Fußball

SKV Beienheim kommt in Königstein unter die Räder

  • schließen

Das hatte sich Fußball-Gruppenligist SKV Beienheim ganz anders vorgestellt. Mit 0:3 zog die Spisla-Elf am Freitagabend in Königstein den Kürzeren.

In der Gruppenliga Frankfurt-West beim Titelkampf eine der Hauptrollen zu spielen, wäre für den SKV Beienheim zwar eine feine Sache gewesen, entspricht jedoch angesichts der Niederlagen gegen den TSV Bad Nauheim und Spitzenreiter Spvgg. 05 Oberrad nicht mehr der aktuellen Lage. Eben deshalb formulierten die Fußballer aus dem Reichelsheimer Stadtteil vor der Partie beim bis dato Tabellenzehnten FC-TSG Königstein ein neues Ziel: Man beabsichtigte, durch den ersten Dreier nach der Winterpause Position fünf im Gesamtklassement zu festigen. Jedoch blieb für den Wetterauer Gruppenligisten gestern Abend der Wunsch Vater des Gedanken, denn die gastgebenden Taunusstädter behielten gegen die Elf von SKV-Coach Sebastian Spisla mit 3:0 (2:0) die Oberhand.

Auf Beienheimer Seite begannen Marc Reif für Timon Wolf in der Defensive sowie Mike Michalak im offensiven Mittelfeld für den privat verhinderten Leon Hirzmann. Vorne setzte Coach Spisla auf Waldemar Patzwald und Luca Calla. Alles Maßnahmen, die keine Wirkung zeigten. Zur Pause lagen die Königsteiner mit zwei Toren vorne: Aaron Schlünz mit schönem Kopfball nach Basanisis Ecke in der 18. Minute sowie kurz vor der Pause Josip Stanic per verwandelten Foulelfmeter, den SKV-Keeper Tautvydas Tazokas und Abwehrchef Serge Mouzong gemeinsam an Timo Gschwender verursacht hatten, ermöglichten der Mannschaft von FC-Trainer Bayram Mechmet ein beruhigendes Polster. Bitter für die Beienheimer: Vor beiden Gegentreffern wurden beste Gelegenheiten versiebt: Adrian Suarez scheiterte an Torwart Fabio Milicia (17.), Waldemar Patzwald traf nur den Pfosten und verfehlte Milicias Kasten um wenige Zentimeter (41./45.), Mike Michalak blieb gegen den Königsteiner Torwart nur zweiter Sieger (44.). "Dumm gelaufen, aber es war nicht zu übersehen, dass die Platzherren einen Tick entschlossener wirkten", bilanzierte SKV-Pressesprecher Stefan Raab bereits nach den ersten 45 Minuten.

Zwar versuchten die Beienheimer, ab der zweiten Hälfte mehr Druck aufzubauen, doch die Durchschlagskraft ließ nach wie vor sehr zu wünschen übrig. Dagegen bevorzugte Königstein den Verwaltungsmodus und wartete auf Fehler in der Gäste-Abwehr. So geschehen nach 52 Minuten: Serge Mouzong spielte im eigenen Strafraum Harakiri, FC-Mittelfeldspieler Lukas Löffler bedankte sich und traf zum vorentscheidenden 3:0 in die Vollen. Wenig später war für SKV-Torwart Tauvydas Tazokas Feierabend. Er hatte sich den Finger ausgekugelt – Christian Belzer rückte zwischen die Pfosten. Und Raab zog ein ernüchterndes Fazit: "Ein gebrauchter Abend. Das deutliche Resultat sagt alles."

FC-TSG Königstein: Milicia, Pyeonghwa, Schandry, Jeffrey Schäfer, Omi, Lukas Löffler, Schlünz (86. Wai Loom Lo), Wayne Schäfer (47. Tani), Stanic, Gschwender, Basanisi.

SKV Beienheim: Tazokas (53. Belzer) – Reif (54. Nowak), Heck, Serge Mouzong, Pircek (56. Spisla) – Pllana, Suarez, Michalak, Paradzik – Calla, Patzwald.

Im Stenogramm: – Schiedsrichter: Ole Sicker (Dreieich). – Zuschauer: 50. – Tore: 1:0 (18.) Schlünz, 2:0 (45+3) Foulelfmeter Stanic, 3:0 (52.) Löffler.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare