Auch Jeanette Möcks, die zweimal über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen muss, kann die Niederlage ihrer SG Rodheim nicht verhindern. FOTO: NICI MERZ
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Auch Jeanette Möcks, die zweimal über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen muss, kann die Niederlage ihrer SG Rodheim nicht verhindern. FOTO: NICI MERZ

Bittere Niederlage zum Auftakt

  • vonMichael Stahnke
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(msw). Rückkehrer SG Rodheim hat die Auftaktpartie in der Tischtennis-Oberliga Hessen der Damen gegen Mitaufsteiger TTC Grün-Weiß Staffel III mit 5:7 verloren und geht nach dieser Niederlage gegen den vermeintlich schwächsten Gegner der Liga jetzt bereits schweren Zeiten entgegen.

Und diese Partie war auch wahrlich die zweier potenzieller Absteiger, denn es gab kaum längere Ballwechsel und viele Fehler auf beiden Seiten. Deshalb sagte SG-Mannschaftsführerin Kerstin Wirkner auch nach der Partie ehrlich: "Wir haben noch sehr viel Luft nach oben". Und Mitspielerin Jeanette Möcks fügte hinzu: "Unter diesen Corona-Bedingungen kann man sich zwar auf das Spiel konzentrieren, doch es wirkt eher wie nebensächlich". Um die Hygieneauflagen besser und einfacher umsetzen zu können, spielten die Gastgeberinnen deshalb auch zum ersten Mal überhaupt in der großen Halle, in der durch die Maskenpflicht für die Zuschauer und die Abstands- regeln auch nicht die gewohnte Stimmung aufkam.

Somit war dies in jeder Hinsicht eine besondere Begegnung, zumal es ohne die sonst üblichen Eröffnungs-Doppel direkt in die ersten Spitzen-Einzel ging. Und diese verdienten ihren Namen dann auch nur unzureichend, denn Cordula Munzert hatte keine Probleme gegen Jessica Wissler, die ihre Rückhand im Training zwar noch einmal verbessert hatte, die jedoch im Spiel praktisch gar nicht ihr Ziel fand.

Am Nebentisch hatte Kerstin Wirkner einige Probleme mit den Aufschlägen von Kerstin Beck, die zudem sehr passiv spielte. Damit hatte Wirkner, wie sie auch nach der Partie feststellte, in der Oberliga nicht gerechnet. Da ihre eigenen Eröffnungs-Topspins noch zu wenig kamen, verlor sie unnötigerweise. Anschließend traf die für Carolin Beck spielende Marina Hamann gegen Jeanette Möcks zunächst fast gar keinen Ball, ehe sich das Blatt wendete. Im fünften Satz lag Möcks dann schon mit 5:10 im Rückstand, ehe sie in einer weiterhin von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägten Verlängerung knapp gewinnen konnte.

Am gesamten Abend lief bei Eileen McChesney fast gar nichts zusammen. Da sie derzeit viele Klausuren an der Uni zu schreiben hat, fehlte die Zeit zum Training. Gegen Anabel Beck gab es zwar drei knappe Sätze, doch es fehlte die Sicherheit in den Schlägen.

Im zweiten Einzel-Durchgang konnte Munzert mit ihrer üblichen Mischung aus Block, Schupf und gelegentlichen Angriffen Kerstin Beck sicher in Schach halten, da diese nicht viel machte. In der Partie gegen Wissler lebte Wirkner zwei Sätze lang fast ausschließlich von den Fehlern ihrer Gegnerin, ehe sie zu Beginn des fünften Satzes kurz einmal ihr Können aufblitzen ließ. Danach konnte sie sich wieder gerade so ins Ziel retten.

Möcks kämpfte im Anschluss gut gegen Anabel Beck, die im fünften Satz aber den besseren Angriff und damit mehr Möglichkeiten hatte. McChesney fing sich nach zwei völlig verkorksten Sätzen gegen die Ersatzspielerin Hamann zwar wieder, doch dann war es zu spät.

In der Folge war Möcks recht chancenlos gegen Kerstin Beck, die jetzt viel offensiver spielte als noch gegen Munzert und Wirkner. Das mögliche Remis verspielte dann Munzert gegen Anabel Beck. Munzert war phasenweise zu passiv gegen eine auch nicht überragend angreifende Beck. Immer dann, wenn Munzert ein bisschen mehr machte, holte sie zumeist auch den Punkt. Doch im fünften Satz kamen auch noch einige leichte Eröffnungsfehler bei Munzert dazu, was ihre und die gesamte Niederlage des Teams bedeutete. Wirkner konnte nach einiger Mühe noch gegen Hamann gewinnen, doch McChesney hatte auch gegen Wissler, die nun besser traf, keine echte Chance.

Stenogramm: Cordula Munzert - Jessica Wissler 11:6, 11:6, 11:5; Kerstin Wirkner - Kerstin Beck 5:11, 11:8, 10:12, 9:11; Jeanette Möcks - Marina Hamann 11:5, 11:5, 7:11, 7:11, 17:15 (nach 5:10); Eileen McChesney - Anabel Beck 9:11, 11:13, 11:13; Munzert - K. Beck 11:5, 11:3, 11:7; Wirkner - Wissler 11:8, 11:3, 5:11, 6:11, 11:8; Möcks - A. Beck 11:8, 7:11, 9:11, 11:6, 7:11; McChesney - Hamann 4:11, 5:11, 11:9, 10:12; Möcks - K. Beck 5:11, 5:11, 5:11; Munzert - A. Beck 7:11, 8:11, 11:6, 11:6, 8:11; Wirkner - Hamann 8:11, 11:7, 11:5, 13:11; McChesney - Wissler 4:11, 17:19, 5:11.

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