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Bäuscher wird nach 46 Kilometern gecatcht

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(mw) Nach etwas über 46 Kilometern kam das Auto nah. Sehr nah. Lea Bäuscher von der LG Ovag Friedberg-Fauerbach, die auch für die Asics Frontrunner startet, legte noch einen nicht ganz ernst gemeinten Endspurt mit ihrem Mitläufer hin und gab sich dann lachend geschlagen.

46,29 Kilometer hatte es gedauert, bis das sogenannte Catcher Car die Läuferin aus Friedberg eingeholt hatte. Bei der Premiere des Wings for Life World Run war Bäuscher diese Distanz in Darmstadt gelaufen und hatte damit alle anderen Teilnehmerinnen hinter sich gelassen. Auch Sabrina Mockenhaupt, die Weltklasseläuferin. »Dieser Lauf war ein richtig geiles Erlebnis«, bilanziert Bäuscher.

An 34 Orten weltweit waren mehr als 35 000 Läufer auf die Strecke gegangen, um sich möglichst lange gegen das immer schneller werdende Catcher Car zu behaupten. Gestartet wurde von Neuseeland bis Kalifornien zeitgleich, bei der deutschen Auflage in Darmstadt gingen um 11 Uhr die Athleten auf die Strecke. Eine halbe Stunde später warf das Catcher Car den Motor an und begann mit 15 Kilometer pro Stunde, ehe es immer schneller wurde.

Das Rennen war ein Charity-Lauf zugunsten der Stiftung Wings for Life. Die kompletten Startgelder und Spenden in Höhe von mehr als drei Millionen Euro fließen in die Stiftung, die sich der Rückenmarksforschung widmet und damit Querschnittsgelähmten hilft. Mit prominenter und massiver finanzieller Unterstützung durch Sponsoren wurden die 34 Läufe ein mediales Highlight. Es gab Liveübertragungen aus allen Orten, bei der deutschen Version moderierte unter anderem Laufexperte Herbert Steffny mit. »Excellent performance from Bauscher«, jubelte der amerikanische Kommentator, der etwas Schwierigkeiten mit dem Umlaut im Namen der Deutschen hatte.

46,29 Kilometer schaffte Bäuscher, bis sie nach rund 3:25 Stunden vom Catcher Car eingeholt wurde. »Eine Runde waren 32 Kilometer, ehe es auf die nächste Schleife ging. Dort wollte ich aussteigen. Aber es lief so gut, meine Mitläufer und ich waren großartig drauf. So viel Spaß hatte ich lange nicht mehr. Da ging es eben noch ein Stück weiter«, erzählte die begeisterte Siegerin, die im kommenden Jahr beim Wings for Life World Run an einem Ort ihrer Wahl starten darf.

Nur vier Läuferinnen weltweit waren länger und damit weiter unterwegs als die Friedbergerin. In Darmstadt führte zunächst die deutsche Spitzenläuferin Sabrina Mockenhaupt, die ihren Trainingslauf jedoch nach 25 Kilometern beendete.

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