"Außerordentlich" gekündigt

(mn) Ein Aufsteiger oder kein Aufsteiger? Kooperation ja oder nein? Die (fehlende) Verknüpfung zwischen der ESBG (für den Spielbetrieb der 2. Bundesliga verantwortlich) und den Landesverbänden (unter anderem Oberliga West) ist seit Freitag "das" Thema unter den Eishockey-Klubs und seinen Anhängern.

"Es gibt einen Vertrag, und es gab keine fristlose Kündigung. Der Vertrag wurde zum 30. April gekündigt. Die Verbandsabgaben in Höhe von 150 000 Euro haben die Landesverbände kurz vor Weihnachten ja auch genommen und auch jetzt bereits wieder eine Rechnung über 75 000 Euro geschickt", äußerte am Samstag Alexander Jäger, der Geschäftsführer der ESBG, erstmals seine Sicht der Dinge. Knackpunkt seiner Aussage: das Datum. Den 30. April nimmt beispielsweise Stefan Krämer als Geschäftsführer der von den Löwen Frankfurt zum Anlass, auf einen möglichen Aufstieg zu pochen, da die Runde da bereits beendet sei.

Inzwischen liegt der WZ-Redaktion das Kündigungsschreiben der ESBG vor. Demnach werde der zeitlich unbefristete Kooperationsvertrag zwischen dem Deutschen Eishockey-Bund, dem Bayerischen Eissport-Verband in Vertretung der weiteren Landeseissportverbände und der ESBG "außerordentlich" gekündigt. "Das heißt: mit sofortiger Wirkung", meint LEV-Obmann Markus Schweer. Unterschrieben wurde die Kündigung von Alexander Jäger, eingegangen beim LEV in Köln ist das Dokument am 8. Januar 2013. Seitdem herrscht Funkstille.

Unter diesem Gesichtspunkt wirkt das von LEV-Obmann Markus Schweer entworfene Szenario, dem Meister den Aufstieg zu verweigern, wie ein Warnschuss. "Wer mit uns nicht zusammenarbeiten will und uns kündigt, der darf sich nicht wundern, wenn er dann von uns keine Vereine und keine Unterstützung erhält", sagt Schweer und hofft auf Rücknahme der Kündigung

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