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Die Wetzlarer Stefan Cavor (l.) und Olle Forsell Schefvert (r.) vereint gegen Melsungens Domagoj Pavlovic. FOTO: IMAGO

Blitzstart nicht vergoldet

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(pie). Was für ein Hessen-Derby! In einem packenden Bundesliga-Spiel musste sich die HSG Wetzlar bei der MT Melsungen mit 26:28 (14:13) geschlagen geben. "Am Ende hat vor allem die Kraft gefehlt und wir haben ab der 45. Minute viele technische Fehler gemacht", lautete die Schnell-Analyse von HSG-Trainer Kai Wandschneider kurz nach Spielende bei "Sky".

Vor allem die ersten Halbzeit war eine der Torhüter, die sich offensichtlich zum Privat-Duell verabredet hatten. Die erste Viertelstunde gehörte Till Klimpke, der maßgeblich dazu beitrug, dass die HSG in der 15. Minute durch Olle Forsell Schefvert mit 10:4 (15.) in Führung ging.

Die Fehler der Gastgeber wurden rigoros bestraft, deshalb sah sich der neue MT-Coach Gudmundur Gudmundsson bereits nach zwölf Minuten gezwungen, seinen Spielern in einer Auszeit die Köpfe zu waschen. Nun kam Wetzlar ins Straucheln und MT-Keeper Nebojsa Simic ins Rollen. Die HSG tat sich zunehmend schwer, Lösungen zu erarbeiten, dennoch blieb der Spielstand lange ausgeglichen.

Erst nach dem 21:21 von Sidorovic (48.) schlug das Pendel in Richtung Melsungen aus, auch weil die Kraft bei der HSG nachließ. Der an diesem Abend überragende Kai Häfner traf 55 Sekunden vor Schluss mit seinem neunten Tor zum entscheidenden 28:25.

MT Melsungen: Sjöstrand, Simic; Maric (3), Kühn (2), Lemke, Reichmann (2), Ignatow, Kunkel (2), Mikkelsen (1/1), Schneider (1), Allendorf (2), Sidorowicz (3), Häfner (9), Salger, Pavlovic (3).

HSG Wetzlar: Klimpke, Ivanisevic; Feld (1), Björnsen (5), Mirkulovski (1), Torbrügge, Weissgerber, Frend Öfors (3), Holst (5/5), Forsell Schefvert (2), Rubin (4), Lindskog (2), Kristjansson (2), Cavor (1).

Im Stenogramm / SR: Hartmann/Schneider (Magdeburg/Irxleben). - Z: 4300. - Zeitstrafen: 2:4 Min. - Siebenmeter: 2/1:5/5.

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