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Beienheims Matchwinner heißt Pascal Marx

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Während die Enkheimer Spieler betrübt vom Platz gehen (hinten), feiern die Beienheimer ihren knappen Erfolg. 	(Foto: Jaux)
Während die Enkheimer Spieler betrübt vom Platz gehen (hinten), feiern die Beienheimer ihren knappen Erfolg. (Foto: Jaux) © Timo Jaux

Die Frage, welches Team das Rennen um den letzten freien Platz in der Gruppenliga Frankfurt-West gewinnt, bleibt offen, und auch der SKV Beienheim darf sich diesbezüglich nach der unglücklichen 2:3-Auftakt-Niederlage am vergangenen Donnerstag in Oberstedten wieder geringe Hoffnungen machen.

Im zweiten der drei Aufstiegsspiele behielt die Elf von SKV-Coach Dirk Haigis gestern Nachmittag auf eigenem Terrain gegen den Frankfurter KOL-Vizemeister Germania Enkheim nämlich knapp, aber aufgrund einer starken Schlussviertelstunde nicht unverdient mit 2:1 (0:1) die Oberhand und muss abwarten, was am kommenden Mittwoch in der finalen Relegationspartie Germania Enkheim – FC Oberstedten passiert. Würde Enkheim diese Begegnung 1:0 gewinnen, wäre Beienheim der lachende Dritte und würde aufsteigen. Alle anderen Resultate bringen der Haigis-Elf – Entwicklungen in den Aufstiegsrunden zur Verbands- und Hessenliga außen vor gelassen – gar nichts. Dann würden entweder Enkheim (bei einem Sieg mit zwei Toren Differenz) oder der FC Oberstedten, dem ein Remis oder eine knappe Niederlage (ab 1:2) reicht, demnächst Gruppenliga-Status genießen.

Das gestrige Duell der beiden KOL-Vizemeister aus den Kreisen Friedberg und Frankfurt entpuppte sich vom Start weg als ausgesprochen ausgeglichene Angelegenheit. »Wir mussten Harakiri spielen, haben deshalb hinten auf eine Dreierkette gesetzt und versucht, über die Außen mehr offensiven Druck zu erzeugen. Phasenweise ist das auch gelungen«, bilanzierte Dirk Haigis, der seiner Mannschaft ein Pauschallob zollte. Alle Spieler seien an die Leistungsgrenze gegangen: »Und ich denke mal, auf Grund unserer konditionellen Fitness, die uns gerade in der späten Spielphase viele Torchancen bescherte, geht der knappe Erfolg auch durchaus in Ordnung«. Enkheims Trainer Andreas Pelka sah es etwas anders: »Nach der Pausenführung haben wir es versäumt, durch den zweiten Treffer für eine Vorentscheidung zu sorgen. Gelegenheiten dazu gab’s zur Genüge«. Zudem sei, so Pelka, ein klarer Handelfmeter nicht gepfiffen worden: »Das war kurz nach der Pause und hätte uns wahrscheinlich die 2:0-Führung gebracht«.

Beide Teams probierten ab der ersten Minute die offensive Variante und garantierten den rund 400 Zuschauern somit beste Unterhaltung. Maximilian Krebs per Kopfball-Torpedo nach Harmancis Eckball (3./Kevin Christiansen parierte sensationell) und Kevin Naumann (40./Christiansen erneut bärenstark) versiebten für Enkheim, während auf Seiten der Platzherren Oliver Aniol (7./9.) und William Anane (20./aus der Drehung drüber) kein Glück im Abschluss hatten. Kurz vor der Pause dann der Schock für Beienheim: Ecke Harmanci, Kopfballverlängerung Powalka, Oral Mutaf stand am Fünfmeterraun goldrichtig – 0:1. Mit der Führung im Rücken wollten die Gäste gleich nach der Halbzeit unbedingt nachlegen. Riesendusel für den SKV: Maximilian Franoschs Handspiel im Strafraum hatte Referee Budarham (Frankfurt) glatt übersehen (48.), zudem vergaben Naumann und Lange wenig später aus kurzer Distanz kläglich.

Die Beienheimer Antwort folgte umgehend und nachhaltig. Es lief die 53. Minute, als Willi Anane abzog, Germania-Torwart Bugra Dursun zwar parierte, aber Jeton Visoka den zurückspringenden Ball quer spielte, und Matthias Pircek aus zehn Metern zum 1:1-Ausgleich vollendete. Und dann wurde es richtig spannend: Zunächst setzte Enkheim das letzte offensive Ausrufezeichen (58./Pfostenschuss Moritz Lange), ehe der SKV das Kommando vollends übernahm. Willi Anane war gleich zwei Mal auf dem Weg zur Führung (71./76.), wurde jedoch von Dursun ausgebremst, und auch Yannick Wolfs Flachschuss, der Dursuns Kasten nur um wenige Zentimeter verfehlte, brachte die Gemüter in Wallung. In jener Szene, die der Beienheimer Truppe nach 85 Minuten schließlich den Sieg ermöglichte, durfte sich der eingewechselte Pascal Marx feiern lassen: Sein Freistoß, abgefeuert von der rechten Seite und eigentlich als Flanke gedacht, passierte Freund, Feind und zum Schluss auch noch den bedauernswerten Bugra Dursun – 2:1 für SKV-Coach Dirk Haigis und seine Truppe. Gewissheit, ob’s vielleicht doch noch zum Aufstieg langt, gibt’s allerdings erst am Mittwoch.

SKV Beienheim: Christiansen – Franosch, Dominik Friede, Timon Wolf – Pircek, Visoka (58. Marco Mouzong) – Serge Mouzong, Daniel Friede (74. Kirim), Aniol (67. Marx) – Anane, Yannick Wolf.

Germania Enkheim: Dursun – Krebs, Mutaf, Rus, Powalka – Ahmed, Harmanci (83. Weis) – Moritz Lange (73. Binz), Motsch, Peter – Naumann (60. Benincasa).

Steno: Tore: 0:1 (44.) Mutaf, 1:1 (53.) Pircek, 2:1 (85.) Marx. – Schiedsr.: Yahya Budarham (Frankfurt). – Zu.: 400. Uwe Born

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