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Lea Bäuscher verpasst WM-Bronze nur knapp

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(mw) Lea Bäuscher hatte noch eine Rechnung offen. »2009 bei den Europameisterschaften in Telfis lief es absolut nicht nach Wunsch. Das Ziel war also, beim nächsten Mal eine gute Leistung im Nationaltrikot zu bringen«. Und dies gelang Bäuscher bei der Langdistanz-WM in Interlaken im Rahmen des Jungfrau-Marathons in der Schweiz. Flott war auch Vereinskollege Benedikt Heil unterwegs.

Die Athletin der LG Ovag Friedberg-Fauerbach benötigte über die 42,195 Kilometer 3:55:59 Stunden und wurde damit 26. Frau in der WM-Wertung, zudem verpasste das deutsche Frauen-Team nur knapp eine Medaille. Vereinskollege Benedikt Heil lief bei den Männern ein starkes Rennen und kam nur kurz hinter dem vierten deutschen WM-Finisher ins Ziel.

»Mit diesen guten Ergebnissen hätte keiner gerechnet. Es lief super für uns«, bilanzierte Bäuscher hochzufrieden. Mit einem Platz zwischen Rang 30 und 40 hatte die 30-Jährige in Absprache mit den deutschen Verantwortlichen geliebäugelt. »Dass ich im vorderen Drittel gelandet bin, hätte ich nicht erwartet«. Große Freude herrschte bei den drei Deutschen zunächst im Ziel, als das Gerücht die Runde machte, dass die Mannschaft sogar die Bronzemedaille gewonnen habe. Zwei Stunden später, nach der detaillierten Auswertung, hatten sich jedoch die drei Österreicherinnen vor das deutsche Trio geschoben – mit knapp vier Minuten Vorsprung (11:35:29 zu 11:39:13 Stunden).

»Das wäre für uns vielleicht drin gewesen, wenn wir das gewusst hätten«, trauerte Bäuscher ein wenig der verpassten Medaille nach.

Im Rennen hatten die Läuferinnen über 1800 Höhenmeter zu erklimmen, wobei es erst hinter Kilometer 25 mit richtig steilen Anstiegen interessant wurde. »Ich hätte ein bisschen schneller angehen können, aber insgesamt habe ich es mir gut eingeteilt«, meinte Bäuscher, die das Naturerlebnis und die technisch schwierigen Wege am Berglauf schätzt.

In Liechtenstein im Juni, bei einem der offiziellen Qualifikationsläufe, hatte sich Bäuscher für die WM empfohlen. Zu den Vorbereitungsläufen gehörte auch der Halbmarathon beim Schildhorninferno mit 2175 Höhenmetern, bei dem sie Zweite wurde. Für die Übungseinheiten am Berg reist Bäuscher an vielen Wochenenden im Jahr in den Süden, um dort mit Berglauf-Teamkameraden oder Ex-Weltklasse-Läufer Herbert Steffny an steilen Anstiegen zu trainieren.

Für Benedikt Heil lief es beim Jungfrau-Marathon ebenfalls sehr gut. Der frühere Vierte der Deutschen Marathon-Meisterschaften benötigte 3:18:41 Stunden und belegte damit im offenen Lauf unter knapp 3000 Männern den 31. Platz. Zudem blieb der 30-Jährige nur 22 Sekunden hinter Martin Schedler, dem viertschnellsten deutschen WM-Starter.

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