Auf dem Weg in die Gruppenliga: Pasqualino Balenzano ist mit vier Treffern aus 13 Spielen zweitbester Torschütze der FSG Burg-Gräfenrode. FOTO: CHUC
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Auf dem Weg in die Gruppenliga: Pasqualino Balenzano ist mit vier Treffern aus 13 Spielen zweitbester Torschütze der FSG Burg-Gräfenrode. FOTO: CHUC

Fußball

FSG Burg-Gräfenrode: Von der B- in die Gruppenliga durchmarschiert

  • vonThomas Brannekämper
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Aus der Kreisliga B in die Fußball-Gruppenliga - binnen drei Jahren. Die FSG Burg-Gräfenrode ist durchmarschiert. Für die Saison 20/21 stehen schon 14 Neuzugänge fest.

Das Motto "Wir sind Roggau" scheint die Kicker der FSG Burg-Gräfenrode zu beflügeln. Der dritte Aufstieg in Folge kann im Karbener Stadtteil bejubelt werden. Was keiner vor Rundenbeginn für möglich gehalten hat, ist nach Beendigung des Ligaspielbetriebes durch die Verbandsentscheidung Realität geworden. Durch die Quotientenregelung haben die Karbener Stadtteilkicker nicht nur den FC Ober-Rosbach in der Kreisoberliga Friedberg vom Relegationsplatz verdrängt, sondern auch den Vergleich mit den Kreisoberligsten FC Tempo Frankfurt (Frankfurt) und Teutonia Köppern (Hochtuanus) für sich entschieden. Somit geht die FSG Burg-Gräfenrode in der neuen Saison als achter Wetterauer Verein in der Gruppenliga Frankfurt West an den Start.

"Sicher hat dieser Aufstieg ein gewisses Geschmäckle" weiß der FSG-Vorsitzende Florian Fünffinger die Situation realistisch zu bewerten. "Es ist schon eine besondere Situation, mit nur 13 Saisonspielen aufzusteigen; gerade im Hinblick auf die Vereine im Kreis Frankfurt und Hochtaunus, die letztlich viel mehr Spiele als wir ausgetragen haben. Doch wenn diese Entscheidung durch den Verbandstag gefällt wird: Warum sollen wir uns dann dagegen wehren und unseren Spielern erklären, dass wir das Abenteuer Gruppenliga nicht wahrnehmen? Leider gibt es bei dieser Konstellation nicht nur Gewinner. Doch zu diesen dürfen wir uns zweifellos zählen".

Mit Geschlossenheit und einem Knipser

Zu Rundenbeginn war die Zielsetzung unter dem neuen Trainer Torsten Hertz jedoch eine ganz andere. Eine Platzierung im gesicherten Mittelfeld wurde angepeilt. Nach den ersten Spieltagen mit einem Sieg gegen die hoch gehandelte Hessenliga-Reserve von Türk Gücü Friedberg, einem Unentschieden gegen den FV Bad Vilbel II und einer Niederlage beim späteren Aufsteiger SV Steinfurth schien diese Richtung zu stimmen. Doch weitere acht Siege, eine Auswärtsniederlage in Ober-Rosbach und ein Unentschieden bei den "Blauen" in Wöllstadt hatten zur Folge, dass die Hertz-Truppe ab dem sechsten Spieltag kontinuierlich Platz drei inne hatte. Die Philosophie von Trainer Torsten Hertz, basierend auf einer gestärkten Abwehr das Spiel aufzubauen, trug Früchte. Der Kader der "Roggauer" zeigte große mannschaftliche Geschlossenheit sowie großen Ehrgeiz. Und mit Niklas Arheidt, Neuzugang aus Bad Vilbel (acht Treffern), hatte man in vorderster Front einen Knipser.

Um das Abenteuer Gruppenliga, wie es "Flo" Fünffinger ausdrückt, mit der gebotenen Seriosität anzugehen, sind auf Seiten der FSG noch einige Baustellen zu schließen.

Trainer Torsten Hertz geht in sein zweites Jahr auf der Kommandobrücke, bis jetzt darf er zum Trainingsstart stattliche 14 Neuzugänge begrüßen, darunter mit Marcus Vancura, Cagdas Karagöz und Stefan Ljujic namhafte Verstärkungen aus Dortelweil. Das Dortelweiler Trio wird durch Allen Gabro komplettiert. Aus Ober-Rosbach stößt Tim Hohn zur FSG, vom FC Büdesheim kommt Marcel Vavacek, und vom SV Gronau schließt sich mit Maurice Gruchot ein Torwart dem Kader der FSG an. Vom Nachbarverein FSV Kloppenheim wechseln Kevin Demuth und Ufug Bakanhan zur FSG. Tim Wex, Jan Schülke, Mika Sommer, Jan-Phillip Meisinger und Joel Felix (alles A-Junioren) komplettieren die Liste der Neuzugänge. Demgegenüber stehen bis dato nur zwei Abgänge mit Patrick Wüst (Nieder-Wöllstadt) und Joshua Bell (Dortelweil).

"Wir müssen uns auf etliche englische Wochen einstellen, auch wenn noch keiner vorhersagen kann, wann und wie die neue Spielrunde startet. Wir brauchen einen breiten Kader, und es gilt, unsere Reserve ebenfalls wieder auf ein höheres Niveau zu heben, um in der C-Liga eine sehr gute Rolle zu spielen. Die Schere zwischen beiden Mannschaften darf nicht zu groß werden", ist sich Fünffinger der Schwere der neuen Aufgaben bewusst.

"Die Spieler werden sich nach den Erfolgen in den letzten Jahren auch wieder an Niederlagen gewöhnen müssen. Wir sind klarer Außenseiter in einer neuen, reizvollen Umgebung. Dennoch wollen wir auch in der Gruppenliga überraschen. Wir freuen uns schon heute auf die Derby’s gegen die anderen Wetterauer Vereine, besonders natürlich auf den Vergleich mit unserem Nachbarn FC Karben" wagt Fünffinger einen abschließenden Ausblick in die Zukunft.

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