Anabel Jost gehört zu den wenigen bekannten Gesichtern in der neu formierten Hessenliga-Mannschaft des TTC Florstadt. Auch sie kann die 1:11-Niederlage zum Auftakt beim SV Rennertehausen nicht verhindern. FOTO: NICI MERZ
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Anabel Jost gehört zu den wenigen bekannten Gesichtern in der neu formierten Hessenliga-Mannschaft des TTC Florstadt. Auch sie kann die 1:11-Niederlage zum Auftakt beim SV Rennertehausen nicht verhindern. FOTO: NICI MERZ

Auftakt unter anderen Vorzeichen

  • vonMichael Stahnke
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(msw). Aufsteiger TTC Florstadt steht in seiner ersten Saison der Tischtennis-Hessenliga der Damen, Gruppe Nord/Mitte, gleich vor einer ganz schweren Spielzeit, denn unter der Woche gab Spitzenspielerin Sandra Michel bekannt, dass sie ebenso wie ihre Tochter Saskia aus privaten Gründen nicht mehr zur Verfügung steht. Wörtlich hieß es: "Familie Michel wird diese Saison nicht spielen. Dies hat mit dem Tischtennissport und dem TTC Florstadt nichts zu tun. Wie es danach weitergeht, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen."

Da bereits zuvor Kerstin Weber aus familiären Gründen und Lisa Mößer aus privaten Gründen eine Auszeit genommen hatten und auch die seitherige Nummer zwei, Alessa Weitzel, den Verein in Richtung Büdingen-Lorbach verlassen hat, ist die Personalnot groß. Dennoch sagte der einstige Damenwart Jürgen Hess, dass "alle drei Damen-Mannschaften die Runde trotzdem durchspielen wollen". Die neue Pressesprecherin Stefanie Hess sagte nach der 1:11-Niederlage zum Auftakt beim SV Rennertehausen: "Wir freuen uns über jeden gelungenen Ballwechsel. Wir werden immer unser Bestes geben und das Abenteuer Hessenliga angehen. Unser einziges Saisonziel ist es, bis zum Schluss Spaß zu haben. Wo wir dann am Ende landen, ist gar nicht so wichtig."

Die Florstädterinnen hatten in Rennertehausen zunächst etwas viel Respekt, doch dann wurden sie immer sicherer, sodass sie die schon lange in der Hessenliga spielenden Gastgeberinnen mehr und mehr ärgern konnten. Speziell Anabel Jost und Stefanie Hess wurden von SV-Mannschaftsführerin Melanie Landau gelobt: "Die Florstädterinnen haben sich viel getraut und Anabel Jost hat auch gegen mich in den entscheidenden Phasen sehr mutig gespielt und somit verdient gewonnen." Auch Hess selbst hatte ihre Chancen gegen Nina Klaus-Materna, da sie gut die Initiative ergriff. Ann-Christin Jüngst wird jetzt auch fest zur Mannschaft gehören. Sie zwang die Konterspielerin Ute Ernst dazu, selbst die Initiative übernehmen zu müssen, was diese nicht gewohnt war. Die neue TTC-Mannschaftsführerin Désirée Wirkner spielte fast immer einen guten Satz, ehe die Konzentration etwas nachließ. Insgesamt waren die Gäste mit ihrem ersten Auftritt in der Hessenliga überhaupt und in dieser völlig neuen Stammbesetzung sehr zufrieden.

Im Stenogramm: Nina Klaus-Materna - Désirée Wirkner 11:5, 11:7, 11:6; Ute Ernst - Anabel Jost 11:8, 11:9, 11:8; Melanie Landau - Ann-Christin Jüngst 11:4, 11:5, 12:10; Jessica Engelbach - Stefanie Hess 11:5, 11:9, 11:6; Klaus-Materna - Jost 13:11, 10:12, 10:12, 11:4, 11:1; Ernst - Wirkner 11:2, 6:11, 11:1, 11:8; Landau - Hess 11:3, 13:11, 7:11, 11:9; Engelbach - Jüngst 11:9, 11:4, 11:6; Landau - Jost 5:11, 11:5, 7:11, 11:13; Klaus-Materna - Hess 11:7, 11:5, 13:15, 7:11, 11:4; Ernst - Jüngst 9:11, 11:6, 11:6, 11:7; Engelbach - Wirkner 11:5, 4:11, 11:9, 11:7.

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