Basketball ohne Auf- und Absteiger

  • vonred Redaktion
    schließen

(hna). Die Basketballer gehen in der kommenden Saison einen eigenen Weg. Während Fuß-, Hand- und Volleyballer planen, ihre Spielzeiten unter normalen Bedingungen zu beginnen, hat der Hessische Basketball-Verband (HBV) gravierende Änderungen beschlossen. Die Saison soll wie geplant am 12. September starten. Aus Wetterauer Sicht ist der TSV Butzbach mit einem Herren- und einem Damen-Team in der Landesliga am Start. Die weibliche U 18 des TSV spielt in der Oberliga, ebenso wie die männliche U 18 der TG Friedberg. Der Herren des TV Okarben spielen in der Bezirksliga Frankfurt.

Eines fällt sofort ins Auge: Es wird in der kommenden Spielzeit keine Auf- und Absteiger geben. "Wir können nicht garantieren, dass die Saison nahtlos zu Ende gespielt wird. Wenn eine Kommune ihre Hallen schließen muss, darf nicht der Verein dafür bestraft werden", sagt Ilse Kühn, die als Bezirksvorsitzende dem HBV-Sportausschuss angehört. Außerdem will der Verband damit einer möglichen Wettbewerbsverzerrung vorbeugen. Diese könnte beispielsweise auftreten, wenn eine Mannschaft durch mehrere Spielabsagen keinen Rhythmus aufnehmen kann, oder durch einen lokalen Lockdown längere Zeit nicht trainieren und spielen darf.

Keine Zuschauer

"Bis zum 31. Oktober finden alle Spiele des HBV und seiner Bezirke ohne Zuschauer statt, unabhängig der örtlichen Bestimmungen", so heißt es in der Mitteilung des Verbandes. Damit grenzt sich der HBV von anderen Sportarten ab. Dort sind Zuschauer meist erlaubt, wenn die behördlichen Vorgaben dies ermöglichen. Zu einer Mannschaft gehören maximal 15 Personen. "Es gibt die Einschränkung bis Ende Oktober. Dann soll noch mal überprüft werden, wie sich die Situation entwickelt hat", sagt Kühn.

Der HBV ermöglicht es den Vereinen zu jedem Zeitpunkt der Saison, Teams abzumelden. Für den Rückzug wird es keine Strafen geben. Außerdem dürfen Spiele kostenfrei verlegt werden, wenn sich Spieler in Quarantäne befinden oder einem Verein keine Halle zur Verfügung steht, da sie von der Kommune gesperrt wurde. Auch das ist neu, Spielverlegungen waren bisher immer mit Kosten verbunden. "Wir müssen schauen, dass es überhaupt einen Spielbetrieb gibt", sagt Kühn.

Die Vereine müssen ihre Hygienekonzepte vor dem Saisonstart dem HBV schicken. Dieser sammelt die Vorgaben und veröffentlicht sie auf seiner Homepage. So kann jeder Klub einsehen, was ihm bei einem Auswärtsspiel erwartet - beispielsweise, ob es möglich ist, zu duschen. Außerdem soll jedes Auswärtsteam dem Gastgeber eine Teilnehmerliste mit Kontaktdaten übergeben. Damit soll die Nachverfolgung der Infektionsketten gewährleistet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare