Eishockey

Ausmisten bei den Kassel Huskies

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Gut zwei Wochen nach dem frühen Ende einer enttäuschenden Eishockeysaison sind bei den Kassel Huskies Entscheidungen gefallen. Getreu seines Ziels, ein Team mit mehr Talent, Größe und Profil sowie besseren Schlittschuhläufern zu formieren, hat Trainer Tim Kehler gravierende Einschnitte vorgenommen: Er plant ohne mindestens acht Spieler des bisherigen Kaders.

Gut zwei Wochen nach dem frühen Ende einer enttäuschenden Eishockeysaison sind bei den Kassel Huskies Entscheidungen gefallen. Getreu seines Ziels, ein Team mit mehr Talent, Größe und Profil sowie besseren Schlittschuhläufern zu formieren, hat Trainer Tim Kehler gravierende Einschnitte vorgenommen: Er plant ohne mindestens acht Spieler des bisherigen Kaders.

Sie müssen gehen: Neben Jace Hennig und Jens Meilleur, die aus privaten Gründen nach Nordamerika zurückkehren, werden mindestens sechs weitere Spieler keine neuen Verträge bekommen: Die Ausländer Mike Little (31), Neil Manning (27) und Sam Povorozniouk (24) sowie Jannik Woidtke (27), Toni Ritter (29) und Adriano Carciola (31). Das Eigengewächs hat 2005/06 und seit 2014 315 Mal im Huskies-Trikot gespielt. "Natürlich sind das ganz schwere Entscheidungen gewesen. Schließlich sind sie alle tolle Typen, die ihr Bestes gegeben haben und mit denen die Zusammenarbeit Spaß macht", erklärt Kehler. "Aber es geht um das Team und um eine erfolgreichere Zukunft der Huskies."

Sie bleiben: Der Coach hat aber auch andere Nachrichten parat. Denn "wir sind in der Planung bereits einen großen Schritt vorangekommen", sagt Kehler. Zur neuen Saison wiederkommen werden nämlich neben Torwart Leon Hungerecker (20) und Abwehrspieler Derek Dinger (32) auch Torjäger Richie Mueller (36) und Verteidiger Nick Walters (24), bei denen Optionen auf ein Bleiben greifen, Mark Ledlin (21) sowie die Kasseler Jungs Lasse Bödefeld (20) und Bastian Schirmacher (21). Mit Tim Lucca Krüger (20) sind die Huskies im Gespräch. Torwart Gerald Kuhn (33) hat nach Informationen unserer Redaktion einen Vertrag in Kassel – allerdings bis Ende April mit einer Ausstiegsklausel für einen höherklassigen Klub.

Abschieds von Sylvestre?

Sie sind im Gespräch: Wie aber sieht die Zukunft von Corey Trivino (29) und Sebastien Sylvestre (25) aus? "Bei den Ausländern haben wir den geringsten Zeitdruck, da ist der Markt groß" sagt Kehler. Er plant mit drei Kontingentstürmern und einem Verteidiger. "Corey absolviert derzeit hier seine Reha. Er wird zur nächsten Saison sicher wieder zu 100 Prozent fit sein. Wie Sebastien ist er ein sehr guter Spieler. Aber das heißt nicht, dass beide zwingend nach dem Sommer wiederkommen", erklärt Kehler. Alexander Karachun entwächst dem Förderlizenzalter. Kehler hält große Stücke auf den Stürmer, ist in engem Kontakt mit dem 24-jährigen Wolfsburger. "Er versucht natürlich, in der DEL zu bleiben. Aber in der DEL2 sind wir seine erste Adresse", sagt Kehler. Zur Perspektive der bisherigen Huskies Alex Heinrich, Andy Reiss, Marco Müller und Michi Christ gibt es aktuell keine Information. Die Förderlizenzler Eric Valentin (22) und Valentin Busch (21) stehen weiterhin in Wolfsburg unter Vertrag.

Das ist mit der Kooperation: Während Wolfsburgs DEL-Manager Charlie Fliegauf kürzlich von einer Fortsetzung der Kooperation mit den Huskies ausging, haben die Kasseler darüber noch nicht entschieden. "Wir reden auch mit anderen potenziellen Kandidaten", erklärt Trainer Kehler, will aber rasch die Weichen stellen. Denn: Maximal 17 Spieler über 24 Jahre dürfen im Kader stehen, ab 2021 nur noch 15. Kehler: "Gute junge deutsche Leute sind rar und sehr gefragt. Sie zu bekommen, das ist eine Herausforderung. Darum kann es wichtig sein, den optimalen Partner zu haben."

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