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Natela Dzalamidze vom TC Bad Vilbel holt im Doppel mit Bianca Turati am Ende den entscheidenden Punkt zum 5:4-Heimsieg über Grün-Weiß Luitpoldpark München.

Tennis-Bundesliga der Damen

Bundesliga-Damen des TC Bad Vilbel erkämpfen sich Sieg in Herzschlagfinale

  • Philipp Keßler
    VonPhilipp Keßler
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Zweiter Sieg im dritten Spiel: Die Damen des TC Bad Vilbel haben sich in der Tennis-Bundesliga einen Heimerfolg über Aufsteiger Grün-Weiß Luitpoldpark München erkämpft - auch wenn das Spiel lange auf der Kippe stand.

Es dürfte ein ganzer Steinbruch gewesen sein, der den Verantwortlichen des Tennis-Bundesligisten TC Bad Vilbel nach dem 5:4-Sieg über Aufsteiger Grün-Weiß Luitpoldpark München am Samstagabend vom Herzen gefallen ist. Die Damen aus dem Süden der Wetterau haben trotz widrigster Umstände den zweiten Sieg im dritten Spiel der Saison eingefahren.

Etliche Verletzungen, dazu einige Turniereinsätze und dann noch das kurzfristige, krankheitsbedingte Fehlen von Jessica Pieri sowie die geplatzte Hoffnung auf einen Einsatz der Niederländerin Richel Hogenkamp ließen Sportdirektor Marcello Craca keine Wahl: Mit Antonia Lottner musste er an Position drei eine verletzte Spielerin aufbieten, die Einzel und Doppel abschenkte.

TC Bad Vilbel: Der vierte Punkt will im Einzel einfach nicht kommen

»Wir wussten also, dass es sehr eng wird, wenn wir mit 0:2 starten«, sagte Craca. »Aber die Mädels haben sich voll reingehängt, Einsatz und Leidenschaft gezeigt und hatten am Ende auch das Quäntchen Glück, ohne dass es in solchen Situationen nicht geht. Sie sind am Ende dafür belohnt worden, dass sie als Team zusammengerückt sind.«

Dabei liefen die Einzel nicht ganz wie geplant: Zwar fegte Lara Arruabarrena, die in Wimbledon im Einzel noch an der Qualifikation und im Doppel in der ersten Runde gescheitert war, ihre Gegnerin ohne Punktverlust vom Platz, doch für die weiteren Punkte musste hart gekämpft werden: Bianca Turati rang ihre Kontrahentin trotz Problemen beim Aufschlag nach verlorenem ersten Satz im Champions-Tie-Break nieder und auch Jasmine Paolini, am Dienstag noch gegen die Darmstädterin Andrea Petkovic in der ersten Runde von Wimbledon ausgeschieden, geriet nach klarem ersten Satz noch einmal in Bedrängnis, fing sich aber im Champions-Tie-Break wieder.

Für den erhofften vierten Einzelpunkte reichte es aber nicht: Doppelspezialistin Natela Dzalamidze kämpfte mit Schulterproblemen und unterlag im entscheidenden Durchgang ihrer Kontrahentin ebenso wie Vivian Wolff, die damit weiter auf ihren ersten Bundesliga-Sieg im Einzel wartet.

Jaaaa! Jasmine Paolini und der TC Bad Vilbel holen sich den zweiten Sieg im dritten Saisonspiel.

TC Bad Vilbel: Nervenstärke im Doppel bewiesen

Doch die Doppeltaktik von Craca ging im Anschluss voll auf: Paolini/Arruabarrena hatten keine Mühe, während Turati/Dzalamidze gegen das vermeintlich schwächste Doppel der Münchner - Lottner/Wolff waren an zweiter Position gesetzt - zwar den ersten Satz verloren, sich aber zurückkämpften und im Champions-Tie-Break aus einem 2:6-Rückstand noch einen 10:6-Sieg machten - die Entscheidung.

»Dieser Sieg ist extrem wichtig in unserer Situation, denn es gibt sicher noch stärkere Mannschaften in der Liga«, sagte Craca am Tag danach. »Ohne die Genehmigung zur Einreise unserer Wimbledon-Spielerinnen wäre das nicht möglich gewesen. Das war der entscheidende Faktor. Nun geht der Kampf weiter, denn ich weiß heute absolut noch nicht, wie wir nächsten Samstag spielen werden.«

Im Stenogramm / Einzel: Jasmine Paolini - Martina Caregaro 6:1, 2:6, 10:7; Lara Arruabarrena - Sarah-Rebecca Sekulic 6:0, 6:0; Antonia Lottner - Dia Evtimova (Aufgabe Lottner), Bianca Turati - Verena Meliss 3:6, 7:5, 10:6; Natela Dzalamidze - Marion Viertler 7:5, 6:7, 5:10; Vivian Wolff - Eva-Marie Voracek 2:6, 6:4, 6:10. - Doppel: Paolini/Arruabarrena - Caregaro/Evtimova 6:0, 6:2; Lottner/Wolff - Sekulic/Meliss (Nichtantritt Lottner/Wolff); Turati/Dzalamidze - Viertler/Voracek 4:6, 6:3, 10:6.

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