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Nach vier Jahren in Bad Nauheim steht Petri Kujala nun in der zweiten Saison bei den HC Bayreuth Tigers an der Bande.

Bayreuth Tigers

Bayreuth Tigers: Trainer Kujala bringt Konstanz und Ruhe

Die Bayreuth Tigers nehmen mit Trainer Petri Kujala die Pre-Playoffs ins Visier. Eine Lücke hat Abwehrchef Jozef Potac hinterlassen.

Der Sommer 2019 verlief in Bayreuth unglaublich ruhig: Planungssicherheit dank des schnellen Klassenerhalts in der ersten Runde der Playdowns, gepaart mit zahlreichen Vertragsverlängerungen bereits während der vergangenen Saison, ließen die Verantwortlichen entspannt, aber gezielt planen.

Zugänge/Abgänge:Die Tigers müssen einen schmerzlichen Abschied hinnehmen: Mit Abwehrchef Jozef Potac hat der Denker und Lenker der letzten neun Jahre seine Karriere beendet. Mit Luca Gläser und Timo Gams haben zwei junge Sturm-Talente die Tigers ebenso verlassen wie mit Mark Heatley ein "alter Haudegen", der beim Tempo der DEL2 aber immer mehr an seine Grenzen stieß. Dazu zog es Verteidiger Simon Mayr nach Kaufbeuren. Für die Abwehr wurde mit Tomas Schmidt (Dresden) ein routinierter Verteidiger geholt, dessen Stärken in der Defensive liegen. Ansonsten setzt man - ebenso wie beim Goalie-Duo Brett Jaeger und Timo Herden - auf Konstanz. Mit Stürmer Markus Lillich (Kaufbeuren) konnte man ein begehrtes Talent nach Bayreuth locken. Der gebürtige Memminger erhofft sich unter Trainer Petri Kujala deutlich mehr Eiszeit, um die nächsten Schritte zu gehen. Nico Kolb (Bad Nauheim) folgt seinem ehemaligen Trainer mit einem Jahr Versatz und will sich nach durchwachsener Saison etablieren. Etwas überraschend kam die Verpflichtung zweier gestandener DEL 2-Stürmer: Tyler Gron (Tölz) und Martin Davidek (Dresden) kommen mit ähnlichen Voraussetzungen. Beide müssen nach Schwierigkeiten in der Vorsaison zu alter Stärke finden. Mit Tim Zimmermann kehrt ein gebürtiger Bayreuther zurück in seine Heimatstadt, wo er den Sprung aus der DNL in die DEL2 schaffen will.

Stärken/Schwächen:Die Konstanz im Kader ist die vielleicht größte Stärke bei den Tigers: Mit Ivan Kolozvary und Michal Bartosch sowie Juuso Rajala und Ville Järveläinen finden sich in den beiden Topreihen eingespielte Duos, mit Sebastian Busch steht ein starker Mittelstürmer für die dritte Reihe zur Verfügung. Die Abwehr ist ebenso eingespielt. Dazu verfügt man über ein starkes Duo zwischen den Pfosten. Mit der Verpflichtung von Martin Davidek und Tyler Gron geht man ein gewisses Risiko ein: Finden beide zu alter Stärke zurück? Diese wird es brauchen, wenn die Tigers ähnlich zu letzter Saison um die Pre-Playoffs mitspielen und den Sprung über den Strich schaffen wollen.

Trainer/Umfeld:Geschäftsführer Matthias Wendel und Trainer Petri Kujala haben es geschafft, am Standort Ruhe einkehren zu lassen. Mit dem Klassenerhalt und einer ruhigen Kaderplanung geht man grundsätzlich entspannt in die Saison, auch weil im Umfeld große Vorfreude herrscht.

Fazit/Prognose:Auch im vierten DEL 2-Jahr für die Tigers muss und wird das primäre Ziel der Klassenerhalt sein. Alle Leistungsträger konnten in der Wagnerstadt gehalten werden, und mit wenigen Veränderungen im Kader will man von Beginn an konkurrenzfähig sein. Es gilt, einen Fehlstart ähnlich dem der vergangenen Saison zu vermeiden. Gelingt dies und bleibt man von Verletzungen bei den Leistungsträgern weitgehend verschont, scheint das Erreichen der Pre-Playoffs im Bereich des Möglichen zu liegen. Mit einer noch freien Kontingentstelle in der Hinterhand kann man zudem bei Bedarf nachjustieren. Christoph Knod

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