Fußball-Hessenliga

Bahssou wieder in Startelf

Statt mit Siegen auf eigenem Terrain im Kampf um den Klassenerhalt die Lage ein wenig zu entschärfen, gingen die Wetterauer Fußball-Hessenligisten am letzten Wochenende leer aus: Der FV Bad Vilbel zog gegen Rot-Weiß Hadamar mit 1:2 den Kürzeren, Türk Gücü Friedberg hatte gegen Viktoria Griesheim (0:3-Pleite) ebenfalls nichts zu bestellen. Dadurch zählen beide Klubs nach wie vor zu jenen mindestens acht Vereinen, die in den noch verbleibenden Pflichtspielen gewiss eine Schippe drauflegen müssen, um angesichts von sehr wahrscheinlich vier Direktabsteigern auch in der kommenden Saison Hessenliga-Status zu genießen. Beiden heimischen Vertretern droht am 26. Spieltag auf fremden Plätzen erneut heftiger Gegenwind: Bad Vilbel (Rang 10/29 Punkte) gastiert am Samstag beim Rangfünften SG Barockstadt Fulda/Lehnerz, während Türk Gücü Friedberg (13./27) einen Tag später beim in Reichweite liegenden Tabellenneunten FC Eddersheim (30 Zähler) antreten muss.

Statt mit Siegen auf eigenem Terrain im Kampf um den Klassenerhalt die Lage ein wenig zu entschärfen, gingen die Wetterauer Fußball-Hessenligisten am letzten Wochenende leer aus: Der FV Bad Vilbel zog gegen Rot-Weiß Hadamar mit 1:2 den Kürzeren, Türk Gücü Friedberg hatte gegen Viktoria Griesheim (0:3-Pleite) ebenfalls nichts zu bestellen. Dadurch zählen beide Klubs nach wie vor zu jenen mindestens acht Vereinen, die in den noch verbleibenden Pflichtspielen gewiss eine Schippe drauflegen müssen, um angesichts von sehr wahrscheinlich vier Direktabsteigern auch in der kommenden Saison Hessenliga-Status zu genießen. Beiden heimischen Vertretern droht am 26. Spieltag auf fremden Plätzen erneut heftiger Gegenwind: Bad Vilbel (Rang 10/29 Punkte) gastiert am Samstag beim Rangfünften SG Barockstadt Fulda/Lehnerz, während Türk Gücü Friedberg (13./27) einen Tag später beim in Reichweite liegenden Tabellenneunten FC Eddersheim (30 Zähler) antreten muss.

SG Fulda/Lehnerz – FV Bad Vilbel (Samstag, 15 Uhr) : Der Abstiegskampf verspricht noch eine nervenaufreibende Sache zu werden. Dabei hatte der Verbandsspielausschuss im Juni 2018 schon etwas Dampf rausgenommen, indem er für die Spielzeit 2019/20 die Rückkehr zu einer 18er-Liga beschloss. Doch aktuell stehen zwei hessische Teams am Ende der Regionalliga-Tabelle, und wenn es dabei bliebe, müssten vier Hessenligisten absteigen.

Der FV Bad Vilbel hat noch fünf Punkte Vorsprung auf den viertletzten Tabellenplatz, aber auch schon ein Spiel mehr absolviert als der dort rangierende Hünfelder SV. Und die Mannschaft von Trainer Amir Muastafic hat mit der Partie bei der SG Barockstadt keine leichte Aufgabe vor der Brust. Der Tabellenfünfte dürfte zwar mit dem 0:1 in Ginsheim am vergangenen Wochenende seine Aufstiegschance verspielt haben, kann sich aber vor eigenem Publikum sicher keinen halbherzigen Auftritt leisten – so wie sich das Bad Vilbel am Samstag beim 1:2 gegen Hadamar herausgenommen hatte.

Adnan Alik muss wegen seiner "Notbremse" in der Partie gegen Lohfelden noch ein Spiel zuschauen, und Jonas Grüter, der nach Ablauf seiner Sperre wieder ran dürfte, ist beruflich verhindert. Und so dürfte Tim Tilger erneut in der Innenverteidigung gebraucht werden und deshalb im zentralen Mittelfeld fehlen. Dort hatte Thorben Knauer gegen Hadamar als nahezu einziger Bad Vilbeler zwar den Eindruck gemacht, den Ball haben zu wollen, war aber zu sehr auf sich allein gestellt. Nuh Uslu, der ebenfalls im Zentrum spielen könnte, wirkte weiter vorne eher "verschenkt". Mustafic denkt darüber nach, Uslu wieder als Sechser einzusetzen. "Es geht aber vor allem darum, schnell herauszufinden, wieso die Form nicht da ist – und zwar bei so gut wie allen. Vielleicht stimmt einfach die Mischung nicht", sinniert der Coach. Nach Fulda fährt Bad Vilbel aber natürlich "nicht nur, um die Punkte dort abzuliefern", stellt Mustafic klar. "Mit etwas Glück sind wir nicht chancenlos", sagt er.

FC Eddersheim – Türk Gücü Friedberg (Sonntag, 15.30 Uhr): Lässt man die ersten vier Begegnungen nach der Winterpause Revue passieren, sind lediglich vier Zähler aus den Partien gegen Flieden, Alzenau, Ederbergland und Griesheim nach Ansicht der Friedberger Trainer Mustafa Fil und Gültekin Cagritekin definitiv zu wenig. "In Flieden hätte ein Punkt herausspringen müssen, und die 0:3-Heimpleite gegen Viktoria Griesheim stand gewiss nicht auf unserer Rechnung", bilanziert Cagritekin. Ohne kreativen Spielaufbau sei, so der TG-Übungsleiter, in der Hessenliga eben kein Blumentopf zu gewinnen. Bei den Kreisstädtern lief im Gegensatz zur Partie in Battenberg gegen Ederbergland, wo auf großem Naturrasenplatz im Spiel nach vorne genügend Ideen inszeniert wurden, vor eigenem Publikum auf kleineren Kunstrasengrün gegen Griesheim in der Offensive 90 Minuten lang nichts zusammen. Deshalb beim FC Eddersheim, zuletzt klarer 5:1-Sieger über Ederbergland und Gießen-Bezwinger (1:0 am 3. Oktober), die taktische Marschroute zu ändern ( 4-4-2 anstatt 3-4-3) oder angesichts des nahezu komplett zur Verfügung stehenden Kaders (nur Marvin Akkus-Rodriguez fällt aus) personelle Änderungen vorzunehmen, wäre die logische Konsequenz. Gültekin Cagritekin lässt sich nicht in die Karten schauen, doch Torjäger Younes Bahssou gegen Eddersheim erstmals in diesem Jahr von Beginn an zu bringen, hält er für sehr wahrscheinlich: "Wir haben ihn in den letzten Wochen bewusst geschont. Jetzt hat er in Sachen Fitness keine Probleme mehr, also steht seinem Einsatz nichts im Weg." – Hinspiel: 1:1.

Türk Gücü Friedberg: Shpirov (Kröller), Effiong, Dudda, Bartel, Usic, Tesfaldet, Erdogan, Takahashi, Gürsoy, Toskovic, Bahssou, Kohnke, Aslan, Biber, Miric, Bell Bell, Bayraktar, Mitrovic.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare