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Bingenheim oder Butzbach direkt nach oben?

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(sto) In den Friedberger Fußballligen fallen in Sachen Abstieg aufgrund des Dortelweiler Abschneidens in der Gruppenliga in der A- und B-Liga noch Entscheidungen, im Aufstiegskampf wird in der B-Liga noch der zweite direkte Aufsteiger sowie der Relegant nach oben gesucht.

In Sachen Aufstieg sind die Entscheidungen seit Wochen gefallen. Der FC Hessen Massenheim hat 15 Punkte Vorsprung und steht als Meister fest. Mitaufsteiger ist der Traiser FC, in die Relegation darf der SV Schwalheim. Die Germanen bestreiten am Sonntag das Derby gegen die Spvgg. 08 Bad Nauheim.

Angesichts der deutlich schlechteren Tordifferenz gegenüber dem Vorletzten SV Steinfurth II steht das Schlusslicht FC Wohnbach praktisch als Absteiger fest. Während sich der SV Steinfurth II durch den 4:3-Erfolg am Dienstag gegen den SV Schwalheim den Rücken nach hinten frei gehalten hat, hat man im Rosendorf nun Tabellenrang 18 im Visier. Der anvisierte »Dreier« ist für die Berstädter am Sonntag nicht leicht zu realisieren. Schließlich kommt mit dem SV Assenheim die zweitbeste Rückrundenmannschaft der Liga. Zudem muss man im Lager des KSV auf den verletzten Spielertrainer Sascha Zon verzichten, der sich beim peinlichen 0:9 zuletzt im Bad Nauheimer Waldstadion bei den 08ern verletzte.

Kreisliga B / KSV oder VfR direkt nach oben

Eindeutig ist die Lage vor dem letzten Spieltag in der oberen Tabellenregion. Nach Meister SV Echzell hat es Lokalrivale KSV Bingenheim (78 Punkte/+38 Tore) selbst in der Hand, mit einem Sieg bei dem VfR Ilbenstadt II nach einjähriger Abstinenz die Rückkehr in die Kreisliga A zu bewerkstelligen. Und dies an jenem Wochenende, an dem Bingenheims 1. Vorsitzender Manfred Hihn in den Hafen der Ehe einfährt. Das 100-jährige Geburtstagskind VfR Butzbach (76/+54) hat sich nach zahlreichen Rückschlägen die Option Aufstieg über die nun angestrebte Relegation gewahrt. Zu Hause gegen Schlusslicht TSV Dorn-Assenheim II sollte nichts mehr anbrennen. »Es muss erst gespielt werden«, schränkt Butzbachs Trainer Christian Ehnert ein. Dass der Rivale um die Relegation, der SSV Heilsberg, bereits am Samstag spielt, sieht Ehnert als Vorteil. Aber der »Dreier« wird unabhängig davon angesteuert, da man bei einem Bingenheimer Punktverlust noch den Aufstiegsplatz zwei erreichen würde.

Da der Tabellen-17. FSV Dorheim am Sonntag ergebnisorientiert spielen kann (siehe Kasten oben), sieht FSV-Spielausschussmitglied Klaus-Dieter Lang seine Mannschaft zu 99,9 Prozent gerettet. So haben die Verantwortlichen für die nach Spielschluss geplante Saisonabschlussfeier auch den Hinrunden-Trainer Peter Reeb eingeladen. »Sollte der TSV Rödgen am Samstag wirklich zu einem sensationellen Ergebnis kommen, finden wir am Sonntag gegen den SV Reichelsheim die richtige Antwort«, ist sich Lang sicher.

Kreisliga C / Spitzenduo trennt ein Tor

Dem SV Ossenheim wurde wegen fehlendem Schiedsrichter ein Punkt abgezogen. Deshalb ist die Mannschaft von Christian Stein derzeit »nur« Zweiter. Ein Treffer schlechter in der Tordifferenz gegenüber dem FC Ober-Rosbach II verhindert den Platz an der Sonne. Ob man am Sonntag dies ändern kann, sei dahingestellt. Zwar erscheint die Aufgabe der Ossenheimer bei der FSG Burg-Gräfenrode II leichter als jene der Rosbacher zu Hause gegen die Zweite der TSG Ober-Wöllstadt. Aber Stein dämpft Ossenheimer Euphorie und erinnert an den schwer erkämpften 1:0-Sieg in Bönstadt.

Der SVO will es dennoch versuchen, sich noch an den Rosbachern vorbei zu schießen. Dazu hat man außer dem gesperrten Waldemar Kraft alle Kräfte zur Verfügung. »Das Primärziel Aufstieg haben wir erreicht, nun wollen wir noch die Kirsche auf die Torte setzen, sprich Meister werden«, betont Stein. Eine Feier ist am Sonntag in Ossenheim nicht geplant.

Diese findet jedoch in Ober-Rosbach in der Hütte am Sportplatz statt, wozu der Verein alle Spieler beider Mannschaften, Zuschauer und Betreuer einlädt. »Die Verteidigung von Platz eins wird schwer«, mutmaßt der FCO-Vorsitzende Horst Kopp. So schätzt er die Ober-Wöllstädter stärker als Burg-Gräfenrode II ein. Zudem fehlen dem FCO II am Sonntag mit den Routiniers Christoph Käding und Ralf Romeike zwei wichtige Stützen, die sich mit der Soma auf der obligatorischen Radtour befinden.

Geklärt ist in der Liga dagegen der Teilnehmer der Relegation zur Kreisliga B: Bei Blau-Weiß Espa klingt die Punktrunde am Sonntag mit dem Heimspiel gegen die KSG Bönstadt aus. Der Blick geht bereits auf die beiden Relegationsspiele. Hier erinnert Vorstandsmitglied Roger Wedemann, dass man in Espa kein Flutlicht besitzt. So könnten sich Probleme ergeben, falls man auf den derzeit ausgeguckten Gegner TSV Rödgen trifft, der weder sonntags noch frühzeitig an Abenden spielen kann. Egal wie die beiden Relegationsspiele ausgehen werden, in der künftigen Saison bleibt Rolf Vogl Trainer bei den Blau-Weißen.

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