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Der BMW M6 GT3 (vorne) von Schnabl Engineering fährt bei tückischen Bedingungen auf der Nordschleife auf Rang fünf.

Motorsport

Butzbacher Rennstall gewinnt fast Nordschleifen-Lotterie

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Der Butzbacher Rennstall Schnabl Engineering hat beim sechsten Lauf zur VLN Langstrecken-Meisterschaft Nürburgring das beste Saisonergebnis erzielt. Es war allerdings mehr drin.

(pm). Die Formkurve geht weiter nach oben: Schnabl Engineering hat beim sechsten Lauf zur VLN Langstrecken-Meisterschaft Nürburgring auf der legendären Nordschleife sein bisher bestes Saisonergebnis erzielt. Das Einsatzteam von Falken Motorsports brachte beim 42. RCM DMV Grenzlandrennen erstmals in diesem Jahr beide Fahrzeuge in die Top fünf. Klaus Bachler und Martin Ragginger steuerten den Porsche 911 GT3 R auf Position vier ins Ziel, Peter Dumbreck und Alexandre Imperatori beschlossen die Vierstundendistanz auf Rang fünf. Es ist der größte Teamerfolg des Rennstalls aus Butzbach seit dem VLN-Doppelsieg vor genau einem Jahr.

"Das Gesamtergebnis ist sicherlich erfreulich", sagt Teamchef Sven Schnabl. "In diesem Jahr fehlt uns allerdings noch die ganz große Nummer - ein Laufsieg. Dennoch: Wir haben auch dieses Mal wieder einige Lektionen gelernt und waren vor allem auf Regenreifen sehr schnell unterwegs." Typisches Eifelwetter hatte es den Piloten beim sechsten VLN-Lauf des Jahres von Anfang an schwer gemacht: Bei Temperaturen um zehn Grad Celsius, Regen und nasser Fahrbahn erreichten Bachler/Ragginger im Qualifying mit 9:26,429 Minuten den siebten Startplatz unter insgesamt 153 Teilnehmern. Dumbreck/Ragginger im Falken-Schwesterauto hingegen erwischten keine optimale Runde und mussten sich mit 9:51,617 Minuten und Position zwölf zufriedengeben. Im Rennen spielte das Wetter ebenfalls eine Hauptrolle: Auf Regen folgte eine abtrocknende und schließlich sogar trockene Strecke, ehe es erneut nass wurde. "Der Schlüssel war hier, zu jeder Zeit die richtigen Reifen auf den Autos zu haben", erklärte Schnabl. "Im Prinzip war es eine klassische Wetterlotterie."

Sowohl der BMW als auch der Porsche arbeiteten sich im Verlauf des vierstündigen Rennens Position um Position nach vorne, um sich nach Rennhälfte in der Spitzengruppe festzusetzen. "Speziell im Regen war unser Speed hervorragend", sagte Schnabl. "Klaus Bachler fuhr zwischenzeitlich die schnellsten Runden im gesamten Feld." Die tückischen Bedingungen ließen das Einsatzteam von Falken Motorsports aber nicht mit komplett weißer Weste durchkommen:

Ein Boxenstopp-Problem beim Porsche sowie ein etwas zu früh angesetzter Reifenwechsel für Slicks beim BMW kosteten wertvolle Sekunden und unterm Strich einen Podestplatz. Bachler/Ragginger wurden 4:39 Minuten hinter dem siegreichen Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon auf Rang vier abgewinkt, Dumbreck/Imperatori weitere 1:24 Minuten zurück auf Platz fünf. "Ein Podestplatz wäre eine schöne Belohnung für die harte Arbeit der gesamten Mannschaft gewesen, aber angesichts der instabilen Wetterlage können wir zufrieden sein", meint Schnabl.

Im Endspurt der Rennsaison 2019 geht es für Schnabl Engineering im Auftrag von Falken Motorsports bereits am 28. September auf der Nürburgring-Nordschleife weiter - mit dem 59. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen, dem siebten VLN-Lauf des Jahres.

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