Sonderstellung beendet

Bayern Alzenau darf wieder zu Hause spielen

  • vonred Redaktion
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(hna/phk). Wenn die Stadt Alzenau nur ein paar Kilometer weiter nördlich liegen würde, dann wäre die Fußball-Welt für das Regionalliga-Team des FC Bayern Alzenau schon länger in Ordnung. Weil das aber nun mal nicht so ist, und sich Alzenau im bayerischen Teil des Rhein-Main-Gebiets befindet, herrschte dort bislang großer Frust.

Denn: Aufgrund des bayerischen Infektionsschutzgesetzes durfte der Verein bislang keine Pflichtspiele gegen Mannschaften aus anderen Bundesländern austragen - zumindest nicht in Alzenau. Die Folge: Das Heimrecht für den Saisonauftakt gegen Koblenz wurde getauscht, Alzenau trat nun auswärts an - und gewann 2:0. Immerhin.

Am Dienstag gab es nun Entwarnung: Ab dem 19. September darf Alzenau auch zu Hause spielen - wenn auch vor maximal 400 Zuschauern. Ein Ärgernis für Alzenaus Vorstandsmitglied Andreas Trageser - wenn man einen Blick nach Hessen wirft und sieht, dass dort Spiele vor 1000 und mehr Zuschauern ausgetragen werden. Doch die Spieler seien froh gewesen, dass sie überhaupt spielen dürfen, sagt er.

Der Hintergrund des Dilemmas: Weil Alzenau teilweise nur einen Kilometer von der hessischen Grenze entfernt liegt, gehört der Klub schon seit mehr als 30 Jahren fußballerisch zu Hessen. "Wir fühlen uns als Hessen. Die Innenstadt von Frankfurt ist von uns aus nur 25 Kilometer entfernt", sagt Trageser.

Das sorgte für Frust: Auf den Antrag einer Sondergenehmigung gab es von der Staatskanzlei zunächst keine Rückmeldung. Trageser und Co., die in der vergangenen Wochen sechs Anfragen für TV-Interviews bekamen, waren sichtlich genervt: Immerhin ist Alzenau der einzige Klub deutschlandweit, der bislang nicht zu Hause spielen darf.

Nun also doch. Das erleichtert auch den Rockenberger Thorsten Bastian als Klassenleiter der Gruppenliga Frankfurt-Ost. Dort kickt Alzenaus "Zweite", die erst an diesem Wochenende - ebenfalls in der Fremde - in die Saison startetet, das nächste geplante Heimspiel gegen Germania Dörnigheim am Mittwoch, 23. September (19 Uhr), dann aber wie gewohnt vor heimischer Kulisse absolvieren darf.

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