Ausschreitungen bei Futsal-Cup in Nidda

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(fra). Hässliche Szenen voller Gewalt überschatteten das sportliche Geschehen bei der Zwischenrunde des Büdinger Futsal-Cups in der Sporthalle in Nidda am Samstag. Das Gruppenspiel zwischen dem Kreisoberligisten SG Büdingen und dem B-Ligisten VfB Rodheim wurde beim Stand von 2:1 für die SGB rund eineinhalb Minuten vor dem Ende nach schweren Ausschreitungen abgebrochen. Zuvor hatten drei Spieler wegen Tätlichkeiten die Rote Karte gesehen. Beide Mannschaften wurden vom ausrichtenden Kreisfußballausschuss vom Turnier ausgeschlossen.

Auslöser der Tumulte war eine Rudelbildung während des Spiels, bei der schon erstmals die Fäuste geflogen waren. Der heranstürmende Torwart des VfB Rodheim sorgte mit Anlauf und einem satten Kung-Fu-Tritt inmitten die Spielertraube für den negativen Höhepunkt. Die Schiedsrichter Volker Höpp (Dauernheim) und Rolf Seifert (Lindheim) behielten aber den Überblick und verwiesen drei Spieler mit der Roten Karte des Feldes. Neben dem Keeper der Rodheimer traf es auch noch einen weiteren Spieler des VfB sowie auch den Schlussmann der Büdinger.

Wenig später brachen auf dem Spielfeld aber endgültig alle Dämme. Spieler und auf das Parkett gestürmte Zuschauer lieferten sich heftige Prügelszenen in Wild-West-Manier, auf der Tribüne suchten Mütter mit ihren Kindern fluchtartig Schutz auf oberen Sitzreihen.

Der Spielabbruch war für die Schiedsrichter, wie der erfahrene Hessenliga-Unparteiische Höpp im Nachgang erklärte, die einzig mögliche Konsequenz, um dem teils brutalen Tohuwabohu ein Ende zu setzen und die Sicherheit Unbeteiligter nicht weiter zu gefährden. Als rund 20 Minuten später mehrere Polizeibeamte mit drei Streifenwagen anrückten, hatten sich die Gemüter wieder einigermaßen beruhigt und das ansonsten fair verlaufene Turnier wurde fortgeführt. Bleiben wird gewiss ein Imageschaden.

Die auf einem bald kursierenden Internetvideo festgehaltenen Jagdszenen in der Sporthalle sorgten jedenfalls für Entsetzen und Fassungslosigkeit. Den beiden beteiligten Vereinen drohen jetzt Sanktionen durch das Kreissportgericht. Der in der Halle anwesende Kreisfußballwart Jörg Hinterseher sprach von "bedauerlichen Vorfällen", lehnte mit dem Verweis auf ein schwebendes Verfahren gegenüber dieser Zeitung aber jede weitere Kommentierung ab. "Der Kreisfußballausschuss wird in den nächsten Tagen beziehungsweise bei seiner nächsten turnusmäßigen Sitzung darüber beraten, wie mit der Situation umzugehen ist", erklärte er lediglich.

Sieger beim Futsal-Cup wurde wie in den beiden Vorjahren erneut der FC Alemannia Gedern. Der Kreisoberligist setzte sich im Finale gegen Ligakonkurrent Viktoria Nidda knapp mit 1:0 durch. Das Neunmeterschießen um den dritten Platz entschieden die Sportfreunde Oberau mit 7:6 gegen den VfR Wenings für sich. Die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim und der FSV Dauernheim war in der Zwischenrunde gescheitert. Der SV Ranstadt qualifizierte sich zwar für den Finaltag, schied dort aber in einer Gruppe mit den beiden späteren Finalisten aus.

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