1. Wetterauer Zeitung
  2. Sport
  3. Lokalsport

12 500 beim Jubiläum

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Redaktion

Kommentare

Am Schottenring drehten die Motorrad-Veteranen am Wochenende wieder am Lenkradknauf ihrer historischen Maschinen. Mehr als 260 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland kamen in den Vogelsberg und präsentierten ihre mobilen »Lieblinge« auf zwei und drei Rädern bei der 30. Auflage des Internationalen ADAC/VFV Schottenring Classic-GP. Einige der Schmuckstücke mögen bezüglich des jeweiligen Baujahres das Geburtsjahr ihres jeweiligen Besitzers toppen. Das galt besonders für die Antikklasse als Sonderlauf mit historischem Gut aus den 20er Jahren, darunter eine Douglas 29/4 von 1914. Hersteller aus längst vergangenen, aber unvergessenen und glorreichen Zeiten waren auf dem 1,4 Kilometer langen Stadtkurs an der Seestraße und im Fahrerlager in stehendem und fahrenden Zustand für die 12 500 Besucher zu bestaunen.

Am Schottenring drehten die Motorrad-Veteranen am Wochenende wieder am Lenkradknauf ihrer historischen Maschinen. Mehr als 260 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland kamen in den Vogelsberg und präsentierten ihre mobilen »Lieblinge« auf zwei und drei Rädern bei der 30. Auflage des Internationalen ADAC/VFV Schottenring Classic-GP. Einige der Schmuckstücke mögen bezüglich des jeweiligen Baujahres das Geburtsjahr ihres jeweiligen Besitzers toppen. Das galt besonders für die Antikklasse als Sonderlauf mit historischem Gut aus den 20er Jahren, darunter eine Douglas 29/4 von 1914. Hersteller aus längst vergangenen, aber unvergessenen und glorreichen Zeiten waren auf dem 1,4 Kilometer langen Stadtkurs an der Seestraße und im Fahrerlager in stehendem und fahrenden Zustand für die 12 500 Besucher zu bestaunen.

Johannes Hensel aus Wölfersheim drehte seine Runden ohne Probleme, nachdem er im vergangenen Jahr wegen technischer Probleme nicht zum Fahren gekommen war. Er ging in der Meisterklasse mit einer wunderschönen MV Augusta Ipotesi von 1968 auf die Piste.

Namen wie Moto-Morini, NSU, Gilera, Puch, Aermacchi oder Velocette und auch BMW Kneeler sowie Triumph Thunderbird ließen so manchen Aktiven und Fan in Erinnerungen schwelgen. Einen Sonderlauf mit historischen Motorrädern, die der Neuzeit schon etwas näher kamen, gab es beim 30-jährigen Jubiläum der Superbiker mit Honda, Kawasaki und Yamaha. Nicht minder reizvoll war der IDM-Sidecar-Lauf.

Schließlich ging es um die jeweilige Sollzeit, doch die wurde bisweilen unterschiedlich definiert. Während die einen die etwas gemächliche Gangart bevorzugten, zogen andere etwas sportlicher ihre Runden. Im Falle eines Falles dienten in Plastikfolie gepackte Strohballen als Polsterung. Die Truppe des gastgebenden MSC Rund um Schotten hatte ganze Arbeit geleistet. Die Zuschauer wurden von den Streckensprechern Günter Bopp und Timo Neumann mit Infos aus dem Fahrerfeld versorgt.

Wie eröffnet man ein Jubiläum würdig? So wie in Schotten am Freitagabend in der Postkurve. Nachdem die Fahrerparade letztes Jahr vom Regen beeinträchtigt wurde und der geplante Fallschirmsprung des früheren Reckweltmeisters Eberhard Gienger abgesagt werden musste, passte nun alles. Nachdem Gienger eine punktgenaue Landung vollzogen hatte, bekam er Szenenapplaus von den rund 500 Zuschauern auf den vollen Rängen. Ein weiterer Augenschmaus wurde den Fans mit der Einfahrt zahlreicher historischer Motorräder geboten.

In seiner Begrüßungsrede würdigte Orga-Chef Wolfgang Wagner-Sachs den Einsatz aller Beteiligten. Die Sicherheit sei nach dem Unfall eines Seitenwagens im Vorjahr nochmals verbessert worden, so Wagner-Sachs. Der Fortbestand des GP sei vom Deutschen Motor Sport Bund für die nächsten drei Jahre abgesegnet worden, doch meinte der MSC-Chef abschließend: »Für weitere teure Sicherheitsmaßnahmen habe ich keinen Bock und auch kein Geld.«

Zu den verantwortungsvollen Köpfen in Schotten gehört auch Manfred Hirth, der seit 1993 als Rennleiter »Herr der schwarzweiß-karierten Flagge« ist. Damit kann man ihn ohne Übertreibung als Rennleiterlegende bezeichnen. Als solcher soll 2019 für ihn Schluss sein. Ein Nachfolger wird noch gesucht.

Auch interessant

Kommentare