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Außergerichtlich geeinigt: EC spielt in DEL 2

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(sid/mn) Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) und die abtrünnigen Zweitligisten haben kurz vor dem für Donnerstag geplanten Verhandlungstermin vor dem Landgericht München ihren Streit außergerichtlich beigelegt. Dies gab der DEB am Mittwochabend bekannt.

Der Spielbetrieb der 2. Bundesliga wird - wie bislang - von der Eishockeyspielbetriebs-Gesellschaft (ESBG) unter Selbstverwaltung weitergeführt, wobei die zweithöchste Spielklasse unter dem Namen DEL 2 firmieren soll. Die neue Liga startet in der Saison 2013/14 mit den zwölf sportlich qualifizierten Teams, zur Saison 2014/15 wird auf 14 Mannschaften aufgestockt.

Der EC Bad Nauheim trifft damit als Oberliga-Meister - vorbehaltlich der Lizenzierung - auf Bremerhaven, Bietigheim-Bissingen, Crimmitschau, Dresden, Heilbronn, Kaufbeuren, Landshut, Ravensburg, Rosenheim, Weißwasser und Riessersee. Der neue Kooperationsvertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren bis 2018.

»Wir möchten mit dem Markennamen DEL 2 dokumentieren, dass wir gemeinsam mit der DEL eine Vision verfolgen. Nämlich die eines geschlossen auftretenden Profi-Bereichs, dessen Ziel es ist, die Förderung des Profi-Nachwuchses im Fokus zu haben«, sagt Wilhelm Graue (Rosenheim), einer von drei Verhandlungsführern der Zweitligisten.

Enttäuschung herrscht in Kassel und Frankfurt. Die beiden ehemaligen hessischen DEL-Klubs hatten auf eine Aufnahme in die DEL 2 spekuliert, sind nun aber quasi »Bauernopfer« im Kompromiss der so lange zerstrittenen Parteien. Ob Huskies - und gegebenenfalls auch die Löwen - im Falle einer fehlenden Lizenzierung eines Zweitligisten nachrücken dürfen oder die DEL 2 in diesem Fall mit weniger Klubs antritt, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor.

»Wir haben einen Kompromiss gefunden, mit dem alle Parteien mehr als zufrieden sind. Die nächste Saison ist im Sinne des Sports gesichert, die Klubs verwalten sich eigenverantwortlich unter Wahrung der Rechte aller DEB-Mitglieder«, sagt DEB-Präsident Uwe Harnos zur Einigung. Auch die Deutsche Eishockey Liga begrüßte den Kompromiss: »Am Ende hat sich doch noch die Vernunft durchgesetzt«, sagt DEL-Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Arnold.

Vorgesehen ist ein Saisonstart - parallel zur DEL - am 13. September (aktuell hat der EC Bad Nauheim für diesen Tag ein Testspiel gegen Heilbronn geplant). Als Modus zeichnet sich eine Zweieinhalbfach-Runde ab. Denkbar ist zudem eine Relegationsrunde der zwei schwächsten Zweitligisten mit den vier Oberliga-Halbfinalisten um insgesamt vier Zweitliga-Plätze zur Saison 2014/15. Ein DEB-Pokalwettbewerb wird in diesem Jahr nicht ausgetragen.

Die entsprechenden Fakten sollen im Rahmen der ESBG-Gesellschafterversammlung am 26. Juli geschaffen werden. Dort hoffen die Klubs zudem, den künftigen ESBG-Geschäftsführer präsentieren zu können.

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