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BBL-Chef hofft auf 50 Prozent Zuschauer

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(dpa/sid). Die temporäre Aussetzung des eigentlichen Mindest-Etats von drei Millionen Euro ist für den Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga (BBL), Stefan Holz, alternativlos. "Mit dem aktuellen Mindest-Etat hätten wir keine 18 Klubs in der kommenden BBL-Saison. Vielleicht auch keine 16", sagte Holz in einem Interview des Branchenmagazins "Sponsors".

Die BBL hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass die Vereine für die Lizenzerteilung für die Saison 2020/21 wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis präsentieren müssen. Ob alle Klubs die Lizenz bekommen, soll in dieser Woche entschieden werden.

"Wir drehen an diversen Stellschrauben, um den Klubs in Summe das Leben ein wenig zu erleichtern und Kosten zu sparen", sagte Holz. So wird unter anderem auch die vorgeschriebene Anzahl von hauptamtlich Beschäftigten für ein Jahr reduziert.

Wann - und wenn ja, wie viele - Zuschauer wieder in die Hallen dürfen, will Holz nicht prognostizieren. Zusammen mit dem Handball und dem Eishockey wurde an Konzepten gearbeitet. "Letztlich wird es zwei Konzepte brauchen, einerseits das Hygiene- und Sicherheitskonzept für die Beteiligten und andererseits eines für die Wiederzulassung von Zuschauern", sagte Holz. "Ersteres betrifft den Arbeitsschutz, Letzteres den Gesundheitsschutz." Es werde nicht das eine Konzept für alle geben, da die Begebenheiten jeweils unterschiedlich seien.

Die Zulassung von Zuschauern wird eine Herausforderung. Laut Holz stehe die Kapazitätsfrage im Zentrum der Überlegungen, "weil es mit einem sternförmigen Abstand von 1,5 Meter schwierig wird", erklärte er. "Mit einem Besucher auf neun Quadratmetern kommen wir nicht hin. Das würde eine Kapazität von etwa 15 Prozent bedeuten. Das macht wirtschaftlich keinen Sinn."

Wie Holz verriet, habe es bereits Tests in einer BBL-Halle gegeben. Dort sei eine Auslastung der Arena von 47 Prozent erreicht worden. "Allerdings war das nur ein Test, und es ist noch nichts genehmigt. Es hängt aber auch von der Zuschauerstruktur ab, da sich etwa Leute aus einem Haushalt in einer Halle zusammensetzen dürften. Vielleicht könnte eine Halle vorerst zu einem Drittel gefüllt sein - plus die zusammensitzenden Haushalte", so Holz. In einem solchen Fall könnte seiner Meinung nach eventuell eine Auslastung von 50 Prozent gelingen.

Die neue Saison soll am 6. November und damit deutlich später als in den vergangenen Jahren beginnen. Zuvor soll Ende Oktober bereits der BBL-Pokal ausgespielt werden.

Anderes Thema: BBL-Präsident Alexander Reil ist überzeugt davon, dass die zum Ende der vergangenen Saison ausgelaufene sogenannte 6+6-Regel in der Bundesliga auch in Zukunft gelten wird. "Die Deutschen-Quote hat sich in den vergangenen Jahren etabliert. Und ich denke, dass wir sie so beibehalten werden", sagte Reil dem Magazin "BIG - Basketball in Deutschland" (Juli-Ausgabe).

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