Bindewald fraglich, Esposito fehlt definitiv

(jms) Schluss mit der Langeweile! Am Freitag hat für zig Millionen Fußballfans in ganz Deutschland die leidige Zeit der Sommerpause ein Ende. Im DFB-Pokal rollt das runde Leder wieder über die perfekt gemähten Rasenplätze der deutschen Stadien. Und auch auf den etwas holprigen Plätzen der Region wird wieder munter drauflosgekickt. So beginnt in der Kreisoberliga Friedberg am Freitag eine Saison, die für viele Verantwortlichen der Klubs eine Runde der Superlative werden könnte

Denn einige Klubs haben sich richtig gut verstärkt, und auch die Aufsteiger dürften für ein gesteigertes Niveau in der Liga sorgen. Den Anfang machen am Freitag um 20 Uhr die Teams des TSV Dorn-Assenheim und des FC Kaichen. Um 20.15 Uhr spielen die FSG Burg-Gräfenrode und der FV Bad Vilbel II gegeneinander.

Und auch der Samstag bietet ein interessantes Kräftemessen zweier Teams, die im vergangenen Jahr im Tabellenmittelfeld der Kreisoberliga gelandet sind. Der mit einigen Vorschusslorbeeren und großen Erwartungen in die Saison gehende FC Olympia Fauerbach trifft auf den SV Germania Ockstadt. Anpfiff der Begegnung ist um 17 Uhr. "Vorfreude? Aus dem Alter bin ich raus. Aber natürlich ist jeder Saisonstart spannend. Wir haben gegen Ockstadt ja schon bei der Stadtmeisterschaft um den dritten Platz gespielt. Allerdings bewerten wir unseren 4:2-Sieg keinesfalls über, denn in diesem Spiel haben auf beiden Seiten etliche Leute gefehlt. Da hat niemand die Karten offen gelegt. Mit unserer Vorbereitungszeit bin ich sehr zufrieden", sagt Fauerbachs Trainer Berthold Vetter, der keinerlei Ausfälle zu verzeichnen hat.

Mit Spannung erwartet wird vor allem dann der Sonntag. Sieben Spiele finden an dem Hauptspieltag statt. Von besonderem Interesse ist dabei der Auftritt des SV Steinfurth. Der Klub, der mit Benjamin Bindewald einen ehemaligen Hessenligaspieler in den eigenen Reihen hat, trifft an der Ilbenstädter Klostermauer auf den heimischen VfR. Die Jungs von Trainer Dirk Haigis streben dabei an, den Rosendörflern einen Strich durch die Rechnung zu machen und den Saisonauftakt zu vermiesen. Steinfurths Spielertrainer Bindewald selbst bangt noch um seinen Einsatz: "Ich habe Probleme mit der Ferse und weiß noch nicht, ob es hinhaut bis Sonntag. Ansonsten fehlt uns Maximilian Esposito, der im Urlaub ist. Über Ilbenstadt habe ich mich schlau gemacht. Ich weiß auch von meinem ehemaligen Mitspieler Jeremy Cue, dass der VfR eine richtig gute Mannschaft hat. Das wird nicht leicht. Allerdings gehen wir sehr gut vorbereitet in das Spiel. Abgesehen davon, dass wir die Stadtmeisterschaft nicht gewinnen konnten, bin ich sehr zufrieden mit der Vorbereitungszeit."

Der Türk. SV Bad Nauheim peilt nach seinem Abstieg aus der Gruppenliga das Minimalziel Klassenerhalt an und trifft im ersten Spiel der neuen Saison auf den FC Nieder-Florstadt, bei dem einige personelle Veränderungen bewirken, dass der FC vor Rundenstart unberechenbar erscheint. Im Match des VfB Petterweil gegen den FC Gronau stehen sich zwei Teams gegenüber, die in unterschiedlicher Weise sich mit einem Mittelfeldplatz in der weit entfernten Abschlusstabelle anfreunden würden. Gronau ist in dieser Partie aufgrund der personellen Überlegenheit der Favorit. Nach zwei Aufstiegen in Serie wollen die Fußballer der SG Rodheim nur eines: den Klassenerhalt schaffen. Die Schützlinge von Trainer Horst Michel haben gleich zum Auftakt eine heikle Standortbestimmung zu meistern. Auf dem heimischen Sportplatz geht es gegen den Relegationsteilnehmer aus dem Vorjahr, Türk Gücü Friedberg. Nach dem Scheitern in der Relegation stimmen die Kreisstadttürken leisere Töne an.

Vom Aufstieg will der Klub zunächst nichts wissen - zeigte aber bereits beim Friedberger Stadtpokal, dass mit ihnen zu rechnen sein wird - die Kreisstadtkonkurrenz hatte jedenfalls am vergangenenen Wochenende erstmals seit 1999 wieder das Nachsehen gegen die Türken.

Ebenfalls bei einem Friedberger Verein tritt der Aufsteiger TSG Ober-Wöllstadt an. Die Schützlinge von Rainer Grimm spielen am Sonntagnachmittag auf dem Burgfeld beim VfB Friedberg, dem von vielen Konkurrenten der große Coup zugetraut wird. Der VfB ist ein Favorit auf den Aufstieg in die Gruppenliga - hat aber mit Christian Dombrowsky (St. Stephan Griesheim) und Manuel Deppner (FCO Fauerbach) zwei Leistungsträger abgeben müssen.

Um 17 Uhr spielt am Sonntag dann der SV Nieder-Weisel im Derby gegen den SV Ober-Mörlen. Beide Klubs stehen vor einer schwierigen Saison. Während die Gastgeber nach dem dritten Platz im vergangenen Jahr diese Topleistung erst einmal bestätigen müssen, geht es für die Kicker aus Mörlen darum, den Jugendtrend erfolgreich fortzusetzen. Denn Mörlen baut im Zuge des Umbruchs auf viele junge und talentierte Spieler. Vor allem Neuzugang Marc Trivilino vom TFV Ober-Hörgern fügte sich in der Vorbereitung gut ins Mannschaftsgefüge ein.

Bei Nieder-Weisel bleibt zunächst abzuwarten, inwiefern die Abgänge von Jannik Müller und Dominik Strasheim verkraftet werden. Allerdings dürften die Zugänge aus der Jugend sowie Christopher Wanzke vom SVP Fauerbach diese Lücke schließen. Zudem kann der Klub wieder auf zwei Rekonvaleszenten zurückgreifen, die durchaus das Zeug zum Leistungsträger haben. Abwehrstratege Simon Heinz und Mittelfeld-Ass Janos Milek haben sich wieder zurückgemeldet.

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