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Beienheim-Trainer Dirk Haigis: »Haben es in der Hand«

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Würde gern mal über die Relegation aufsteigen: Beienheims Trainer Dirk Haigis.	(nic)
Würde gern mal über die Relegation aufsteigen: Beienheims Trainer Dirk Haigis. (nic) © Nicole Merz

(mw) In der Kreisoberliga Friedberg läuft im Kampf um Rang zwei fast alles auf ein Duell zwischen dem SKV Beienheim und dem SV Staden hinaus. Beide Teams verfügen aktuell über 53 Punkte, wobei der SKV noch ein Spiel mehr auszutragen hat. SKV-Trainer Dirk Haigis spricht über die aktuelle Situation, dazu das Restprogramm der aussichtsreichsten Anwärter auf Platz zwei (Beienheim und Staden).

Tabellenführer FV Bad Vilbel II (60) dürfte nach dem Remis vom Sonntag im Spitzenspiel in Beienheim nicht mehr von der Spitze zu verdrängen sein, der SV Bruchenbrücken hat nach nur einem Sieg aus den vergangenen fünf Partien drei Punkte Rückstand und ein Spiel mehr als der SKV – und zudem sowieso die weiße Flagge gehisst, weil man in der Bärenschweiz primär auf den Klassenerhalt der zweiten Mannschaft in der B-Liga setzt.

Beim SKV Beienheim läuft es in diesem Jahr unterdessen nahezu wie am Schnürchen. Der Auftaktniederlage auf dem Heilsberg (3:4) folgten weitestgehend souveräne Siege gegen Bruchenbrücken (3:1), Staden (2:0), Ober-Wöllstadt (2:1), Ilbenstadt (6:1) und Nieder-Weisel (5:2), ehe die Mannschaft von Dirk Haigis dem starken Tabellenführer Bad Vilbel II am Sonntag ein 2:2 abtrotzte.

Eine Rückkehr in die Gruppenliga liegt also absolut im Bereich des Möglichen für den SKV Beienheim, zumal der Bad Vilbeler Aufstieg alles andere als sicher ist. Denn sollte die FV-Erste aus der Verbandsliga absteigen, darf die zweite Mannschaft nicht in die Gruppenliga aufsteigen und würde damit dem Rangzweiten den direkten Aufstieg ermöglichen. Der Drittplatzierte ginge dann in die Aufstiegsrelegation mit dem Zweitplatzierten aus Frankfurt (derzeit sechs Kandidaten) und Hochtaunus (1.

FC Oberstedten oder Eintracht Oberursel). Der Vorsitzende Stefan Raab hätte nichts einzuwenden gegen einen erneuten Aufstieg: »Wir haben in der vergangenen Saison gezeigt, dass wir mithalten können und sind nur mit viel Pech abgestiegen. Wir haben 35 Punkte geholt und uns sehr gut verkauft«, sagt er.

Trainer Dirk Haigis liebäugelt unterdessen damit, zum dritten Mal mit dem SKV Beienheim einen Aufstieg feiern zu können. Bei seiner ersten Amtszeit führte er den SKV aus der B-Liga, vor zwei Jahren setzten sich die Reichelsheimer Vorstädter im spannenden KOL-Titelvierkampf gegen Fauerbach, Petterweil und Steinfurth durch. Nach der Saison zieht er sich freiwillig in den Spielausschuss zurück, William Anane und Karl-Heinz Stete (am Sonntag Zuschauer in Beienheim/Haigis: »Er wird den Jungs taktisch sehr viel beibringen können«) übernehmen.

Dirk Haigis, wie fällt Ihr Fazit zum 2:2 gegen den FV Bad Vilbel II am Sonntag aus?

Dirk Haigis: Wir haben in der ersten Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Bad Vilbel hat sehr offensiv gespielt, hinten haben sie mit einer Dreierkette agiert. Über Außen haben wir überhaupt keinen Druck erzeugen können. Bei dem Sonntagsschuss an die Unterkante der Latte hatten wir sicherlich Glück, dass wir nicht früher mit 0:2 in Rückstand geraten sind. In der Halbzeit haben wir umgestellt, hatten dann mehr Ballbesitz und haben die Partie offen gestaltet. Insgesamt geht das Ergebnis in Ordnung. Die Zuschauer haben ein flottes Spiel gesehen, beide Mannschaften haben bis zum Schluss auf Sieg gespielt.

Wie sehen Sie die Ausgangslage im Kampf um den Aufstieg?

Haigis: Der erste Platz ist weg, das ist klar. Bad Vilbel hat trotz der kleinen internen Kurzkrise zwischenzeitlich eine starke Mannschaft. Sie werden in den letzten vier Spielen nicht abbauen, denn sie haben kaum Stammspieler aus der ersten Mannschaft eingesetzt. Rang zwei haben wir in der eigenen Hand.

Es läuft auf einen Zweikampf mit Staden hinaus.

Haigis: Wir haben das etwas leichtere Restprogramm. Gerne würde ich mal über die Relegation aufsteigen. Das habe ich in meiner Trainerlaufbahn noch nicht geschafft.

Was macht den SKV Beienheim aktuell so stark?

Haigis: Wir hatten in der Hinrunde in einigen Spielen nicht das Quäntchen Glück. Wir haben Spiele auf Messers Schneide zu selten für uns entscheiden können und verdient Punkte gelassen. Jetzt haben wir weniger personelle Ausfälle, eine eingespielte Mannschaft und die nötige Souveränität.

***

Das Beienheimer Restprogramm: Massenheim (A), Klein-Karben II (A), Rockenberg (A), Steinfurth (A), Ober-Rosbach (H).

Das Stadener Restprogramm: Nieder-Florstadt (A), Bruchenbrücken (A), Ober-Wöllstadt (A), Bad Vilbel II (H).

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