Blaues Wunder am Gründonnerstag

  • Uwe Born
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Böse Überraschung für die Fußballer des SKV Beienheim: Anstatt sich mit einem fest eingeplanten Sieg über den FC Oberstedten in Richtung sicheres Tabellenmittelfeld zu orientieren, erlebte der heimische Gruppenligist am Gründonnerstag sein blaues Wunder und rutschte angesichts der 1:5 (1:2)-Heimpleite gegen den Taunusrivalen wieder in die abstiegsgefährdete Zone. "Ein merkwürdige Partie", meinte Beienheims Trainer Karl-Heinz Stete unmittelbar nach dem Abpfiff. "Wir waren optisch überlegen, haben vor allem in der zweiten Halbzeit volles Risiko gespielt, aber Oberstedten macht aus einer handvoll Offensivaktionen fünf Tore", sagte Stete.

Böse Überraschung für die Fußballer des SKV Beienheim: Anstatt sich mit einem fest eingeplanten Sieg über den FC Oberstedten in Richtung sicheres Tabellenmittelfeld zu orientieren, erlebte der heimische Gruppenligist am Gründonnerstag sein blaues Wunder und rutschte angesichts der 1:5 (1:2)-Heimpleite gegen den Taunusrivalen wieder in die abstiegsgefährdete Zone. "Ein merkwürdige Partie", meinte Beienheims Trainer Karl-Heinz Stete unmittelbar nach dem Abpfiff. "Wir waren optisch überlegen, haben vor allem in der zweiten Halbzeit volles Risiko gespielt, aber Oberstedten macht aus einer handvoll Offensivaktionen fünf Tore", sagte Stete.

Sein Statement in allen Ehren, doch das, was die Beienheimer Abteilung Attacke den etwa 100 Zuschauern bot, hatte mit Gruppenliga-Niveau nichts zu tun. Man agierte viel zu umständlich, erzeugte vor Oberstedtens Keeper Michael Schmidt nur selten Gefahr und verzettelte sich nahezu durchgehend in unproduktive Einzelaktionen. Nur einmal, in der zwölften Minute, klappte alles nach Wunsch: Advan Cakiqis langen Ball vollendete Jeton Visoka mit einem fulminanten Schrägschuss.

Es war der Ausgleich, denn Oberstedten hatte gleich mit dem ersten Angriff durch André Masarski vorgelegt. Und auch kurz vor der Pause, in der 42. Minute, präsentierten sich die Gäste hellwach: Daniel Wolfs Schuss von der Strafraumkante, den FC-Spielmacher Nouri Jeghan mit schönem Querpass ermöglichte, schlug hinter SKV-Torwart Michael Eckhardt zum 1:2 ein.

Bogenlampe aus 50 Metern

Ab den zweiten 45 Minuten erhöhte Beienheim zwar den Druck, doch Zählbares wollte partout nicht herausspringen. Bezeichnend, dass der eingewechselte Yannick Wolf zwei tolle Gelegenheiten (58./66.) kläglich vergab. "Das war der Knackpunkt", ärgerte sich Stete über Wolfs Abschlussschwäche, "wäre uns in dieser Phase der Ausgleich gelungen, hätte die Partie womöglich einen anderen Verlauf genommen." Die Oberstedtener Antwort folgte prompt und stürzte die Beienheimer mit drei Treffern in sieben Minuten in ein Tal der Tränen: Zunächst traf Jeghan mit einer 50-Meter-Bogenlampe (!) und einem wuchtigen 16-Meter-Freistoß zweimal ins Schwarze (75./77), ehe Daniel Wolf vier Minuten später eine Masarski-Auflage aus halblinker Position zum 1:5-Endstand verwertete.

SKV Beienheim: Eckhardt – Eder, Pllana, Dominik Friede (52. Serge Mouzong), Pircek (61. Florian Mazllomaj) – Cakiqi (46. Yannick Wolf), Daniel Friede, Visoka, Marco Mouzong – Kamara, Bilkenroth.

FC Oberstedten: Schmidt – Isovski, Noori, Temur, Rünzi – Pijanovic, Eichsteller (79. Rollow) – Basdar (68. Warnecke), Masarski, Jeghan – Daniel Wolf.

Im Stenogramm: Tore: 0:1 (2.) Masarski, 1:1 (12.) Visoka, 1:2 (42.) Daniel Wolf, 1:3 (75.) Jeghan, 1:4 (77.) Jeghan, 1:5 (81.) Daniel Wolf. – Schiedsrichter: Tobias Rockel (Schwalmtal). – Gelb-Rote Karte: Jeghan (90./Meckern). – Zuschauer: 100.

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