Burg-Kicker verpassen das Viertelfinale nur knapp

(mw) Das Burggymnasium in Friedberg gehört mit seiner Fußball-Mannschaft zu den zehn besten Schulen in Deutschland.

Dies ergab das Finale des Abi-Soccer-Cups 2008/09, für das sich die besten Teams aus 21 Turnieren in der gesamten Bundesrepublik qualifiziert hatten. Ursprünglich waren 504 Teams am Start, die sich allesamt aus Oberstufenschülern zusammenstellten. In Dortmund durften 24 Mannschaften um den Titel spielen. Dass es für die Friedberger nicht zu einer besseren Platzierung reichte, dafür machte Trainer Thorsten Brennemann die vom Schiedsrichter nicht angekündigte sogenannte "persönliche Nachspielzeit" verantwortlich.

Gespielt wurde beim Abi-Soccer-Cup auf drei Hallenfeldern mit Bande, die in einen Netzkäfig eingeschlossen waren. Der An- und Abpfiff bei zweimal 7,5 Minuten Spielzeit erfolgte jeweils zentral.

In der dritten Gruppenpartie wähnten sich die Burg-Kicker nach dem Ertönen der Sirene beim Stand von 3:3 gegen den Titelverteidiger aus Stuttgart im Viertelfinale, sollte doch ein Remis reichen. Der Schiedsrichter sah jedoch eine persönliche Nachspielzeit vor, die er vorher nicht angekündigt hatte. Die Friedberger Schüler rissen die Arme hoch - und postwendend schlug der Ball in die untere Torecke zum 3:4 ein.

In der folgenden Nachspielzeit gab es keine größeren Aktionen mehr, so dass die Burg-Kicker nach dem 6:3 gegen Mettingen und einem hart umkämpften 2:1 gegen Kirchheim nur viertbester Zweiter wurden - aber nur die besten beiden Zweiten aus den sechs Gruppen stießen ins Viertelfinale vor. "Das ist sehr schade, aber letztlich dürfen wir das letzte Spiel bei einer 3:1-Führung und der Gewissheit, mit einem Remis im Viertelfinale zu sein, nicht mehr aus der Hand geben", meinte Brennemann, der somit nicht ganz zufrieden war. "Wenn man mehr erreichen will, muss man seine Bestleistung abrufen", sagte der Lehrer, der als Senioren-Trainer den VfB Friedberg in die Spitzengruppe der Kreisoberliga geführt hat.

Dennoch ist das Abschneiden der Burg-Kicker aller Ehren wert, musste man doch gegen starke Teams antreten. Diese boten teilweise Spieler auf, die in der Junioren-Bundesliga zu Hause sind. Und genau auf einen Mann diesen Kalibers musste Brennemann in Dortmund verzichten, Andre Thomas aus den B-Junioren des FSV Mainz bekam für dieses Turnier kein Einverständnis von seinem Trainer. Noch in der Vorrunde in Wallau hatte Thomas zum souveränen Endrundeneinzug beigetragen, im Finale hatte Bad König beim 5:1 keine Chance.

Für Thomas spielte in Dortmund Max Bauer von der SG Rodheim, der somit "unterklassigster" Spieler im Burg-Kader war. Weiterhin liefen folgende Spieler auf: Björn Bosland (FCO Fauerbach); Martin Taugner (SV Nieder-Wöllstadt), Marco See (Türk Gücü Friedberg), Jannik Müller (SV Nieder-Weisel), Sebastian Becker, Selcuk Tiras (beide A-Junioren VfB Friedberg), Manuel Viehmann (A-Junioren FV Bad Vilbel), Mike Vetter (A-Junioren JSG Karben).

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