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Boris Ackers im Interview: »Schade, wie es gelaufen ist«

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(mw) Boris Ackers kehrt zurück - zumindest für ein paar Stunden. Der 28-jährige Eishockey-Torwart gastiert mit dem EHC Dortmund am Freitag ab 19.30 Uhr bei seinem Ex-Klub EC Bad Nauheim im Colonel-Knight-Stadion. In dem Oberliga-Punktspiel treffen die Dortmunder damit auf ihren virtuell ärgsten Verfolger, denn ohne die Punktabzüge wären die Roten Teufel auf dem zweiten Platz im Klassement. Ackers steht dabei auch Markus Keller gegenüber, der im vergangenen Jahr die Verletzung des ehemaligen Frankfurters genutzt hatte und in der Endphase der Saison Ackers zum »Bankwärmer« werden ließ. Vor dem Spitzenspiel in der West-Gruppe der Oberliga hat sich WZ-Sportredakteur Michael Wiener mit Boris Ackers unterhalten.

Boris Ackers, im Sommer musste sich der EC Bad Nauheim zwischen zwei für die Oberliga sehr guten Torhütern entscheiden, Sie oder Markus Keller. Die Verantwortlichen wollten Keller halten, Ihr Abgang war damit besiegelt. Mit welchen Gefühlen und Erinnerungen denken Sie heute an diese Situation zurück?

Boris Ackers: Die Sache ist vergessen. Das ist das Geschäft, ein Kommen und Gehen. Aber es ist schade, wie es gelaufen ist. Ganz sauber war das nicht. Jetzt habe ich eben einen neuen Arbeitgeber.

Wie ist Ihr Verhältnis zu Markus Keller, der Sie quasi aus dem Bad Nauheimer Tor verdrängt hat?

Ackers: Wir sind immer noch befreundet und schreiben uns ab und zu. Alles ganz normal.

Bei ihrem neuen Verein in Dortmund läuft es aktuell fast optimal, die Mannschaft steht mit großem Vorsprung an der Spitze. Was sind die Gründe für diese Entwicklung?

Ackers: Wir sind top vorbereitet in die Saison gegangen und haben einen Trainer, der uns optimal auf jede Partie einstellt. Außerdem sind wir sehr diszipliniert.

Mit 1,58 Gegentoren pro 60 Minuten haben Sie bislang einen sehr guten Wert als Torhüter verbuchen können.

Ackers: Natürlich freue ich mich, dass die Statistik stimmt, ich mich wohl fühle in Dortmund und meinen Teil zu unserem Erfolg beigetragen habe. Aber diese Zahlen sind nicht nur alleine mein Verdienst. Die gute Defensive fängt bei jedem Stürmer an, auch sie müssen nach hinten arbeiten.

Steht Dortmund auch am Ende der Saison ganz oben?

Ackers: Die Spitzenposition aktuell ist eine Momentaufnahme. Klar ist unser Ziel der erste Platz und damit der Aufstieg. Aber wir müssen uns jeden Sieg hart erarbeiten.

Die Dortmunder honorieren die bislang fast tadellosen Leistungen noch nicht wie gewünscht. Der Zuschauerschnitt bei Heimspielen liegt bei 570.

Ackers: 800 Meter weiter steht ein großer gelber Palast, in dem alle zwei Wochen 80 000 Menschen den Fußballern des BVB zujubeln. Da ist es schwer, eine Fanbasis aufzubauen. Wir sind aber stolz auf die Fans, die uns unterstützen. Egal, wie viele das sind.

Was erwartet die Fans am Freitag in Bad Nauheim?

Ackers: Es ist das Topspiel, und es wird sehr eng zugehen. Es wäre schön, wenn wir punkten.

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