Bankspieler machen Sieg fest

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Dan Panaggio war nach der Pressekonferenz noch in Plauderlaune. Der US-Amerikaner, seit Anfang der Saison Gesellschafter, Sportdirektor und seit knapp zwei Wochen auch Trainer der Eisbären Bremerhaven, fragte Gordon Herbert, wo er denn herkomme. Der Skyliners-Cheftrainer antwortete zwar und stellte seinem Gegenüber die gleiche Frage, wirklich interessiert war der Kanadier aber nicht an dieser Konversation. Und als Panaggio ihm nochmal zu einem guten Spiel gratulierte, die Frankfurter hatten gestern in der Basketball-Bundesliga 84:77 (47:39) gewonnen, wiegelte Herbert ab: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns." Dann gab er Panaggio einen Klaps auf den Rücken und wünschte ihm mit ausdrucksloser Miene eine gute Rückfahrt.

Dan Panaggio war nach der Pressekonferenz noch in Plauderlaune. Der US-Amerikaner, seit Anfang der Saison Gesellschafter, Sportdirektor und seit knapp zwei Wochen auch Trainer der Eisbären Bremerhaven, fragte Gordon Herbert, wo er denn herkomme. Der Skyliners-Cheftrainer antwortete zwar und stellte seinem Gegenüber die gleiche Frage, wirklich interessiert war der Kanadier aber nicht an dieser Konversation. Und als Panaggio ihm nochmal zu einem guten Spiel gratulierte, die Frankfurter hatten gestern in der Basketball-Bundesliga 84:77 (47:39) gewonnen, wiegelte Herbert ab: "Wir haben noch viel Arbeit vor uns." Dann gab er Panaggio einen Klaps auf den Rücken und wünschte ihm mit ausdrucksloser Miene eine gute Rückfahrt.

Wenn Herbert unzufrieden ist, kann ihm auch der netteste und freundlichste Mensch der Welt gegenübertreten, zum Lächeln wird ihn dann niemand bringen. "Unser mentaler Fokuslevel war nicht da", brummte Herbert. Dass die Skyliners nach dem zweiten Ligasieg in Folge wieder näher an die Playoffplätze gerückt sind, interessierte den 59-Jährigen nicht. Für ihn geht es immer darum, besser zu werden. Nach zuletzt zwei ordentlichen Auftritten, war das Spiel gegen den Tabellen-16. wieder von vielen Fehlern geprägt.

Herberts Laune war schon vor der Partie im Keller. Center Leon Kratzer fehlte am zweiten Weihnachtsfeiertag wegen einer Knieverletzung. So durfte vor 3380 Zuschauern in der Ballsporthalle mal wieder Marco Völler von Beginn an ran. Die Eisbären probierten einige neue Dinge aus, auf die die Hessen nicht vorbereitet waren. Doch auch die eigenen Spielzüge klappten nicht so gut. Trae Bell-Haynes erwischte einen rabenschwarzen Tag, durfte nur knapp 15 Minuten ran, weil er zu viele Ballverluste fabrizierte. Auch Jason Clark schmorte im Schlussviertel auf der Bank, denn, obwohl er mit zehn Zählern offensiv zu den gefährlichsten Spielern gehörte, missfiel Herbert wohl mal wieder seine Defensivarbeit. Die Kohlen aus dem Feuer holten die Bankspieler: Erik Murphy (16 Punkte), Brady Heslip (16), Akeem Vargas (9) und Shawn Huff (7). Sie standen in der entscheidenden Phase neben Kapitän Quantez Robertson auf dem Parkett und machten den Sieg fest. "Wir waren beharrlich", sagte Gordon Herbert. Immerhin. Ob das auch am Samstag in Ulm reicht? Viel Zeit zum Training haben die Hessen nicht. Timur Tinç

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