beiden Seiten. Letztlich hatte der EC den längeren Atem und fuhr einen etwas glücklichen, aber verdienten Erfolg in der Lausitz ein. Als McMonagle in der Kühlbox saß, waren Beca und Ringwald gegen einen Füchse-Verteidiger unterwegs. Strahlmeier hielt nach Becas Querpass den ersten Versuch von Ringwald, gegen den Nachschuss des heranstürmenden Carnevale hatte er keine Chance mehr – 0:1 (59.

). Weißwasser setzte alles auf eine Karte, nahm den Torhüter vom Eis – und fing sich das 0:2 ein. Ringwald erkämpfte sich an der Bande die Scheibe, und Carnevale traf aus dem eigenen Verteidigungsdrittel zum Endstand.

Bad Nauheim hat es damit erneut geschafft, den achten Platz zu verteidigen.

Lausitzer Füchse: Strahlmeier – Pozivil, Pyka, Klenner, Schmidt, Wartenberg, Bartick – Pierro-Zabotel, King, Kjärgaard, Fischer, Lehnigk, Götz, Boon, Pinter, Mieszkowski.

EC Bad Nauheim: Ower – Baum, Ringwald, McMonagle, Götz, Pietsch – Strauch, Lange, Pinizzotto, Helms, Carnevale, Beca, May, Lavallee, Oppolzer, Schlicht.

Steno: Tore: 0:1 (59.) Carnevale (Beca, Ringwald – 4-5), 0:2 (60.) Carnevale (Beca – 4-5). – Schiedsrichter: Andreas Aumüller. – Strafminuten: Weißwasser 2, Bad Nauheim 6. – Zuschauer: 1854.

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