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Das Bartels-Triple

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Dreimal Podium in Düsseldorf durch dreimal Bartels (v. l.): Sven Bartels, Manuela Bartels und Florian Bartels.
Dreimal Podium in Düsseldorf durch dreimal Bartels (v. l.): Sven Bartels, Manuela Bartels und Florian Bartels. © Tanja Weber

(web) Besonders erfolgreich schlossen die Triathleten der Familie Bartels von Triathlon Wetterau die Deutschen Altersklassenmeisterschaften über die Olympische Distanz in Düsseldorf ab. Sven Bartels holte den Titel in der AK35, Manuela und Florian Bartels freuten sich über Silber in der AK30.

Während am gleichen Tag die Eisenmänner und –frauen in Frankfurt mit schwülen sonnigen 31 Grad zu kämpfen hatten, herrschte zum Startzeitpunkt der Altersklassenathleten in Düsseldorf nachmittags Weltuntergangsstimmung. Starkregen und extreme Windböen führten zu zahlreichen Stürzen und Ausfällen und erforderten umsichtiges Radfahren auf der kurvigen Radstrecke. Sven und Florian Bartels starteten mit dem rund 200 Athleten umfassenden Männerfeld um 14.30 Uhr. Während des Schwimmens im Düsseldorfer Hafenbecken fing es bereits an zu schütten. Da der Rhein 22 Grad Wassertemperatur hatte, herrschte Neoprenverbot. Sven Bartels lief nach 16:18 Minuten Schwimmzeit für die deutlich zu kurze Schwimmstrecke, die laut Ausschreibung 1500 Meter lang sein sollte, ans Ufer. Er konnte sich auf dem überwiegend flachen schnellen drei Rundenkurs à zwölf Kilometer von Position 25 nach dem Schwimmen weiter nach vorne fahren und lief mit der siebtschnellsten Radzeit von 55:48 Minuten in die zweite Wechselzone.

Auf dem abschließenden 9,5 Kilometer langen Lauf, der sich aus fünf Runden à 1,9 Kilometer mit zwei kleinen Steigungen vorbei am Landtag von NRW und dem Rheinturm zusammensetzte, lief er mit seiner Laufzeit von 35:18 Minuten nicht zufrieden an Gesamtposition fünf des Männerfeldes ins Ziel am Unteren Rheinufer. »Wenn ich eine Minute schneller beim Laufen unterwegs gewesen wäre, hätte ich um Gesamtplatz drei mitkämpfen können«, bilanziert der frischgebackene Deutsche Meister nach dem harten Rennen. Trotzdem freut er sich natürlich riesig, mit einer Endzeit von 1:51:31 Stunden den nationalen Titel in der AK35 geholt zu haben.

Sein Schwager Florian Bartels stieg nach mäßiger Schwimmzeit von 17:25 Minuten und einem gewohnt schnellen Wechsel auf sein Zeitfahrrad. Hier konnte er trotz der widrigen Bedingungen den Abstand nach vorne konstant halten und fuhr die 37,5 Kilometer lange Strecke in 56:28 Minuten. Mit der zweitschnellsten Laufzeit der gesamten Deutschen Meisterschaften von 33:57 Minuten lief sich der 34-Jährige auf Platz zwei der AK30 nach vorne, lediglich 22 Sekunden trennten den Bauingenieur vom Altersklassensieger. Mit 1:51:40 Stunden Endzeit platzierte sich Florian Bartels zudem auf Platz sechs insgesamt.

Den Gesamtsieg holte die 46-jährige bayerische Triathlonlegende Dr. Harald Funk von der SG Katek Grassau in 1:50:42 Stunden, der zu den Urgesteinen des Deutschen Triathlonsports gehört und seit Mitte der 1980er Jahre im Wettkampfgeschehen vertreten ist.

Die mehrfache Hessenmeisterin Manuela Bartels musste nach gutem Schwimmauftakt von 17:42 Minuten auf der Radstrecke verhalten fahren, da es zum Zeitpunkt des Frauenrennens wieder heftig zu regnen und stürmen begann. Nach 1:04:38 Stunden Radzeit lief sie in die zweite Wechselzone, wo sie zunächst ihren Wechselbeutel mit den Turnschuhen nicht fand, weil ein anderer darüber lag. In der dritten Disziplin lief Bartels mit 40:38 Minuten wieder näher an die Führende ihrer Altersklasse heran, die ihr auf dem Rad einige Minuten abgenommen hatte. Im Ziel trennten die beiden eine knappe Minute. Nach 2:07:27 Stunden lief sie glücklich über Platz zwei der AK30 und Gesamtplatz sechs des Frauenfeldes ins Ziel.

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