John Bryant (l.) läuft ab sofort wieder im Trikot der Gießen 46ers auf. FOTO: IMAGO
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John Bryant (l.) läuft ab sofort wieder im Trikot der Gießen 46ers auf. FOTO: IMAGO

Bryant kehrt zurück

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(gae). Michael Koch und Stephan Dehler sind gefordert. Die beiden Geschäftsführer der Gießen 46ers müssen dieser Tage die personellen Weichen für den Klub stellen, der in der Basketball-Bundesliga um den Klassenerhalt kämpft und am Samstag als Rangvorletzter beim Schlusslicht in Vechta gastiert. Mit der gestern vollzogenen Rückkehr von John Bryant nach Gießen ist ihnen schon einmal ein Transferhammer gelungen.

Bryants gut dotierter Vertrag endete bei den 46ers nach der vergangenen Saison 2019/20. Er spielte in den Zukunftsplanungen von Gießens Ex-Trainer Ingo Freyer keine Rolle mehr. Die drei Jahre zuvor war er dagegen eine Art Lebensversicherung für den mittelhessischen Klub.

Der Deutsch-Amerikaner hoffte, nach dem Sommer einen neuen Arbeitgeber in der Bundesliga zu bekommen. Daraus wurde aber nichts. So schloss er sich Pro A-Ligist Baskets Paderborn an, bei dem er sich zuvor körperlich fit gehalten hatte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei den Baskets stabilisierte sich die Leistung von Bryant. Aktuell legt er im Schnitt pro Spiel 16,4 Punkte und 8,9 Rebounds auf.

Der Kontakt zu Gießen brach aber nie ab. Ob Physio Lukas Lai oder Teambetreuer Sören Beck - sie standen im Austausch mit Bryant, der bei seinen Besuchen im Sommer in Gießen auch das eine oder andere angebotene Training von Rolf Scholz für "Daheimgebliebene" absolvierte.

Da nun am vergangenen Freitag Brettspieler Johannes Richter um Vertragsauflösung bat und die 46ers-Führung dem Wunsch entsprach, klaffte ein Loch im Kader, das mit einem deutschen Big Man gefüllt werden sollte. "Natürlich haben wir gleich Kontakt mit John aufgenommen", sagt Koch. Aber auch der 33-Jährige selbst habe immer mit einer Rückkehr geliebäugelt. So entsteht nun mit dem Vollzug für beide Parteien eine Win-Win-Situation. Wie außerdem zu vernehmen war, sei Bryant dem Klub in finanzieller Hinsicht erheblich entgegengekommen, sodass die Bedingungen für die 46ers zu stemmen sind.

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