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Befreiungsschlag der Patriots

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Dreifacher Torschütze: Kevin Napravnik feiert mit den Rhein-Main Patriots den ersten Sieg der Bundesliga-Saison 2014.
Dreifacher Torschütze: Kevin Napravnik feiert mit den Rhein-Main Patriots den ersten Sieg der Bundesliga-Saison 2014. © Andreas Chuc

(pv/mn) Erleichterung bei den Rhein-Main Patriots: Im dritten Saisonspiel konnte der Skaterhockey-Bundesligist aus der Wetterau am Samstag den ersten Sieg feiern. Mit 10:6 (4:2, 2:4, 4:0) wurde der SHC Essen Rockets bezwungen.

»Dieser Erfolg hat befreiende Wirkung. Wir haben endlich einmal unsere Chancen genutzt«, freute sich Patriots-Trainer Patric Pfannmüller und hatte für das Sturm-Duo Kevin Napravnik/Jan Erik Bannenberg, das fünf Treffer erzielte, sowie für Marcel Kempf, der zum Schlussdrittel beim Stand von 6:6 eingewechselt und ohne Gegentor geblieben war, ein Sonderlob.

Vor 200 Zuschauern kam der Erfolg aber erst dank einer konzentrierten Leistung im Schlussdrittel zustande. Die Patriots brachten sich in den ersten 40 Minuten, trotz gutem Beginn und einer schnellen 3:0-Führung durch Tore von Bannenberg, Hannes Ressel und Napravnik durch einige Nachlässigkeiten im Spielaufbau und unnötige Strafzeiten selbst aus dem Rhythmus. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet erkannten ihre Chance und kämpften sich zurück ins Spiel. Nach einem weiteren Napravnik-Treffer wurden beim Stand von 4:2 die Seiten getauscht.

Von den spielerischen Vorteilen aus der starken Anfangsphase für die Patriots war nach dem schnellen Anschluss der Essener nicht mehr viel zu sehen. Das Spiel wurde immer kampfbetonter, und die Gäste kamen nun ein ums andere Mal gefährlich vor das Tor von Patriots-Torhüter Ingo Schwarz. Zur Hälfte der Partie konnten sich die Patriots dann aber erneut auf zwei Tore zum 6:4 absetzen. Einem Schlagschusstor von Christian Trautmann und einem Abstaubertreffer in Überzahl durch Kapitän Marco Forster folgte allerdings wieder der schnelle Konter der Essener, die noch vor der zweiten Pause, nicht unverdient, zum 6:6 ausgleichen konnten.

Vor den abschließenden 20 Minuten richtete Patric Pfannmueller dann die richtigen Worte an sein Team. Die Wetterauer, ab der 41. Minute mit Marcel Kempf im Tor, kamen wiedererstarkt aus der Kabine und konnten den Rockets, wie in den ersten Spielminuten, ihr Spiel aufzwingen. Innerhalb von fünf Minuten konnten sich die Patriots durch Tore von Bannenberg, Napravnik, Ressel und Yannick Wehrheim spielentscheidend auf 10:6 absetzen und kontrollierten in der Folge das Spiel. Essen hatte keine Antwort auf das druckvolle Offensivspiel der Patriots und musste sich geschlagen geben.

Torhüter Marcel Kempf zeigte eine starke Vorstellung und konnte sich durch seinen Einsatz und einen gehaltenen Penalty für die kommenden Spiele empfehlen.

»Jetzt haben wir den Bann gebrochen«, meinte der dreifacher Torschütze Kevin Napravnik. »Wenn wir uns so wie heute konzentrieren, kommt auch das Selbstvertrauen zurück. Wichtig ist, dass wir defensiv gut stehen und vorne konsequent unsere Chancen nutzen. Das war auch unsere Hauptaufgabe im Training, und ich denke, das haben wir das heute weitestgehend ganz ordentlich gemacht haben. Teamkollege Marco Forster fand: »Dieser Sieg zu Hause war nötig, um gestärkt in die weiteren Spiele zu gehen«..

Für die Patriots steht am kommenden Samstag das Auswärtsspiel beim amtierenden Meister den Samurai Iserlohn an.

Rhein-Main Patriots: Schwarz (ab 41. Kempf; Forster (1), Ressel (2), Berk, Gabler, Blum, Wehrheim (1), Jan Erik Bannenberg (2), Napravnik (3), Aletter, Trautmann (1), Lars Bannenberg.

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