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»Bad Nauheim gehört in die Zweite Liga«

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(mw) Die Zielsetzung von Boris Ackers ist klar. »Mit dem EC Bad Nauheim in die Zweite Liga«.

Der 26-jährige Torwart, der in der vergangenen Woche bei dem heimischen Eishockey-Oberligisten einen Vertrag unterschrieb, möchte mit dem Traditionsclub aus der Oberliga den Sprung zurück in die zweithöchste deutsche Spielklasse schaffen. Mit der Verpflichtung des zuletzt in der niederländischen Eredivisie engagierten Torwarts haben EC-Alleingesellschafter Wolfgang Kurz und seine Mitstreiter in der vergangenen Woche für einen Coup gesorgt.

Denn mit Ackers kommt ein DEL-erfahrener Goalie in die hessische Kurstadt, der freilich die Nummer eins werden soll.

Der Kontakt nach Bad Nauheim war für Ackers durch seinen Torwartkollegen und ehemaligen Mitspieler Nolan Mc Donald entstanden, der in Weißwasser einst unter dem heutigen EC-Trainer Fred Carroll spielte. »Boris war unser Wunschkandidat, er war erste Wahl. Wir haben nach einem Torwart gesucht, der uns weiterhelfen kann, und er ist definitiv einer«, sagt Carroll über seinen neuen Mann zwischen den Pfosten. »Es ist die richtige Entscheidung«, pflichtet Kurz bei.

Ackers hat mit den Roten Teufeln sportlich große Ziele, der Aufstieg in die Zweite Liga soll realisiert werden. »Bad Nauheim ist ein Standort, der in die Zweite Liga gehört. Das sportliche Konzept hat mich schnell überzeugt, deshalb habe ich zugesagt«, sagt der Rechtsfänger, der nun seine Zelte wieder im Rhein-Main-Gebiet aufschlägt. Dort hatte er schon mal gespielt, bei den Frankfurt Lions. »Die Zeit möchte ich nicht missen«, sagt Ackers, der mit den Löwen 2004 DEL-Meister war. Aus der Zeit in der Mainmetropole kennt er auch Jan Barta, einen der Führungsspieler im EC-Team.

Im vergangenen Jahr verließ Ackers Deutschland und spielte in eine Saison bei den Nijmegen Devils. »Ich habe dort viel Erfahrung gesammelt und spielerisch einiges dazugelernt. Insbesondere der Pokalsieg in der Overtime war ein tolles Erlebnis.« In den Niederlanden hatte er mit einem Außenseiter nicht nur als Team Erfolg, sondern erhielt auch eine persönliche Auszeichnung: Der gebürtige Krefelder wurde von Spielern, Trainern und Journalisten zum besten Torwart der Liga gewählt.

Dass das Engagement überhaupt zustande kam, verdankte er eigentlich seinem Pech - weil in Essen die Lichter ausgingen und alle anderen Vereine schon deutsche Torhüter unter Vertrag hatten, probierte er es im von seinem Wohnort 40 Autominuten entfernten Nijmegen.

Positiver Nebeneffekt für den zuletzt in Krefeld lebenden 1,89 Meter großen und 93 Kilogramm schweren Torhüter: Freundin Dorraine, die in Frankfurt lebt und studiert, dürfte wieder mehr Zeit mit Ackers verbringen können.

Hare bleibt nicht

(mw) Die Personalplanungen für die kommende Oberliga-Saison beim EC Bad Nauheim schreiten voran. Fest steht nun, dass Stürmer Ryan Hare, der in der Kurstadt nur an der Seite von Sven Gerbig richtig überzeugte, nicht mehr das Trikot der Roten Teufel überstreifen wird. Derweil hat Verteidiger Chris Eade um Bedenkzeit gebeten, er wird sich wohl in Kanada mit Trainer Fred Carroll zusammensetzen - beide machen derzeit Urlaub dort. Patrick Gogulla hat Angebote aus der Zweiten Liga vorliegen, bestätigt EC-Pressesprecher Christian Berger. Auch hier bleibt abzuwarten, wie sich der Bruder von Nationalspieler Philip Gogulla entscheidet.

Berger gab unterdessen bekannt, dass es in Kürze ein Fantreffen geben werde. Zentraler Punkt sei hier, die Stufen im Eisstadion in den EC-Farben zu bemalen.

Unterdessen hat der EC erste Sponsorenverträge verlängert und sieht sich im Zeitplan, was die Kalkulation für die Abgabe der Lizensierungsunterlagen Ende Mai angeht. »Wir wollen früh Klarheit für den Etat der Saison 2009/10 haben«, sagt der neue Geschäftsführer Andreas Ortwein.

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