Bayreuth mit tiefer Bank

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Es ist ein erstes Schlüsselspiel für die Gießen 46ers in der Basketball-Bundesliga: Immer wieder betonen die Spieler, dass ihr Ziel die Playoffs sind. Nach den Niederlagen zuletzt in München und zu Hause gegen Vechta müssen John Bryant und Co. am Samstag gegen starke Bayreuther punkten. Sollten die Gießener am Samstag (18 Uhr, S porthalle Ost/telekomsport.de live) gegen medi Bayreuth hingegen verlieren, droht ihnen, recht schnell aus den top acht zu fallen. Bevor die Skyliners Frankfurt dreimal in Folge auf heimischem Parkett stehen, muss das Team von Headcoach Gordon Herbert am Samstag zum Auswärtsspiel nach Weißenfels reisen. Sprungball ist um 20.30 Uhr (www.telekomsport.de).

Es ist ein erstes Schlüsselspiel für die Gießen 46ers in der Basketball-Bundesliga: Immer wieder betonen die Spieler, dass ihr Ziel die Playoffs sind. Nach den Niederlagen zuletzt in München und zu Hause gegen Vechta müssen John Bryant und Co. am Samstag gegen starke Bayreuther punkten. Sollten die Gießener am Samstag (18 Uhr, S porthalle Ost/telekomsport.de live) gegen medi Bayreuth hingegen verlieren, droht ihnen, recht schnell aus den top acht zu fallen. Bevor die Skyliners Frankfurt dreimal in Folge auf heimischem Parkett stehen, muss das Team von Headcoach Gordon Herbert am Samstag zum Auswärtsspiel nach Weißenfels reisen. Sprungball ist um 20.30 Uhr (www.telekomsport.de).

Gießen 46ers - medi Bayreuth (Samstag, 18 Uhr): Zwar rangieren die 46ers derzeit noch auf dem siebten Platz und können auch bei einer Niederlage gegen die Oberfranken nicht aus den Playoffrängen fallen – aber auch nur, weil Ludwigsburg und Ulm derzeit noch ein Spiel weniger als die Gießener haben. Kurzum ist ein Sieg also Pflicht, wenn die 46ers es ernst meinen mit einer Viertelfinalteilnahme. Gießens Trainer Ingo Freyer dagegen macht sich dazu »gar keine Gedanken. Das ist ein Thema, mit dem wir uns eher nicht beschäftigen wollen. Wir konzentrieren uns zu 100 Prozent auf unser nächstes Spiel – so wie immer.«

Dass die Bayreuther derzeit eines der heißesten Teams der Liga sind, macht die Aufgabe nicht einfacher. In der Liga gewann die Mannschaft von Trainer Raoul Korner zuletzt viermal in Folge – nur die noch ungeschlagenen Münchner haben eine längere Siegesserie vorzuweisen. Zudem gab es in der Champions League ebenfalls vier Erfolge nacheinander für den Österreicher und seine Schützlinge. Bei Besiktas Istanbul feierten die Wagnerstädter am Dienstag ein souveränes 90:74 – obwohl mit Adonis Thomas ein Starter mit einer Oberschenkelverletzung fehlte. Auch in Gießen dürfte der Flügelspieler nicht mit am Start sein. Mit Kassius Robertson sprang in Istanbul aber einer seiner Mitspieler in die Bresche und überragte mit 31 Zählern. Ein Zeichen für den tief besetzten Kader der Bayreuther: Gleich elf Spieler stehen im Schnitt mehr als elf Minuten auf dem Parkett, Forward De’Mon Brooks ist mit nicht einmal 27 Minuten Einsatzzeit pro Spiel der Akteur mit den meisten Minuten. Zum Vergleich: Brandon Thomas steht für die 46ers über 34 Minuten auf dem Parkett. Auch John Bryant, der am Freitag die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hat, und Larry Gordon kommen auf mehr als 30 Minuten Einsatzzeit.

Seinen Topstar der bisherigen Saison holte Trainer Korner aus dem Land der aufgehenden Sonne: Hassan Martin, in der vergangenen Spielzeit in Japan aktiv, hat sich bereits im ersten Saisondrittel als einer der besten Powerforwards der Bundesliga etabliert. Nicht nur punktet der 2,01-Meter-Mann aus New York in Korbnähe nahezu traumwandlerisch sicher – seine 16,0 Punkte pro Spiel entstammen aus 72,9 Prozent Wurfquote im Zweierbereich –, mit 2,8 Blocks schickt der Absolvent der University of Rhode Island auch so viele Würfe zurück zum Absender wie kein anderer Spieler der Liga.

Mitteldeutscher BC - Skyliners Frankfurt (Samstag, 20.30 Uhr): Frankfurts Trainer Gordon Herbert sagt: »Wir sind seit Donnerstagabend erst wieder in Frankfurt zurück. Wir hatten davor schon eine lange Fahrt nach Berlin, jetzt nach Bar und auch nach Weißenfels ist es ein gutes Stück Weg. Für uns wird die Balance aus Regeneration und Training wichtig sein.«

Ein Sieg aus neun Spielen und die schlechteste Punktedifferenz aller Teams der BBL. Die Bilanz des MBC liest sich zunächst verheerend. Doch zuletzt zeigte das Team von Headcoach Aleksandar Scepanovic aufsteigende Tendenzen. Den ersten Sieg sicherte man sich vor vier Spieltagen bei den Eisbären Bremerhaven (76:81) und zuletzt hatte man den Tabellenfünften aus Bayreuth am Rande einer Niederlage (95:92). Für die Skyliners Warnzeichen genug, den aktuell Vorletzten der Tabelle nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Treibende Kraft im MBC-Spiel ist Guard Lee Moore, der im Schnitt auf 14,6 Punkte, 5,3 Rebounds und 2,6 Assists kommt. Die Kombination mit seinem Aufbauspieler-Pendant Trevor Releford kann für jede Verteidigung eine Herausforderung darstellen. Probleme hat der MBC im bisherigen Saisonverlauf allerdings von der Dreipunktelinie. Kein Team wirft die Distanzwürfe schlechter (29,7 Prozent). Folgerichtig versuchen es die Weißenfelser selten von draußen.

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