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Hat gut lachen: Thomas Brendel bleibt Regionalligist FSV Frankfurt als Sportlicher Leiter erhalten. Seinen Trainerposten legt er allerdings zum Saisonende nieder.

Brendel bleibt FSV Frankfurt erhalten

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(fri). Das, was sich in den vergangenen Tagen abgezeichnet hatte, ist nun perfekt: Thomas Brendel bleibt dem FSV Frankfurt als Sportlicher Leiter erhalten. Wer künftig den Fußball-Regionalligisten trainiert, ist indes noch ungewiss. Brendel wird - wie bereits berichtet - nach Ablauf dieser Spielzeit nicht mehr das Team coachen und sich somit auf seine Aufgabe als Sportchef konzentrieren, die er seit Juli 2018 ausführt.

Keine Laufzeit vereinbart

»Wir haben keine Laufzeit vereinbart«, betonte FSV-Präsident Michael Görner. Jedes Jahr werde man sich zusammensetzen und entscheiden, ob die Zusammenarbeit verlängert wird. Nach sportlicher Misere samt Beurlaubung von Alexander Conrad hatte Brendel im April 2019 auch das Traineramt übernommen.

Laut eigenen Angaben haben Brendel Anfragen von anderen Klubs, auch aus der dritten Liga, vorgelegen für die Position des Sportlichen Leiters. Doch den Weg der neuen Herausforderung wird er nicht gehen, denn: »Der FSV Frankfurt nimmt einen großen Stellenwert für mich ein und ist für mich, nicht nur wegen der handelnden Personen, eine Herzensangelegenheit«, sagte der 44-Jährige und stellte heraus: »Mit viel Engagement möchte ich mich auf meine zukünftigen Aufgaben konzentrieren und bin mir sicher, meinen Beitrag für eine positive sportliche als auch wirtschaftliche Entwicklung zu leisten.«

Es passt dazu ins Bild, dass der Klub vom Johanna-Tesch-Platz am Montag auch den Abgang von Luca Bazzoli verkündete. Der 20-Jährige steht beispielhaft für gelungene Nachwuchsförderung und bringt dem FSV für seine Verhältnisse nun recht viel Geld ein. Bazzoli wechselt zum VfB Stuttgart und wird mit der U 21-Mannschaft der Schwaben in der kommenden Regionalliga-Runde wieder auf den FSV treffen. »Ich hatte mehrere Angebote, aber beim VfB hatte ich das beste Gefühl«, begründete Bazzoli diesen Schritt.

Da der versierte Defensivakteur beim FSV noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 hatte, ist eine Ablösesumme fällig. Über die Höhe machte Görner keine Angaben, eine Summe im hohen fünfstelligen re-spektive niedrigen sechsstelligen Bereich ist aber realistisch. Bazzoli avancierte in dieser Saison zu einem Leistungsträger, stand bei 31 Meisterschaftsspielen 28-mal in der Startformation und erzielte zwei Tore. In der vorigen Saison hatte Bazzoli, der aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum stammt, »nur« 14 Einsätze verbuchen können. »Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat er eine sensationelle Entwicklung genommen«, meint Brendel.

Entwicklung zeigt nach oben

Mit diesem Transfer hat der Fußballsportverein freilich mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Jetzt gilt es, die Trainerfrage schnell zu lösen, um gezielt am Kader zu feilen. »Wir sind in Gesprächen mit Kandidaten«, meinte Görner dazu.

Seitdem Brendel am Bornheimer Hang in verantwortlicher Position arbeitet, hatte sich der FSV Frankfurt zunächst stabilisiert und entwickelte sich dann spürbar weiter. 2018/19 erreichte der FSV den zwölften Rang, in der Corona-Abbruch-Runde 2019/20 ebenfalls und zudem das Endspiel des Hessenpokals (0:1 gegen den TSV Steinbach Haiger). In dieser Saison zeigte das Team teils überragende Leistungen, erklomm phasenweise die Tabellenspitze, ehe Corona-Infektionen samt Quarantäne die Bornheimer stoppten und das Abrutschen auf den sechsten Platz folgte.

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