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Uwe Bindewald bleibt bei der Eintracht

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Trainiert seit Januar 2011 die U17 von Eintracht Frankfurt: Uwe Bindewald.
Trainiert seit Januar 2011 die U17 von Eintracht Frankfurt: Uwe Bindewald. © Joachim Storch

Satte 18 Jahre war Uwe Bindewald als Spieler bei Eintracht Frankfurt – und auch als Trainer zeigt er Kontinuität. Dieser Tage hat der Dorheimer am Riederwald seinen Vertrag beim Leistungszentrum um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2015 verlängert, in diesem Sommer geht er damit ins vierte Jahr. Am Samstag (29. März) testet »Zico« mit seinem Team in Nieder-Wöllstadt.

Bei der U19 und der U23 hat der 45-Jährige schon gewirkt, bei den B-Junioren ist er seit Januar 2011 der Mann in Verantwortung. Trotz aller Vereinstreue weiß Bindewald, dass der Fußball auch bei Eintracht Frankfurt sehr schnelllebig ist, »das Trainerkarrussel dreht sich dabei noch schneller als das Spielerkarussell.« Auswirkungen auf die Trainersituation im Leistungszentrum könnte auch die Entwicklung der U23-Mannschaft haben.

Bindewald hatte im Januar 2011 die U17 übernommen und noch auf Rang drei in der Bundesliga Süd/Südwest geführt. In der Spielzeit 2011/12 bestätigte er diese Platzierung, im Vorjahr landete die Eintracht auf Rang neun. Exakt diese Position belegt sein Team auch aktuell. »Die Kontinuität hat einfach gefehlt«, erklärt der A-Lizenz-Inhaber. Das 0:6 Anfang Februar in Hoffenheim habe seine Mannschaft jedoch wachgerüttelt. »Seitdem sind wir auf einem guten Weg, wir treten geschlossener auf«.

Die Tabellensituation habe sich nach dem 3:0 gegen Nürnberg zuletzt entspannt. »Wir schauen nach vorne«. Generell mache ihm der Job sehr viel Spaß. »Wir sind ein gutes Trainerteam. Das wirkt sich auch auf die Mannschaft aus, wir haben eine tolle Stimmung«. Am 15. Juni ist der letzte Bundesliga-Spieltag angesetzt, bis dahin hat die Mannschaft gerade 26 Punktspiele in fast elf Monaten absolviert. »Es ist nicht einfach, die Spieler über diesen langen Zeitraum bei Laune zu halten. Wir haben nach vielen Partien zwei Wochen Pause«, sagt Bindewald, der bereits knapp zwei Wochen nach Saisonende in die Sommervorbereitung startet. An diesem Samstag (29. März/13 Uhr) bestreitet Bindewald mit seiner Mannschaft ein Testspiel gegen den Ligarivalen FSV Frankfurt in Nieder-Wöllstadt.

Neben Uwe Bindewald haben auch Alexander Schur (U23) und Daniyel Cimen (U19) ihre Verträge um ein weiteres Jahr verlängert. Im Leistungszentrum ist Leiter Armin Kraaz froh, dass die drei echten Eintrachtler weiter den Adler auf der Brust tragen. Allerdings begleitet die U23 aktuell eine Diskussion um deren Daseinsberechtigung. Die Deutsche Fußballliga (DFL) stellt seinen Profiklubs künftig frei, eine zweite Mannschaft in den Spielbetrieb zu schicken. Bei der Eintracht wird aktuell geprüft, wie diese »Grundsatzfrage« (Präsident Peter Fischer gegenüber der Frankfurter Rundschau) zu beantworten ist. Abgewogen werden Kosten (hohe sechsstellige Summe) und Nutzen (Unterbau eines Bundesliga-Teams) einer U23, in der beispielsweise der Dorn-Assenheimer Jung-Profi Marc-Oliver Kempf zehn Spiele in dieser Regionalliga-Saison absolviert hat. Uwe Bindewald sieht hier »positive und negative Faktoren«. Es sei eine Tradition, eine zweite Mannschaft zu haben; »ich habe das allerdings nicht zu entscheiden«.

Sicher dürfte jedoch sein, dass das Leistungszentrum bei einem Ende der zweiten Mannschaft einen Trainer weniger beschäftigen wird. »Im Fußballgeschäft gibt es immer Rotation. Ich freue mich erstmal auf die Zeit bis Juni 2015. Mal schauen, was dann passiert«, sagt Bindewald, der mit seinem Team im nächsten Spiel am 6. April zum Derby den FSV Mainz empfängt. Michael Wiener

Bindewald-Elf knapp Dritter

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