Für Stefan Schneider (l.) ist es bereits die zwölfte Saison mit dem SV Bruchenbrücken. Er wünscht sich am Ende der Runde eine Platzierung zwischen Rang fünf und acht.
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Für Stefan Schneider (l.) ist es bereits die zwölfte Saison mit dem SV Bruchenbrücken. Er wünscht sich am Ende der Runde eine Platzierung zwischen Rang fünf und acht.

Saisonvorschau

SV Bruchenbrücken stellt sich für neue Saison breiter auf

Der SV Bruchenbrücken steht nach der Coronavirus-Pause gut da: Der Kader ist breiter aufgestellt, die Qualität gesteigert. Dennoch sind die Friedberger Vorstädter es in Sachen Ziele zurückhaltend.

Der SV Bruchenbrücken will auch in der Corona-Saison wieder was reißen - allerdings nicht wie im Vorjahr bei einigen Spielern das Kreuzband, sondern mit jugendlichem Elan und erfahrenen "Oldies" in der Kreisoberliga Friedberg. Das Verletzungspech der vergangenen Runde war bitter, die Neuzugänge sollen nun eventuelle Ausfälle kompensieren können, besonders im Sturm hat man sich verstärkt. Und wenn es wieder auf eine souveräne Runde im vorderen Mittelfeld hinausläuft, dann wäre man in Bruchenbrücken insgesamt sehr zufrieden.

SV Bruchenbrücken: Sieben Neue und keine Abgänge

Was hat sich getan? Sieben neue Spieler haben sich dem Verein angeschlossen, Abgänge hat man keine - das spricht für eine klare Qualitäts- und Quantitätssteigerung. Die Zugänge zeigen indes ein sehr unterschiedliches Bild auf: Da wäre etwa Stürmer Niklas Roskoni, vergangene Saison mit acht Toren für Ligakonkurrent TSG Ober-Wöllstadt. Im Angriff unterstützt ihn mit Ümit Karpuz, der von Türk Gücü Friedberg kommt, ein weiterer Neuer. Weiter hat man sich mit Jonas Lösche auf der Keeper-Position verstärkt sowie mit Robert Cue nun auch einen Torwart-Trainer in seinen Reihen. Mit Ion Lupei kommt zudem ein Mann für die Innenverteidigung, während Jeremy Cue und Jonas Heller das Team im Mittelfeld verstärken sollen. Es ist ein bunter, im Alter verschiedener Mix, denn "es haben sich auch jüngere Spieler aus unseren Reihen verbessert und einen guten Sprung gemacht", sagt SVB-Pressewart Reiner Schmidt. Bei einer solchen Breite wird Coach Stefan Schneider fast schon die "Qual der Wahl" haben - vorausgesetzt, alle Akteure bleiben fit.

Wie läuft die Vorbereitung? Gut - zumindest gemäß der Testspielergebnisse. Drei Siege aus vier Spielen gab’s bislang, einer davon gegen Gruppenligist Germania Dörnigheim. Das ist schon mal was, sagt aber bekanntermaßen noch nicht allzu viel aus. Denn die Vorbereitung läuft wie bei allen Klubs auch in Bruchenbrücken erst so richtig seit drei Wochen, im Training kann man mit knapp 30 Spielern agieren. Die Einheiten gestaltete Coach Schneider zu Anfang recht lauffreudig, inzwischen geht es mehr und mehr an die Spielformen. Neben den körperlichen Attributen gilt es auch, eine altersmäßig gemischte Truppe zusammenzuführen. Etwas überraschend: Auch auf ältere Akteure wie Stürmer Tobias Vogeler wird man bauen können - Schmidt bezeichnete den schon zu Bezirksoberliga-Zeiten in Bruchenbrücken aktiven und im letzten Jahr zurückgekehrten Spieler gar als "Glücksgriff".

SV Bruchenbrücken: Entspannte Zielsetzung

Wie lautet die Zielsetzung? Der Kader hat sich nicht verschlechtert - im Gegenteil, er wurde ergänzt - warum sollte man pessimistisch in die neue Runde gehen? Als konkretes Ziel gibt man Platz fünf bis acht aus, wird es nicht ganz Platz acht ist das nach Coach Stefan Schneider "auch okay". Man weiß um die hoffentlich kompensierten Schwächen und um die Stärken der Elf und will weiter am Kicken Spaß haben und sich nicht den ganz großen Druck machen. Der bereits im Winter gefasste Entschluss, sich für die kommende Saison breiter aufzustellen, wurde in die Tat umgesetzt.

Das sagt der Trainer: "Es gilt in der neuen Saison kons-tanter zu spielen und weniger wechseln zu müssen. Wenn wir eine eingespielte Truppe haben und konstant bleiben, ist Platz fünf bis acht gut möglich. Für den Aufstieg kommen meiner Meinung nach vor allem der SV Nieder-Weisel und der FC Ober-Rosbach infrage, die Liga ist aber bunt gemischt und es kann meiner Meinung nach auch Überraschungen geben."

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