Bei Gießen 46ers läuft die Zeit ab

  • VonRedaktion
    schließen

(ra). Die Chancen und die Hoffnung auf den Ligaerhalt schwinden von Spieltag zu Spieltag. Nach dem Derby-79:82 bei den Fraport Skyliners Frankfurt und dem 15-Punkte-Coup von Rasta Vechta gegen ratiopharm Ulm sind die Basketballer der Gießen 46ers wieder Bundesliga-Schlusslicht. In den sozialen Medien ist der Abgesang auf den Traditionsclub längst eingeleitet - analog zu den Profifußballern von Schalke 04.

Die Kommentare sind nur ganz selten versöhnlich.

Am kommenden Samstag im Heimspiel gegen s’Oliver Würzburg (18 Uhr, Sporthalle Gießen Ost) ist ein Sieg für die 46ers Pflicht, zumal Kontrahenten wie Würzburg oder Chemnitz bei sechs Punkten Vorsprung sogar noch zwei, drei weniger absolvierte Spiele als Reserve in der Hinterhand halten.

Im Gegensatz zu den 46ers, bei denen gerade die Routiniers Brandon Thomas, Brandon Bowman und Jonathan Stark am Samstag in Frankfurt wiederholt ihrer Rolle als Leistungsträger nicht gerecht wurden. Was dazu führte, dass Trainer Rolf Scholz in der Crunchtime Youngster Bjarne Kraushaar mehr Vertrauen schenkte, obwohl auch dieser zuvor nur mäßige Leistungen gebracht hatte.

Ob der Coach kein Vertrauen in Stark hatte oder Stark keine Verantwortung übernehmen wollte, spielt rückblickend eine untergeordnete Rolle. Die Leistungsbilanz des von Sportchef Michael Koch verpflichteten Pointguards ist verheerend, seine Körpersprache desillusionierend.

Mindestens 20 Punkte nötig

Bände sprechen allerdings auch die letzten 26 Sekunden, als dem Team mit immenser Profi-Erfahrung nichts besseres einfiel, als die ganze Last des letzten Drei-Punkte-Wurfes auf den Schultern eines 21-jährigen Backups abzuladen. All die anderen stahlen sich aus der Verantwortung - nicht das erste Mal.

Rechnet man die Spielkons-tellationen hoch, werden zum Ligaerhalt 20 und mehr Punkte benötigt. Bis zum 8. Mai müssten demzufolge noch mindestens sechs Saisonsiege eingefahren werden, vorausgesetzt die Konkurrenz überrascht sich nicht selbst - wie jüngst Rasta Vechta beim 92:77-Erfolg gegen Ulm.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare