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VfB bremst den Titelfavoriten

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(hei/mw/sto/svs) Erste Niederlage für den SV Steinfurth in der Kreisoberliga Friedberg. Die Mannschaft von André Micelotta blieb zum zweiten Mal in Folge sieglos und verlor beim VfB Friedberg mit 3:4. Der VfB hat damit zur Spitzengruppe aufgeschlossen.

Im Topspiel trennten sich der Türk. SV Bad Nauheim und der FC Ober-Rosbach 1:1 (der FCO damit als einziges Team ohne Niederlage), sodass der TuS Rockenberg nach dem 7:1 in Assenheim punktgleich mit Tabellenführer Steinfurth ist. Den ersten Punkt holte die FSG Burg-Gräfenrode beim 3:3 gegen Nieder-Weisel, eine 3:0-Führung reichte jedoch nicht zum Premierensieg nach dem Aufstieg.

Türken nutzen Chancenplus nicht

Türk. SV Bad Nauheim – FC Ober-Rosbach 1:1 (1:0): In einem insgesamt temporeichen Spiel gingen die Platzherren in der 17. Minute in Führung, als Selahattin Deliktas per Kopf auf Flanke von Akbulut einnetzte. Die ebenfalls überzeugenden Rosbacher kamen zum Ausgleich, als Sezgin Karpuz nach einem Abpraller zur Stelle war (64.). Insgesamt erarbeiteten sich die Türken in Person von Akbulut und Can ein Chancenplus.

Türk. SV Bad Nauheim: Cirak, Taitschinov, Turan, Appel, Akbulut, Deliktas, Tosunoglu, Altun, Can, Hodovic, Firat Bayrak, Hassani. – FC Ober-Rosbach: Patzwald, Yalcin, Davy, Schusterschitz, Sangl, Schütz, Mert, Chasebi, Karpuz, Üstündag, Pamuk, Armbrüster, Yilmaz, Bauer. – Tore: 1:0 (17.) Deliktas, 1:1 (64.) Karpuz. – Schiedsrichter: Martin Koch (Waldgirmes).

Familie Fiedler und Aniol im Mittelpunkt

VfB Friedberg – SV Steinfurth 4:3 (1:1): Die favorisierten Gäste vermochten dem Spiel nicht wie erwartet ihren Stempel aufzudrücken und enttäuschten insgesamt, so dass der VfB nach einem Missverständnis in der SV-Defensive durch den starken Oliver Aniol, der von Daniel Fiedler in Szene gesetzt wurde, in Führung gehen konnte (38.). Danach kam der erste Aussetzer des sonst so starken VfB-Torhüters Denis Fiedler, der den Ball nicht wegschlug, sondern mehr oder weniger Marcel Müller anschoss, der keine Mühe hatte, zum 1:1 zu vollenden (41.). Auch an den weiteren Steinfurther Treffern war der Keeper der Kreisstädter beteiligt. Zunächst sprang ihm der Ball bei einem Rückpass weg, und Maxi Esposito schob zum 1:2 ein (48.

). Nach dem 2:2 per Foulelfmeter durch Daniel Fiedler nach Foul von Herbert an Aniol (60.), war es der Bruder des Torschützen, der Esposito von den Beinen holte: Dominik Reichardt verwandelte den fälligen Strafstoß ebenfalls souverän (70.). Mit einer fast schon genialen Einzelleistung, bei der er vier gegnerische Spieler ausschaltete, um dann Laboy zu überlupfen, sorgte Aniol für das 3:3 (78.), ehe Daniel Fiedler nach zwei Steinfurther Chancen im Anschluss an einen Kögler-Freistoß mit einem abgefälschten Schuss die Familienehre und dem VfB drei unter dem Strich verdiente Punkte rettete (88.).

VfB Friedberg: Denis Fiedler, Krank, Becker, Maouche, Schäfer, Clement, Fedler, Daniel Fiedler, Aniol, Kögler, Haase, Nesgen. – SV Steinfurth: Laboy, Herbert, Stachelroth, Schaupp, Reinmüller, Esposito, Landvogt, Marcel Müller, Reichardt, Buttgereit, Walter, Beutnagel. – Tore: 1:0 (38.) Aniol, 1:1 (41.) Müller, 1:2 (48.) Esposito, 2:2 (60./FE) Daniel Fiedler, 2:3 (70./FE), 3:3 (78.) Aniol, 4:3 (88.) Daniel Fiedler. – Schiedsrichter: Eugen Nickel (Hanau).

Erik Kemens Doppelpack sichert Dreier

VfB Petterweil – FC Hessen Massenheim 3:1 (0:0): Die Gäste beschränkten sich weitgehend auf – über Timo Hofmann eingeleitete – Konter, spielten dennoch lange Zeit gut mit. Dennoch erarbeiteten sich die Petterweiler ein deutliches Chancenplus; so vergaben im ersten Durchgang Klatt, Kemen und Schmidt teilweise mehrfach. Direkt nach dem Wiederanpfiff machte Erik Kemen mit Köpfchen aus kurzer Distanz das 1:0, Campagna hatte die maßgenaue Flanke geliefert. In die VfB-Druckphase sorgte Jannik Jung auf Pass von Hofmann mit einem Schuss gegen die Laufrichtung des Keepers für das 1:1 (53.). Petterweil bestimmte danach weiter das Spiel und hatte viele Einschussgelegenheiten (so traf Rosini per Kopfball den Pfosten/55.); es dauerte jedoch bis zur 80. Minute, bis Jaroslaw Siembab flach ins kurze Eck traf – 2:1. In der Nachspielzeit verpasste Reitzammer das 2:2, bevor auf Pass von Wittmann Kemen per Drehschuss aus fünf Metern das erlösende 3:1 markierte.

VfB Petterweil: Puth, Klatt, Rosini, Wittig, Wittmann, Goek, Kemen, Campagna, Schmidt, Vaz Lorenzo, Voss, El Maimouni, Siembab. – FC Hessen Massenheim: Scholz, Till Baum, Kratz, Netopil, Braun, Christian Schmutzler, Hohmann, Niklas Baum, Jung, Hofmann, Philipp Schmutzler, Kühn, Reitzammer, Höchst. – Tore: 1:0 (46.) Kemen, 1:1 (53.) Jung, 2:1 (80.) Siembab, 3:1 (90.+4) Kemen. – Schiedsrichterin: Susanne Mürell (Obertshausen).

SVB sichert zu acht einen Punkt

SV Staden – SV Bruchenbrücken 1:1 (0:0): Bruchenbrücken nahm das Heft in die Hand und kam zu diversen Gelegenheiten. So traf Till Macker, der den Keeper schon ausgespielt hatte, den Pfosten und nicht das leere Tor (54.). Besser machte er es in der 73. Minute, als er einen indirekten Freistoß aus acht Metern zum 0:1 in die Maschen setzte. Diese Entscheidung war nur eine von mehreren unglücklichen des insgesamt nicht überzeugenden Unparteiischen Ercan Basaran (Frankfurt), der in der Schlussphase mit Marcel Izzi, Henry Schmidt und Anthony Dukes gleich drei Gäste-Akteure mit Gelb-Rot des Feldes verwies. Im Anschluss an Schmidts Handspiel im Strafraum konnte Sascha Bingel so dem SV Staden mit dem verwandelten Strafstoß wenigstens noch einen verdienten Zähler sichern (87.).

SV Staden: Sürer, Salomon, Dielmann, Pierre May, Martin Hetmanczyk, Dombrowsky, Schütz, Scheibner, Bingel, Knoke, Wagner, Weber, Wirsing. – SV Bruchenbrücken: Mehnert, Izzi, Dukes, Füller, Farnung, Macker, Mück, Adams, Krätschmer, Michel, Ess, Schmidt, Kästle. – Tore: 0:1 (73.) Macker, 1:1 (87./HE) Bingel. – Gelb-Rot: Izzi (86.), Schmidt (87.), Dukes (90.). – Schiedsrichter: Ercan Basaran (Frankfurt).

Mit Braasch kommt die Wende

FSG Burg-Gräfenrode – SV Nieder-Weisel 3:3 (3:0) : Die Gastgeber bestimmten den ersten Durchgang, führten durch zwei Tore von Spielertrainer Florian Fünffinger (12./34.) und einem Treffer von Sven Meisinger (43.) mit 3:0. Als Sebastian Volp die Gäste per Strafstoß (FSG-Keeper Christoph Werlich hatte gefoult) herangebracht hatte, beflügelte die Einwechslung von Marcel Braasch (zu Beginn der Partie noch beruflich verhindert) das Spiel des Gruppenliga-Absteigers. Den Roggauern wollte nun nichts mehr gelingen, Nieder-Weisel gewann die entscheidenden Zweikämpfe und fand zurück ins Spiel. Lukas Börner verkürzte nach gut einer Stunde auf 2:3, und letztlich erzielte Braasch (70.) den unterm Strich auch verdienten Ausgleich für Nieder-Weisel, das in der Schlussphase gar noch hätte gewinnen können.

FSG Burg-Gräfenrode: Werlich, Thorn, Fünffinger, Schneider, Nuber, Löffler, Siebert, Schnierle, Oppelt, Klotz, Meisinger, Dänner, Kasch. - SV Nieder-Weisel: Maas, Nockemann, Heinz, Göbel, Schwarz, Werner, Börner, Kette, Weigel, Antmansky, Wittig, Volp, Braasch, Wolf. – Tore: 1:0 (12.) Fünffinger, 2:0 (34.) Fünffinger, 3:0 (43.) Meisinger, 3:1 (51.) FE Volp, 3:2 (58.) Börner, 3:3 (70.) Braasch. – Schiedsrichter: Simon Rahner.

Assenheimer Heimdebakel

SV Assenheim – TuS Rockenberg 1:7 (0:4): Von Beginn an bot Rockenberg eine runde Mannschaftsleistung, konnte bereits zur Halbzeit vier Tore verbuchen. Jan Thielmann traf bereits nach drei Minuten, bevor er in der neunten Minute Jakob Bittner bediente und dieser zum 2:0 einnetzen konnte. Das 3:0 für die Gäste erzielte erneut Bittner, der einen Foulelfmeter verwandelte, nachdem Marius Wetz gefoult worden war. Drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Marius Wetz auf 4:0 für den TuS. Nach dem Wiederanpfiff gelang den Assenheimern in der 49. Minute der Anschlusstreffer durch Spielertrainer Alexander Thomas, der per Flachschuss traf. Dieser Treffer sollte aber der einzige Torerfolg bleiben, denn nur vier Minuten später setzte Rockenberg den Torreigen fort und erneut Jan Thielmann (aus 16 Metern unter die Latte), Jakob Bittner (76.

direkter Freistoß aus 22 Meter unterkante Latte) und nochmals Thielmann (81. lupft den Ball nach einem Solo über SV-Keeper Reisch) markierten den Endstand.

SV Assenheim: Reisch, Rosini, Seuss, Stranczyk, Musa, Raczkowski, Kipphan, Meyer, Seefeld, Neugebauer, Thomas, Struck, Kraft. – TuS Rockenberg: Marvin Benk, Miller, Ramon Benk, Gross, Herbert, Dobner, Hantschel, Thielmann, Bittner, Wetz, Wettner, Decher, Raab. – Tore: 0:1 (3.). Thielmann, 0:2 (9.) Bittner, FE 0:3 (13.) Bittner, 0:4 (42.) Wetz, 1:4 (49.) Thomas, 1:5 (53.) Thielmann, 1:6 (76.) Bittner, 1:7 (81.) Thielmann. – Schiedsrichter : Volker Höpp.

Entscheidung binnen neun Minuten

FC Nieder-Florstadt – VfR Ilbenstadt 5:2 (1:1): In der ersten Hälfte war die Partie noch recht ausgeglichen. Zuerst gingen die Gäste in der 22. Minute durch Konac in Führung, bevor Niko Luft vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff nach einer Direktabnahme den Ausgleich erzielen konnte. Nach dem Wiederanpfiff machten die Gastgeber dann binnen neun Minuten alles klar und zogen auf 4:1 davon. Zweimal Alexander Ruf (51./60., einmal aus elf Metern und einmal völlig unbedrängt) sowie Manuel Deppner, der aus 16 Metern flach ins kurze Eck traf, waren die Torschützen. In der 75. Minute kam Ilbenstadt nochmals durch Altug Rüzgar auf 4:2 heran, als er das Leder im spitzen Winkel unhaltbar ins lange Eck versenkte. Den 5:2-Endstand markierte Alex Ruf in der 89. Minute per Foulelfmeter, nachdem Tizian Silberzahn von Altug Rüzgar gefoult worden war. Rüzgar sah dafür die Ampelkarte.

FC Nieder-Florstadt: Belzer, Kern, Österreich, Möller, Huber, Hartmann, Luft, Deppner, Höller, Hausner, Ruf, Weber, John, Silberzahn. – VfR Ilbenstadt: Celikkanat, Karaduman, Dallwitz, Haliti, Kell, Benkhofer, Cue, Duric, Konac, Altuncicek, Rüzgar, Celik, Yigin. – Tore: 0:1 (22.) Konac, 1:1 (41.) Luft, 2:1 (51.) Ruf, 3:1 (58.) Deppner, 4:1 (60.) Ruf, 4:2 (75.) Rüzgar, FE 5:2 (89.) Ruf. – Schiedsrichter: Sebastian Betz. – Gelb-Rot : Rüzgar (89./Ilbenstadt).

Schwach mit starkem Ergebnis

Traiser FC – KSV Klein-Karben II 2:1 (0:1): In diesem Duell aus dem unteren Tabellendrittel boten die Traiser nach Ansicht ihres Pressesprechers Arnold Muck einer ihrer schwächsten Leistungen der letzten Jahre. Der Gast war nicht nur die aktivere Mannschaft, sondern besaß auch deutlich mehr Chancen. Die Möglichkeiten von Christian Scheel mit einem Pfostenschuss (21.), Fabian Lotz, der einen Freistoß an die Latte setzte (24.), und Stefan Wörner waren das einzig Nennenswerte für Trais vor der Pause. In diesen starken Minuten meisterte Torwart Sascha Block einen KSV-Strafstoß von Sascha Parafinczyt. Machtlos war er hingegen in der 40. Minute. Der mit einem schönen Pass in die Gasse eingesetzte Parafinczyt vollendete zum 0:1. Nach dem Seitenwechsel besaß Klein-Karben weiterhin gute Möglichkeiten. So vergaben Selcuk Cifci und Parasinczyt. Auch konnte der Gast einen Abpraller nicht im leeren Torgehäuse unterbringen (80.). Fünf Minuten später lag dagegen das Leder im KSV-Gehäuse. Der von Christian Staab getretene Freistoßball ging an Feind und Freund vorbei und landete im langen Toreck. Wenig später setzte der Gästespieler Felix Linzbach einen Kopfball an das Traiser Alu. Im Gegenzug nutzte Fabian Lotz die Vorarbeit von Joshua Ohlemutz zum 2:1-Sieg-Treffer der Hoppe-Elf.

Traiser FC: Block, Edlich, Bell, Lauber, Grossmann, Ohlemutz, Wießner, Scheel, Lotz, Staab, Halberg, Wörner. – KSV Klein-Kar-ben II: Kubera, Pierce, Linzbach, Courtial, Parafinczyt, Burkert, Bayram, Sert, Cifci, Jelko, Rühl, Bierbach, Pfahl, Ogbasilase. – Tor: 0:1 (40.) Parafinczyt, 1:1 (85.) Staab, 2:1 (88.) Lotz. – Schiedsrichter: Alexander Müller (Borsdorf).

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